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Wie ein intoleranter Islam den Schulalltag erobert (Cicero)
Wie ein intoleranter Islam den Schulalltag erobert (Cicero)
Eine unduldsame Variante des Islam erobert in
sozialen Brennpunkten unsere Schulen. Muslimische Schüler versuchen im
Auftrag ihrer Eltern, religiöse Normen im Schulalltag zu verankern.
Viele Schulen zeigen sich hilflos, weil sie nicht als intolerant gelten
wollen.
VON RAINER WERNER am 27. Juni 2026 17 min
Immer wieder machen Berichte Schlagzeilen, muslimische Schüler hätten
ihre Mitschüler unter Druck gesetzt, um sie zu einem Allah gefälligen
Lebenswandel anzuhalten. Dabei nutzen sie virtuos die im Islam üblichen
Schlagworte „halal“ für erwünscht und „haram“ für schlecht, weil
unislamisch. Mädchen werden schon in der fünften Klasse – also im Alter
von zehn Jahren – dazu angehalten, ihre Haare unter einem Kopftuch zu
verbergen. In Hamburg ist es an einer Stadtteilschule vorgekommen, dass
muslimische Jungen ihre in Glaubensfragen eher lauen Mitschüler
gezwungen haben, während des Ramadans zu fasten. An derselben Schule
sollen muslimische Schüler auch zum Boykott des Musikunterrichts
aufgerufen haben, weil im Islam Musik „haram“ sei.
Diese Meldung ging durch die Presse, nachdem Welt-TV
darüber berichtet hatte. Auf Facebook und X verbreitete sich die
Nachricht schnell, teilweise auch in fremden Sprachen. In den Medien kam
die Islamwissenschaftlerin Yasemin Gökpinar vom Institut für Arabistik
der Ruhr-Universität Bochum zu Wort. Sie sagte, im Koran würde Musik
unter den „geächteten oder verbotenen Handlungen“ aufgeführt, wie „Spiel
um Geld, Prostitution, Alkoholgelage“, weil dadurch „eine ,Ablenkung‘
von Gottesdienst, Gebet und dem Glauben an Gott stattfindet“ (AFP vom 15. Oktober 2025).
Wenn
Schüler zum Boykott des Musikunterrichts aufrufen, machen sie sich also
eine besonders unduldsame Auslegung des Islam zu eigen, wie sie
besonders von Islamisten gepflegt wird. Waren vor Jahren der Anlass für
Mobbing unter Schülern noch der „falsche“ Musikgeschmack oder
altmodische Klamotten, geht es heute an Brennpunktschulen häufig um ein
religiös korrektes Verhalten. Man muss nicht eigens betonen, dass damit
eine neue Stufe der Intoleranz erreicht ist, weil die Privatsache
Religion plötzlich ins Rampenlicht der Öffentlichkeit gezerrt wird.
Religiöser Konformitätsdruck führt zu mehr Schulgewalt








