Ablage NZZ

..könnte man meinen, denn dort kriegt man des öfteren Dinge zu lesen, die man in den deutschen Einheitsmedien so nicht findet. Oftmals ist der Blick von außen aufschlussreicher, als der Blick in unsere Leitmedien, die im Grunde überwiegend im gleichen Tenor berichten, weil  sie sich fast alle auf die gleichen Agenturmeldungen beziehen.
Hier werde ich in loser Folge interessante Artikel der "Neue Zürcher Zeitung" (NZZ) und "Basler Zeitung" (BAZ) verlinken, um sie interessierten Lesern auf diese Weise zugänglich zu machen.
 

Der andere Blick
Wer ein Kraftwerk blockiert, ist kein Aktivist, sondern kriminell (NZZ)

In Brandenburg legen 40 Menschen einen Teil des drittgrössten deutschen Kraftwerks lahm, und fast keinen interessiert es. Das liegt auch an einer verniedlichenden Sprache, die Extremisten zu Aktivisten macht.
Marc Felix Serrao, Berlin, 21.09.20227


Der Lohn des Jammerns: Wer sich im Wohl-fahrtsstaat nicht beklagt, hat schon verloren (NZZ)

Im Wohlfahrtsstaat werden Leistung und Einkommen zunehmend voneinander abgekoppelt. Das nennt man Sozialpolitik oder soziale Gerechtigkeit. Doch die Frage, wie sozial oder gerecht diese Politik ist, hängt von der Perspektive ab.
Claudia Wirz,


Das große Unwohlsein oder: Der Gefühlsterror eifriger Aktivisten (NZZ)
Gefühle haben eine eigentümliche Macht. Sie sind nicht anfechtbar.
Wer das weiß, der kann sie effektvoll einsetzen: zum Abbruch von Konzerten, zur Verbannung von Frisuren, zur Zensur.
Von Benedict Neff,


«Aktivisten der Cancel Culture operieren oft mit einem totalen Vernichtungswillen» (NZZ)
Ralf Höcker gilt als gefürchtetster Medienanwalt Deutschlands. Er vertritt Professoren und Politiker, die «gecancelt» werden sollen. Beim Konzertabbruch der Berner Rasta-Band hätten die Veranstalter alles falsch gemacht, was man falsch machen kann, sagt er im Gespräch.

Birgit Schmid
16.08.2022

Wer gewinnt den Wirtschaftskrieg – der Westen oder Russland? (NZZ)
Die wichtigsten Erkenntnisse aus sechs Monaten Wirtschaftskonflikt und Kriegswirtschaft aus Sicht von Russland, der Ukraine und des Westens. Eine Zwischenbilanz.

Markus Ackeret, Moskau, Daniel Imwinkelried, Wien, Lorenz Honegger
24.08.2022

Der andere Blick
ARD und ZDF: Runter vom hohen Ross! (NZZ)

Deutschlands öffentlichrechtliche Anstalten müssen endlich Demut und Selbstkritik lernen. Ein Bruchteil ihres ausufernden Programms reicht aus, der Pflichtbeitrag sollte mindestens um die Hälfte sinken.

Alexander Kissler
, 25.08.2022


Journalismus, wie er Claudia Roth gefällt:
Warum Correctiv und die «Neuen Deutschen Medienmacher:innen» kein Steuergeld verdienen (NZZ)

Deutschlands grüne Kulturstaatsministerin verteilt Millionen Euro an «Projekte zur strukturellen Stärkung des Journalismus». Von den Auserkorenen ist bisher niemand durch kritische Distanz zu ihrer Partei aufgefallen.
Marc Felix Serrao, Berli, 10.08.2022

Ganz anders und trotzdem ähnlich: Warum Affenpocken-Infizierte die Krankheit mit der Aids-Epidemie vergleichen – und was an diesem Vergleich dran ist (NZZ)

«Wer Aids erlebt hat, sagt zu mir: Das erinnert mich an damals», erzählt ein Arzt, der queere Menschen behandelt. Über den schmalen Grat zwischen Aufklärung und Panik.
Von Giorgio Scherrer 09.08.2022,

Manche Vulkanausbrüche verändern spürbar das Klima. Das passiert häufiger als gedacht (NZZ)

Eine Analyse von Eisbohrkernen liefert Hinweise darauf, wie oft man mit klimaverändernden Eruptionen rechnen muss. Eine international koordinierte Vorbereitung auf dieses Risiko fehlt bisher.
Sven Titz
Mehr Klartext geht nicht. 
In Deutschland ist viel Not hausgemacht und importiert, aber die wahren Ursachen des Wohlstandsverlustes werden ignoriert. Über ein Land zwischen gefühlter Armut und eingebildetem Reichtum.
Wolfgang Bok, 27.07.2022

Burnout oder die Flucht vor den Nachrichten – Wie entkommen wir der Überdosis an Kriegs- und Katastrophenmeldungen? (NZZ)

Auch wer keinerlei Neigung zu depressiven Verstimmungen hat, fühlt sich in einer Endlosschleife fataler Botschaften und dunkler Aussichten gefangen.
Reinhard Mohr,
Es beginnt langsam, ja schleichend, fast unmerklich. Ob Deutschlandfunk, ZDF-«Heute»-Nachrichten, «Brennpunkt» im Ersten oder «Anne Will»-Talkshow: Man schaltet immer häufiger aus, weg oder um. Es sind Ausweichmanöver eines wohlverstandenen Selbstschutzes. Nicht wenige flüchten abends zu den «Bergrettern» oder an den «Tisch in der Provence». Ob Corona, Klima oder Ukraine-Krieg, Inflation oder Korallensterben in der Südsee, Dürre, Erdrutsche oder die Wahl einer linksidentitären Antirassismus-Aktivistin zur Antidiskriminierungsbeauftragten der deutschen Bundesregierung – es ist einfach zu viel.

Der andere Blick (NZZ)
Herrschaft einer Minderheit über die Mehrheit

Der non-binäre Mann mit Migrationshintergrund ist das neue Ideal – für die Mehrheit hat man hingegen nur noch Verachtung übrig.
Minderheiten stehen derzeit hoch im Kurs.
Deutsche hingegen werden als «Kartoffeln» verunglimpft. Woher kommt der Zusammenhalt einer Gesellschaft in Kriegs- und Krisenzeiten, wenn es keine stabile Mitte mehr gibt?
von Eric Gujer,
15.07.2022
Der andere Blick

Das Familienministerium in Berlin ist die Agitationszentrale der Grünen. Mit Gender- und Migrationspolitik soll Deutschland umgebaut werden. Gegen Kritiker geht man mit verbaler Aggression vor.
Von Eric Gujer, 24.06.2022
 
Der andere Blick

Einfach mal eine Pipeline in die Luft jagen? Luisa Neubauer hat den Bogen überspannt (NZZ)
In einem Video offenbart Deutschlands bekannteste Klimaaktivistin ein ungeklärtes Verhältnis zur Gewalt. Auf Kritik reagiert sie mit einer Ausrede: Alles nicht ernst gemeint! Aber wer mit Anschlägen kokettiert, verabschiedet sich aus dem demokratischen Diskurs.

Alexander Kissler, Berlin, 14.06.2022
 
Putin ist sterbenskrank, die russische Armee am Boden – wie sich westliche Medien die Lage der Ukraine schönschreiben (NZZ)
Die Ukraine könne den Krieg gegen die russische Invasionsarmee gewinnen, liest man in den Zeitungen. Nach über drei Monaten Krieg haben sich die russischen Soldaten allerdings im Osten des Landes festgesetzt. Ist die Berichterstattung westlicher Medien zu stark von Wunschdenken geprägt?
Von Benedict Neff 10.06.2022
 
Der andere Blick von Oliver Maksan 09.06.2022
Thema des Tages: Wenn der Staat zum Werte-Agenten wird, müssen die Alarmglocken schrillen (NZZ)

Eine Debatte über Transsexualität bei Minderjährigen kommt in Deutschland ohne schwere Beleidigungen gegen kritische Stimmen offenbar nicht mehr aus. Das zeigt sich dieser Tage nicht zum ersten Mal, aber doch in neuer Deutlichkeit. Besonders problematisch ist dabei, dass sich ein steuerfinanzierter Beauftragter der Bundesregierung an die Spitze der Bewegung stellt. Wenn der Staat aber zum Werte-Agenten wird und in Debatten mal Zensuren, mal rufschädigende Etiketten verteilt, dann müssen bei liberalen Geistern die Alarmglocken schrillen.
 
Frau Merkel und ihr Fan vom «Spiegel»: Die Altkanzlerin erlebt in Berlin einen schrecklich schönen Wohlfühlabend (NZZ)
Am Dienstagabend äusserte sich die frühere deutsche Regierungschefin erstmals live zur Lage der Welt und zum Leben als Ruheständlerin. Es wurde peinlich, aber nicht für sie.
Marc Felix Serrao, Berlin, 08.02.2022

Ängstliche Republik – die deutsche Untergangsseligkeit trägt narzisstische Züge (NZZ)
Die Deutschen pflegen derzeit ausgiebig ihre Angst vor einem dritten Weltkrieg. Aber warum sehen sie sich so gerne in der Opferrolle? 30.05.2022
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«Tendenziöse und Ideologie-basierte Berichte»: Wissenschafter und Ärzte fordern von ARD und ZDF Rückkehr zu Fakten bei der menschlichen Biologie (NZZ)
Eine Gruppe von Wissenschaftern und Ärzten wendet sich in einem Aufruf gegen eine aus ihrer Sicht Ideologie-basierte Berichterstattung im öffentlichrechtlichen Rundfunk. Insbesondere in Jugendprogrammen würden Beiträge etwa zu sexueller Identität journalistische Standards verletzen.
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Schon 05.06.2021:
Zwischen Gender und Klima: Wie der öffentlichrechtliche Rundfunk junge Menschen auf Instagram indoktriniert (NZZ)
Mit rund 250 Instagram-Kanälen wollen ARD, ZDF und Co. in Deutschland die Jugend erreichen. Journalistische Standards werden dabei oft missachtet, an Ausgewogenheit fehlt es ganz.  
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Braucht es nach dem Versagen Berlins bei der Organisation der Bundestagswahl deren Wiederholung? Der Bundeswahlleiter ist sich dessen sicher und sieht ein «komplettes systemisches Versagen».   Fatina Keilani, 24.05.2022

Gastkommentar Deutschland kompensiert mangelndes Selbstbewusstsein mit Moralismus (NZZ)
Es droht die Rückkehr konkurrierender Glaubensgemeinschaften. Umso wichtiger wäre ein neuer, selbstbewusster Realismus, der sich in der Mitte der Gesellschaft wieder Platz verschafft.
      Reinhard Mohr 02.05.2022

Während in den meisten Ländern die Entspannung dominiert, warnt in Deutschland der Gesundheitsminister vor Killerviren. Was läuft da falsch? (NZZ)
Die Pandemie ist auf dem Rückzug, die Normalität kehrt allmählich zurück. Doch die deutschen Gemüter haben sich noch nicht ganz beruhigt.
Frank Lübberding 03.05.2022, Deutscher Publizist

Hunderte Randalierer, Dutzende verletzte Polizisten, brennende Autos – in Berlin gilt das heute als «friedlich» (NZZ)
Der andere Blick 02.06.2022

Jedes Jahr am 1. Mai knallt es in der deutschen Hauptstadt. Die Bewohner der betroffenen Stadtteile haben längst resigniert, und die politisch Verantwortlichen reden sich die Lage schön. Das Ergebnis ist ein einzigartiger Realitätsverlust.

Die "Letzte Generation" kämpft gegen die Aufklärung (NZZ)
Es ist sicherlich schwer zu verstehen,
warum die Polizei  zeitintensiv Menschen befreit, die sich selber festgekettet oder festgeklebt haben, anstatt durch Umleitungen den Verkehrsfluss sicherzustellen und die Straftäter in ihrem selbst gewählten Zustand nach dem Motto zu belassen: "Den Freiwilligen geschieht kein Unrecht". Antwort: Weil das, um mich vorsichtig auszudrücken, politisch nicht korrekt wäre...

Dazu:

Der andere Blick
Die «Letzte Generation» kämpft gegen die Aufklärung
(NZZ)
Radikale Klimaschützer legen den Verkehr lahm, riskieren Unfälle und sabotieren die Energieversorgung. Es ist an der Zeit, den politischen und medialen Applaus für Verächter der Demokratie einzustellen.

Kommentar
Keine Panzer für die Ukraine? Natürlich darf man dieser Meinung sein!

In einem offenen Brief appellieren bekannte Deutsche wie Alice Schwarzer, Martin Walser und Dieter Nuhr an den Bundeskanzler, Deutschland nicht zur Kriegspartei zu machen. Die Reaktionen fallen harsch aus. Manche klingen mehr nach russischem Staatsfernsehen als nach freiem Westen.
Marc Felix Serrao, Berlin, 29.04.2022

Über Staatsversagen im Zeichen der Corona-Pandemie (NZZ)
Jahrelang haben Politiker über Unisex-Toiletten oder politisch korrekte Sprache diskutiert. Damit dürfte es nun erst einmal vorbei sein. Und es stellt sich ernsthaft die Frage: Was gehört zu den Kernkompetenzen eines funktionierenden Staates (und was nicht)?

Anmerkungen zur deutschen Erregungsgesellschaft (NZZ)
Von der Flüchtlingskrise bis zur Erfurter Ministerprä-sidentenwahl. Fünf Jahre Deutschland – ein Land, in dem Nüchternheit eine Provokation ist 
 Der Moralismus unserer Tage nervt gewaltig und bringt auch noch furchtbaren Kitsch hervor (NZZ
Wenn es um den Erhalt des Planeten geht, kennt das Gutgemeinte keine Grenzen mehr. Aber manchmal steckt das Böse im vermeintlich Guten.

Der hässliche Deutsche trägt keinen Stahlhelm mehr – er belehrt die Welt moralisch (NZZ)
Wenn eine deutsche Kapitänin in Italien vor Gericht gestellt wird, beginnt die Volksseele zu kochen. Selbst Bundespräsident Steinmeier vergisst dann das Völkerrecht und greift zur Moralkeule

Vom öffentlichen Fernsehen über investigative Nachrichtenmagazine bis zu grossen Tageszeitungen gibt es in deutschen Medien einen neuen Mainstream: grün. Bei der Debatte um Klimawandel und Energiewende spielen abweichende Meinungen eine untergeordnete Rolle, wieder einmal obsiegt der Kampf um die richtige Moral.
 
In Punkto Migration steckt Deutschland in einer zweifach misslichen Situation. Während es viele Länder mit Leuten alimentiert, die für teures Geld an deutschen Universitäten ausgebildet wurden, erlebt es einen steten Zustrom von Menschen mit geringer Qualifikation.
Das kann auf Dauer nicht ohne Wirkung bleiben.
 
 
Das Versagen des Sozialismus ist belegt. Was macht ihn dennoch so attraktiv? (NZZ)
Die neue Attraktivität des Sozialismus ist erstaunlich – wurde sein Versagen doch dutzendfach belegt. Drei Erklärungsversuche eines Phänomens

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