27 April 2026

Migranten und Familien im Ausland belasten die Sozialsysteme

Migranten und Familien im Ausland belasten die Sozialsysteme

Familienmitversicherung Türkei:
Übersicht mit KI
Nach aktuellen Berichten (Stand April 2026) sind knapp 62.000 Familien in der Türkei über deutsche gesetzliche Krankenkassen mitversichert. 
Dies basiert auf einem deutsch-türkischen Sozialversicherungsabkommen aus dem Jahr 1964, das es in Deutschland krankenversicherten Personen ermöglicht, ihre in der Türkei lebenden Familienangehörigen kostenlos mitzuversichern. 
Hier sind die wichtigsten Fakten zu dieser Regelung:

Pauschale Abrechnung:
Die Abrechnung zwischen den Krankenkassen erfolgt nicht im Einzelfall, sondern über jährlich neu vereinbarte Monatspauschalen pro Familie, unabhängig von der tatsächlichen Anzahl der mitversicherten Angehörigen.
Volle Absicherung:
Die Familienangehörigen in der Türkei haben Anspruch auf die dortige medizinische Grundversorgung, die von den deutschen Krankenkassen getragen wird.
Finanzvolumen: Laut Berichten flossen in manchen Jahren bis zu 70 Millionen Euro aus der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung in die Türkei.
Kontroverse:
Die Regelung ist politisch umstritten, da sie auch in Zeiten von Diskussionen um die Einschränkung der beitragsfreien Familienversicherung im Inland bestehen bleibt.

Ausländische Senioren belasten unsere Sozialkassen: 81 Prozent mehr Migranten-„Rentner“ in nur fünf Jahren!
Sie haben nie einen Cent eingezahlt und beziehen trotzdem Grundsicherung im Alter: Immer mehr ausländische Senioren wandern in das deutsche Sozialsystem ein, wie aus jetzt bekannt gewordenen Daten des Statistischen Bundesamtes hervorgeht. Schon mehr als jeder dritte Bezieher dieser Sozialleistung ist demnach Ausländer!
Die Zuwanderung aus Asyl-Herkunftsländern und aus der Ukraine sorgt für mehr ausländische Senioren, die eine Grundsicherung im Alter beantragen. Das berichtet das Portal „NIUS“ unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes.
Demnach bezogen Ende 2025 insgesamt 764.000 Personen in Deutschland eine Grundsicherung im Alter – rund 200.000 mehr als noch fünf Jahre zuvor.
ABER: Der Anstieg um 35 Prozent erklärt sich vor allem dadurch, dass sich die Zahl ausländischer Empfänger in nur fünf Jahren mit 81 Prozent fast verdoppelt hat.

Während die Gesamtzahl der Empfänger von Altersgrundsicherung zwischen Dezember 2020 und Dezember 2025 von 564.110 auf 764.065 stieg, fiel der Zuwachs bei deutschen und ausländischen Senioren höchst unterschiedlich aus:
Die Zahl der deutschen Empfänger erhöhte sich in diesem Zeitraum von rund 412.000 auf rund 489.000 – ein Anstieg um knapp 19 Prozent. Die Zahl der ausländischen Empfänger dagegen schnellte laut „NiUS“ von rund 152.000 auf rund 275.000 in die Höhe – ein Plus von etwa 81 Prozent!
Fünfmal so viele Ukrainer
Dem Bericht zufolge stieg der Anteil Nichtdeutscher an allen Empfängern von Grundsicherung im Alter damit von 27 Prozent im Jahr 2020 auf 36 Prozent im Jahr 2025. Anders gerechnet: Mehr als jeder dritte Bezieher von Grundsicherung im Alter ist inzwischen Ausländer!
Nach einer Zusatz-Recherchen sticht insbesondere die Entwicklung bei einer Personengruppe ins Auge: Während im Jahr 2020 erst 19.500 Ukrainer Grundsicherung im Alter bezogen, waren es im Dezember 2025 bereits 104.285 – mehr als fünf Mal so viele!

Umfrage zur Umverteilung - Die Frage der Migration gehört ins Zentrum der Sozialreformen (Cicero)

62.000 Familien in der Türkei durch deutsche gesetzliche Krankenversicherungen kostenlos mitversichert. Kosten bis zu 70 Mio. Euro pro Jahr und das über Jahrzehnte. 81 % mehr Migranten-Rentner in 5 Jahre ohne eigene Beitragsleistung.
Umfrage zur Umverteilung 
Die Frage der Migration gehört ins Zentrum der Sozialreformen (Cicero)
Die Deutschen sind in Sachen Reform des Sozialstaats vernünftiger als ihre Politiker. Laut einer Umfrage fordert eine große Mehrheit, dass Migranten kein Recht auf Sozialleistungen haben sollten, solange sie nicht längere Zeit gearbeitet und eingezahlt haben.

26 April 2026

Cicero im Mai - Schockwellen (Cicero)

Cicero im Mai

Schockwellen(Cicero)
Vier Explosionen zerstörten am 26. September 2022 die Nord-Stream-Pipelines – und erschütterten Europas Politik. Bis heute bleiben zentrale Fragen offen. Neue Recherchen zeichnen nach, wer hinter dem Anschlag stehen könnte und warum der Fall politisch so brisant ist.

Nord-Stream-Anschlag - Auf der Anklagebank: die Ukraine (Cicero)

"Teile der Antwort auf die Frage nach den Pipeline-Drahtziehern könnten die Bevölkerung verunsichern."
Nord-Stream-Anschlag

Auf der Anklagebank: die Ukraine (Cicero)
Ein Koordinator des Nord-Stream-Anschlags sitzt in Hamburg in Untersuchungshaft. Der kommende Prozess gegen ihn führt tief hinein in eine verdeckte Operation ukrainischer Netzwerke, in die Schattenwelt der CIA – und in das Machtzentrum der deutschen Politik.

20 April 2026

"Heute Show“ und Böhmermann - Der ÖRR im tapferen Kampf gegen alles „Rechtsextreme“ (Cicero)

"Heute Show“ und Böhmermann
  
Der ÖRR im tapferen Kampf gegen alles „Rechtsextreme“ (Cicero)
Satire darf alles – auch politische Einseitigkeit auf Gebührenkosten? Ein Freitagabend mit „Heute Show“ und Jan Böhmermann legt nahe: Im ÖRR ist die Antwort längst gegeben. Hier werden „die Rechten“ vorgeführt, Journalisten attackiert und ein Rechtsstreit moralisch aufgeladen.

Europäischer Nachzügler - Der deutsche digitale Stotterstaat (Cicero)

Abgewandelt: Mit Fröschen, statt "Milei", lassen sich keine Teiche trocken legen
Europäischer Nachzügler
Der deutsche digitale Stotterstaat (Cicero)
Eine oft unterschätzte Verbindung von Digitalisierung und Demokratie lautet: Ein moderner Staat muss fähig sein, seine Leistungen effizient, verständlich und bürgernah zu organisieren. Denn ein Staat, der im Alltag nicht funktioniert, verliert Autorität.  
VON FLORIAN HARTLEB am 20. April 2026 7 min
Die Nachricht klingt unscheinbar, fast bürokratisch: Die Kfz-Steuer wird nun einheitlich erhoben, in einem Jahresbetrag, ohne die bisher mögliche Ratenzahlung. Auf den ersten Blick ist das nur eine verwaltungstechnische Änderung. Auf den zweiten Blick ist es ein kleines Lehrstück über den Zustand des deutschen Staates. Denn sofort drängt sich die größere Frage auf: Erlebt Deutschland endlich einen Digitalisierungsruck, oder wird hier wieder nur eine Mini-Reform als Modernisierung verkauft?
Genau darin liegt das deutsche Problem. Deutschland verwechselt zu oft Verwaltungsänderung mit Digitalisierung. Ein neuer Bescheid, ein neues Portal, ein etwas veränderter Ablauf – und schon wird der Eindruck erzeugt, der Staat bewege sich energisch ins digitale Zeitalter. In Wahrheit bleibt der deutsche Staat häufig das, was er schon seit Jahren ist: ein Stotterstaat. Er kündigt an, pilotiert, testet, verschiebt, harmonisiert, evaluiert – aber er reformiert nicht durch.
Das ist nicht bloß ein technisches Defizit. Es ist ein politisches Problem. Denn für die Bürger zeigt sich die Leistungsfähigkeit des Staates nicht in Sonntagsreden über Innovation, sondern im Alltag: Wie schnell kann ich ein Auto anmelden? Wie einfach kann ich meine Daten ändern? Wie oft muss ich dieselben Angaben mehrfach machen? Warum weiß die eine Behörde nicht, was die andere längst weiß? Und warum wird selbst bei einfachen Vorgängen immer wieder so getan, als beginne Verwaltung bei null?
Die einheitliche Kfz-Steuer ist deshalb kein Beweis für einen digitalen Aufbruch, sondern eher ein Beispiel für das deutsche Missverständnis von Modernisierung. Digitalisierung wäre hier nicht einfach eine neue Zahlungsweise. Digitalisierung hieße: ein konsistenter, bürgerfreundlicher Prozess von Zulassung, Besteuerung, Halterwechsel, Adressänderung und Abmeldung – ohne Medienbrüche, ohne Papierlogik, ohne das Gefühl, dass verschiedene Ämter nebeneinander statt miteinander arbeiten. Ein echter digitaler Staat denkt in Prozessen. Deutschland denkt noch immer in Zuständigkeiten.
Der deutsche Verwaltungsstaat ist historisch stark, aber digital schwach

The Pioneer - Merz: Wirtschaftselite verliert die Geduld

Business Class Edition
Merz: Wirtschaftselite verliert die Geduld
Gabor Steingart, 20.04.2026
Guten Morgen,
die politische Führung hat von der wirtschaftlichen Führung normalerweise nichts zu befürchten. Die Eliten sind einander gewogen. Die eine Elite genießt die Nähe der anderen – und umgekehrt.
Zum gemeinen Volk, dem die politische Klasse ihre Legitimation verdankt, hält die Wirtschaftselite in aller Regel Abstand. Elias Canetti hat in „Masse und Macht“ den Menschen als routinierten Abstandshalter treffend beschrieben:
"Alles Leben ist auf Distanzen angelegt, das Haus, in dem er seinen Besitz und sich verschließt, die Stellung, die er bekleidet, der Rang, nach dem er strebt – alle dienen dazu, Abstände zu schaffen, zu festigen und zu vergrößern."
Und doch kommt es in der Geschichte immer wieder zu einer Berührung der Wirtschaftsführer mit der Masse. Und zwar immer dann, wenn die wirtschaftlichen Zustände für beide unhaltbar geworden sind. Nochmals Elias Canetti:
"Der wichtigste Vorgang, der sich innerhalb der Masse abspielt, ist die Entladung. Sie ist der Augenblick, in dem alle ihre Verschiedenheiten loswerden und sich als gleiche fühlen."
In Zeiten einer solchen Entladung leben wir. Beim Volk ist Kanzler Merz genauso unbeliebt wie unter den Wirtschaftsführern. Das Band der Loyalität, das die politische mit der wirtschaftlichen Elite des Landes einst verbunden hat, ist überdehnt. Eine Regierung, die den Abstieg des Landes einfach geschehen lässt, bringt die Menschen aller Klassen und Schichten gegen sich auf.
 
Fakten lügen nicht: Deutschland verzeichnet seit sechs Jahren kein reales Wachstum. Die einzigen Aggregate, die Wachstum aufweisen, sind die Staatsbürokratie und der Sozialstaat, derweil der Arbeitsplatzabbau sich beschleunigt und die Firmen in Serie kollabieren.
Die Amtsgerichte registrierten für 2025 mehr als 24.000 Unternehmensinsolvenzen – zehn Prozent über dem Vorjahr, nachdem die Zahl der Pleiten bereits 2024 und 2023 um je rund 22 Prozent gestiegen war.
So sehen im Deutschland der CDU/CSU/SPD-Koalition die Rekorde aus: Im Schnitt, das hat der Chefvolkswirt der Deutschen Industrie- und Handelskammer berechnet, meldet etwa alle 20 Minuten eine Firma Insolvenz an.

Straftaten - Sagen, wer Syrer ist (WELT+)

Straftaten
Sagen, wer Syrer ist (WELT+)
Von Olaf Gersemann, Stellvertretender Chefredakteur, Stand: 19.04.2026, 4 Minuten
Medien verschweigen bei Berichten über Straftaten die Herkunft der Täter regelmäßig. Diese Selbstzensur ist ein Irrweg, der dringend hinterfragt werden muss.
Zwei Männer, 26 und 30 Jahre alt, streiten sich, schließlich zückt der Jüngere ein Messer und sticht auf den anderen ein. Der Vorfall, Mitte April geschehen im altmärkischen Stendal, findet sich als Meldung im Internet auf vielen Nachrichtenportalen, etwa bei „Stern“, „Zeit“ und auch WELT. Eine Information, die sich in der Pressemitteilung der Polizei Stendal noch gefunden hatte und die bei WELT nachträglich hinzugefügt wurde, bleibt vielfach unerwähnt: der Umstand, dass es sich bei beiden Beteiligten um Syrer handelt.
Das ist Nachrichtenalltag in Deutschland: Medien üben Selbstzensur in der beklemmend paternalistischen Auffassung, die Bürger könnten womöglich zu gut informiert werden – und müssten vor bestimmtem Wissen bewahrt werden, weil sie damit nicht richtig umgehen können.
Im konkreten Fall waren es nicht die Nachrichtenportale selbst, die eine Information zurückgehalten haben, sondern ihr Lieferant, die dpa. Die Deutsche Presseagentur, deren Geschäftsmodell es ist, Informationen breitflächig zu sammeln und dann eine kuratierte Auswahl an ihre Kunden aus den Verlagen und Rundfunkhäusern weiterzuleiten, betrachtet den Fall als berichtenswert, auch das Geschlecht und das Alter der Beteiligten – aber eben nicht deren Nationalität.
Rechtlich betrachtet, hätte die dpa die Staatsangehörigkeit ohne weiteres benennen dürfen. Sie hat diese Information aber gezielt zurückgehalten. Dabei beruft sie sich auf den sogenannten Pressekodex, eine Liste von Verhaltensgrundsätzen, die sich die Medienbranche selbst auferlegt hat. Zuletzt wurden die einschlägigen Regeln 2017 geändert, seither sind Journalisten gehalten, die „Zugehörigkeit Verdächtiger oder Täter zu ethnischen, religiösen oder anderen Minderheiten“ nur dann zu nennen, „wenn ein begründetes öffentliches Interesse besteht“.
Dankenswerterweise verhehlt der Pressekodex gar nicht, worum es ihm geht – nämlich nicht etwa um die Interessen schutzbedürftiger Tatverdächtiger, sondern um gesellschaftspolitische Ziele. Journalisten sollen sich durch die verlangte Nicht-Nennung ausdrücklich mit der hehren Sache gemeinmachen, „einer diskriminierenden Verallgemeinerung individuellen Fehlverhaltens“ entgegenzuwirken, wie es wörtlich heißt: „Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte.“ Regulierungsverliebt hat der Presserat jede Sachverhalts-Variante zu antizipieren versucht und dafür Handlungsanweisungen entwickelt, die sich „Praxis-Leitsätze“ nennen.
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