02 Februar 2026

Verdi-Streik - Die Straßenbahnen fahren, aber leer – dit is Berlin (WELT)

Verdi-Streik
Die Straßenbahnen fahren, aber leer – dit is Berlin (WELT)
Von Reinhard Mohr, 02.02.2026, Lesedauer: 3 Minuten
Obwohl im Nahverkehr gestreikt wird, fahren die Berliner Trams quer durch die Hauptstadt, damit die Oberleitungen nicht wieder einfrieren. Aber die Türen bleiben fest verschlossen – is ja Streik! Man fasst es nicht.
Es ist bundesweiter Verdi-Streik im Nahverkehr, und so fährt in ganz Deutschland auch keine Straßenbahn. In ganz Deutschland? Nein. In Berlin fahren die Straßenbahnen kreuz und quer durch die Stadt. Aber es sitzt außer dem Fahrer niemand drin. Es darf auch niemand einsteigen.
Es gilt die Parole: Geh‘n Se weiter, hier jibt et nüscht zu sehen, wir müssen die Oberleitungen daran hindern, wieder zu vereisen, nachdem wir sie in mühevoller Handarbeit eine Woche lang abgeschrubbt haben, und so fahren wir wie Emma, die Lokomotive, durch Lummerland von Weißensee bis Moabit und zurück, eine Runde nach der anderen. Wir nennen dit „Betriebsfahrt“.
Die leeren Züge fahren an den großen staunenden Augen der Menschen vorbei, die womöglich glauben, bei minus acht Grad und Dauerfrost würde sich vielleicht doch irgendjemand erbarmen, anhalten und die Türen aufmachen: „Komm‘ Se rin, is ja zu kalt für de Oma!“
Aber nein. Da könnte ja jeder kommen und einsteigen, um zur Arbeit zu fahren. Die Gewerkschaft Verdi kämpft um bis zu zwölf Prozent höhere Löhne für ihre Klientel mit den bombensicheren Jobs im Nahverkehr, und da kann es keine Ausnahme geben, kein Pardon und schon gar kein Zurückweichen vor den sturen Arbeitgebern.
Aber halt, wer sind noch mal die Arbeitgeber? Genau, die Kommunen, die gerade Zeter und Mordio schreien, weil sie wegen ausufernder Sozialausgaben schon mit 30 Milliarden im Minus sind; also wir alle, wir Fahrgäste, Steuerzahler und ach so „fleißigen“ Arbeitnehmer, wie der Herr Laumann von der CDU betont.
Eigentlich ist Berlin gefühlt immer uff „Betriebsfahrt“, das heißt: Man steht da, und es kommt nix. Es passiert nix, bis auf die bunten Verdi-Fähnchen, die im eisigen Wind vor dem Roten Rathaus wehen, dazu die unvermeidlichen Trillerpfeifen und die kämpferischen Plastik-Leibchen, die sich über den kleinen, aber zum Kampf entschlossenen Bäuchlein von Gewerkschaftssekretären und Gleichstellungsbeauftragt*innen wölben.

01 Februar 2026

Cicero Podcast Wirtschaft: „Wir brauchen kantige und starrköpfige Politiker“

Ökonom Jochen Andritzky im Gespräch mit Carsten Korfmacher
   Cicero Podcast Wirtschaft: „Wir brauchen kantige und starrköpfige Politiker“
Die Bundesrepublik steckt in der tiefsten Krise ihrer Geschichte. Warum Visionen fehlen, in der Politik zu viele Apparatschiks unterwegs sind und sich die Gesellschaft in kleinteiligen Pseudodebatten verliert, erläutert Ökonom Jochen Andritzky im Podcast.

29 Januar 2026

Tage vor den tödlichen Schüssen Video zeigt, wie Alex Pretti und ICE-Beamte schon einmal aneinander gerieten (WELT)

Elf Tage vor Alex Prettis Tod: Video zeigt, wie er sich mit ICE-Beamten anlegt
Tage vor den tödlichen Schüssen

Video zeigt, wie Alex Pretti und ICE-Beamte schon einmal aneinander gerieten (WELT von dpa)
Stand: 29.01.2029, 13:08 UhrLesedauer: 2 Minuten
Die Familie des in Minneapolis erschossenen US-Bürgers bestätigt, dass ein Video Alex Pretti Tage vor seinem Tod im Streit mit Einsatzkräften zeigt. Der Familienanwalt sagt, dass die tödlichen Schüsse später durch nichts zu rechtfertigen sind.
Ein neu veröffentlichtes Video zeigt den in Minneapolis erschossenen US-Bürger Alex Pretti bei einer Auseinandersetzung mit Bundesbeamten der Einwanderungsbehörde einige Tage vor seinem Tod.
Auf Aufnahmen des Portals „The News Movement“ ist zu sehen, wie ein Mann erst in Richtung eines Beamtenautos spuckt und dann zweimal gegen den wegfahrenden SUV der Behörden tritt. Dadurch fliegt ein Rücklicht des Wagens heraus. Ein Beamter bringt ihn daraufhin zu Boden, weitere Einsatzkräfte kommen hinzu. Umstehende Menschen rufen lautstark und hupen.
Prettis Familie bestätigte dem US-Sender CNN, dass es sich bei dem Mann in dem Video um Pretti handelt. Aus den Aufnahmen geht nicht hervor, was vor dem Vorfall passierte. Das Video wurde laut „The News Movement“ am 13. Januar aufgenommen – elf Tage vor dem Tod des 37-Jährigen durch Schüsse von Bundesbeamten.
Nach Angaben von „The News Movement“ sei man gerade dabei gewesen, einen Dokumentarfilm über die US-Migrationsbehörde ICE in Minneapolis zu filmen, als man einen Tipp erhalten habe, dass Bundesbeamte eine Straße blockierten. Die Aufnahmen entstanden demnach gegen 10:15 Uhr Ortszeit. An Prettis Hosenbund sei auf den Aufnahmen zudem etwas zu sehen, dass einer Waffe ähnle.
Anwalt: Nichts rechtfertigt den Tod
Steve Schleicher, Anwalt der Familie, sagte dem Sender CNN: „Nichts, was eine ganze Woche zuvor geschehen war, hätte die Tötung von Alex durch ICE am 24. Januar rechtfertigen können.“
Der Krankenpfleger Alex Pretti war am vergangenen Samstag bei einem Einsatz von Bundesbeamten in Minneapolis erschossen worden. Der Vorfall ereignete sich bei einer Konfrontation auf offener Straße und löste eine heftige Debatte über das Vorgehen der Einsatzkräfte aus. In Minneapolis kam es noch am selben Tag zu Trauerkundgebungen und Protesten, die sich rasch auf andere Städte ausweiteten. Der Tod Prettis wurde damit zum Auslöser landesweiter Empörung und erneuter Kritik an föderalen Einsätzen und deren Kontrolle.
dpa/jf

Minneapolis: Älteres Video zeigt Alex Pretti bei Auseinandersetzung mit US-Beamten (ZEIT)

Minneapolis

Älteres Video zeigt Alex Pretti bei Auseinandersetzung mit US-Beamten (ZEIT)
29.01.2025
Der "friedliche Demonstrant" Alex Pretti, wenige Tage vor seinem Tod. 
Tatsächlich ein offensichtlich gewalttätiger, instabiler Mensch, der sich mit Pistole im Hosenbund hochagressiv mit ICE-Beamten anlegt. Wird der ÖRR berichten? Oder Spiegel, FAZ, SZ, Focus...?
Das Video ist vom 13. Januar, Tage vor den tödlichen Schüssen. Das spätere Opfer Pretti, mit einer Pistole im Hosenbund, spuckt und tritt gegen das Rücklicht eines mit Bundesbeamtem besetzten Fahrzeugs.
BBC Video

28 Januar 2026

Teilzeit-Debatte - Die Ausbeutung der Fleißigen durch die Freizeit-Optimierer muss enden (Cicero)

Teilzeit-Debatte
  
Die Ausbeutung der Fleißigen durch die Freizeit-Optimierer muss enden (Cicero)
Der Vorstoß des CDU-Wirtschaftsflügels gegen das Recht auf Teilzeit-Arbeit hat die Kritik der üblichen Sozialstaatsbewahrer erfahren. Aber es ist keine „Schnapsidee“ und schon gar nicht unsozial, die im heutigen System ermöglichte Ausbeutung der Vollzeitarbeitenden zu beenden.
VON HUGO MÜLLER-VOGG am 27. Januar 2026 6 min
Was immer vom Wirtschaftsflügel der CDU/CSU vorgeschlagen wird – Kürzung der Grundsicherung für Arbeitsverweigerer, Verlängerung der Wochen- oder der Lebensarbeitszeit – die Antwort von links ist immer dieselbe: Der Abbau des Sozialstaats stehe bevor, es drohten Armut und Verelendung. So auch jetzt beim Vorstoß der Mittelstandsvereinigung von CDU/CSU, das Recht auf Teilzeit auf solche Fälle zu beschränken, in denen familiäre Umstände oder eine Aus- oder Weiterbildung einer Vollzeittätigkeit im Wege stehen.
Absehbare Kritik und Teilrückzüge
Die Reaktion von SPD, Grünen und Linkspartei, „wissenschaftlich“ flankiert von Marcel Fratzscher, dem Hausökonomen des linksgrünen Spektrums, war absehbar. Nicht völlig unerwartet kommt auch Kritik aus den Reihen der Union. Das Ganze sei eine „Schnapsidee“, schimpfte der Spitzenkandidat der rheinland-pfälzischen CDU, Gordon Schnieder. „Mit einer solchen Einschränkung zäumen wir das Pferd von der falschen Seite auf“, sagte der Vorsitzende des CDU-Sozialflügels, Dennis Radtke. Dies sei der falsche Weg, ließ der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) aus München verlauten.
CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann, einst selbst Vorsitzender der CDU-Mittelstandsvereinigung und Befürworter einschneidender Arbeitsmarktreformen, rückte von dem Vorstoß ebenfalls ab. „Der Antrag und seine verunglückte Wortwahl gehen am Kern der Debatte vorbei.“ Er bezog sich dabei auf den vom Wirtschaftsflügel verwendeten Begriff „Lifestyle-Teilzeit“. Auch einige weniger bekannte CDU-Politiker nutzen die Gelegenheit, sich als fortschrittlich und sozial zu präsentieren – auf Kosten der CDU.

Sozialstaat und Arbeitsmarkt - Wir können uns Eure Lifestyle-Teilzeit nicht mehr leisten (Cicero)

Sozialstaat und Arbeitsmarkt

Wir können uns Eure Lifestyle-Teilzeit nicht mehr leisten (Ciceero)
Teilzeit aus Freizeitgründen, alimentiert durch den Staat: Dieses Modell rechnet sich für immer mehr Arbeitnehmer. Doch kann man einen Sozialstaat, der Work-Life-Balance subventioniert und dafür Leistung entwertet, wirklich als solidarisch bezeichnen?
VON MATHIAS BRODKORB am 25. Januar 2026 5 min
Wie das Magazin Stern berichtet, will die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) der CDU den „Rechtsanspruch auf Teilzeit abschaffen“. Aus den eigenen Reihen gab es dazu prompt Kritik. Dennis Radtke, der Vorsitzende des CDU-Sozialflügels, verteidigte die „Wahlfreiheit“ der Arbeitnehmer. Allerdings wird dadurch kein einziges der objektiv bestehenden Probleme gelöst. Bereits seit einigen Jahren weisen wissenschaftliche Institute darauf hin, dass das insgesamt geleistete Arbeitsvolumen in Deutschland im historischen Trend ansteigt. Im Jahr 2024 belief es sich auf etwa 55 Milliarden Zeitstunden. Im Jahr 2005 waren es nur 47 Milliarden.
Gleichzeitig allerdings nimmt die Teilzeitquote zu. Sie liegt heute bei ungefähr 40 Prozent. Als Folge hiervon sinken die geleisteten Arbeitsstunden je Arbeitnehmer. Im Jahr 2024 waren es rund 1.300 Stunden je Kopf. Zum Vergleich: In Frankreich waren es etwa 1.500 Stunden und in den USA fast 1.800 Stunden. Hinzu kommt ein weiteres Problem - und vor allem so erklärt sich die von der MIT angestoßene Debatte. 
Bei selben Stundenlohn
Irgendwer muss die Party bezahlen
Deutschland ächzt bereits seit Jahren unter einem Fachkräftemangel, der sich in den nächsten Jahren immer weiter vergrößern wird: weniger Arbeitsstunden je Arbeitnehmer bei gleichzeitigem Fachkräftemangel und größerem Finanzbedarf durch historisch einmalige Verrentungen. Diese Rechnung kann auf Dauer nicht aufgehen. Irgendwer muss die Party auch bezahlen. Dabei will die MIT das Recht auf Teilzeit gar nicht „abschaffen“ oder „kippen“, wie es verschiedene Schlagzeilen dieser Tage nahelegen. Was sie tatsächlich abschaffen will, ist der „Rechtsanspruch auf Lifestyle-Teilzeit“.
Gemäß „Teilzeit- und Befristungsgesetz“ entscheidet der Arbeitnehmer nämlich selbst, warum er in Teilzeit gehen will. Gesundheitliche Probleme, die Betreuung von Kindern oder die Pflege von Familienangehörigen kommen als Gründe ebenso in Frage wie die eigene Work-Life-Balance. Nach einer wissenschaftlichen Studie entfallen auf dieses Motiv etwa 27 Prozent aller Teilzeitgründe. Blickt man ins Gesetz, muss der pauschale Vorstoß des MIT trotzdem Staunen machen. Ausdrücklich heißt es in Paragraf 8, der Arbeitgeber müsse dem Antrag auf Teilzeit nur stattgeben, „soweit betriebliche Gründe nicht entgegenstehen“. Wenn die ganze Debatte keinen sadistischen, sondern wirtschaftspolitischen Motiven folgt, haben die Arbeitgeber – theoretisch – längst alle Hebel in der Hand, um ihre Interessen gegen den „Lifestyle“-Wahn zu verteidigen.
Mehr Geld in Teilzeit als in Vollzeit

Gasmangellage? Viele Gasspeicher in Deutschland sind so leer wie nie zu Jahresbeginn

Gasmangellage?
Viele Gasspeicher in Deutschland sind so leer wie nie zu Jahresbeginn
Trotzdem: Für die Tagesschau am 18.01.2026 kein Grund zur Sorge. 
ChatGPT: Aktuelle Lage – gibt es eine Gasmangellage?
🔹 Noch keine offizielle Mangellage
In Deutschland wurde die Frühwarnstufe des Notfallplans Gas ausgerufen, was bedeutet, dass eine Verschlechterung der Versorgung möglich ist, aber noch keine Mangellage offiziell festgestellt wurde.
Eine "offizielle" Gasmangellage würde in Deutschland eintreten, wenn die Gasspeicher unter etwa 20 % Füllstand fallen. Dann könnte die Versorgung großer Verbraucher und – in extremen Fällen – auch Teile der Industrie eingeschränkt werden.
🔹 Gasspeicher sind deutlich niedriger gefüllt als üblich
Der Füllstand aller deutschen Gasspeicher liegt nur noch bei rund 37 % (27. Januar 2026).


Ganz anders sieht es der Insider Marcel Baldauf:
Gasmangelage/Gasnotstand Deutschland 2026
Hallo zusammen,
ich verfolge seit Wochen die meteorologischen Modelle und die täglichen Gas-Speicherdaten der europäischen Infrastruktur (GIE/AGSI). Was sich dort gerade in den Rohdaten abzeichnet, deckt sich leider nicht mit der relativen Ruhe in den Nachrichten.
Hier ist der technische Status Quo zum Wochenende (Stand 24.01.) und mein persönlicher Fahrplan für die nächsten Wochen.
  • Die Speicher-Lüge: "38% gefüllt" ist nicht die ganze Wahrheit
    Offiziell sind deutsche Gasspeicher zu ca. 38% gefüllt. Das klingt sicher. Aber wenn man in die Einzeldaten der Speicher (CSV-Rohdaten) schaut, sieht man eine gefährliche Schieflage:
    Süden (Bayern): Die Puffer sind weg. Speicher wie Wolfersberg sind technisch leer (unter 6%), Inzenham ist unter die kritische Druckmarke gefallen (<19%). Der Süden hängt jetzt fast komplett am Leitungsnetz.
    Norden: Unser größter Speicher Rehden ist quasi leer (11%).
    Osten/Sachsen (Bernburg/Lauchstädt) stützt gerade das System. Aber hier verlieren wir aktuell 1,5% Füllstand pro Tag! Bei diesem Tempo sind wir im Osten in 10 Tagen dort, wo Bayern heute ist.
    Niederlande: Unser "Notfall-Puffer" aus dem Westen ist bereits leerer als wir selbst. Von dort kommt keine Rettung. Die Niederlande ist bei 33%.
    Was denkt ihr wie lange sie das aufrechterhalten?
    Bis 30% ? Oder bis 25% ?
  • Die LNG Lüge: Warum uns die Schiffe nicht retten
    Oft hört man: "Dann kommt eben LNG aus Wilhelmshaven oder Rügen."
    Vergesst das. Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein.
    Der Bedarf: In einer Kältewelle verbraucht Deutschland über 4000-4200 GWh Gas pro Tag.
    Die LNG-Kapazität: Alle unsere Terminals zusammen schaffen im besten Fall nur ca. 400 GWh Einspeisung pro Tag.
    Das LNG deckt also gerade mal 10-12% unseres Spitzenbedarfs. Wenn die Speicher leer sind, kann LNG das riesige Loch physikalisch gar nicht füllen. Es fehlt schlicht an Einspeise-Leistung, egal wie viele Schiffe draußen warten.
  • Die "Fernwärme-Falle": Warum wir Gaskraftwerke nicht einfach abschalten können
    Ein oft gehörtes Argument ist: "Dann schalten wir eben die Gaskraftwerke ab und nutzen Kohle oder Import-Strom."
    Das ist technisch oft unmöglich.
    Viele große Gaskraftwerke arbeiten mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Das heißt: Sie produzieren nicht nur Strom, sondern sind die zentrale Heizung für ganze Stadtviertel (Fernwärme).
    Selbst wenn wir den Strom nicht bräuchten, sind diese Anlagen "Must-Run". Sie müssen laufen und Gas verbrennen, damit die angeschlossenen Wohnungen nicht auskühlen. Wir können den Gasverbrauch im Kraftwerkssektor also nicht beliebig drosseln, ohne dass Tausende Haushalte ihre Heizung verlieren. Das macht das System in einer Kältewelle extrem unflexibel.
Das Wetter-Setup (Der "Polarwirbel-Split")

26 Januar 2026

IRAN - „Die Rede ist von mehr als 30.000 Toten – an zwei Tagen“ (NZZ)

WARUM berichten unsere Qualitätsmedien und der ÖRR nicht über den verzweifelten Kampf der IRANER gegen das verbrecherische Mullah-Regime?
Ich würde mir so viel Berichterstattung über die "Einzelfälle" der Opfer migrantischen Gewalt in Deutschland und die 30.000 vom Mullah-Regime im Iran Umgebrachten wünschen wie über die 2 Opfer von ICE-Polizisten in den USA.
Auch am 26.01.2026
IRAN: Die neusten Entwicklungen
Proteste in Iran: Offenbar mehr als 30 000 Tote an zwei Protesttagen (NZZ)
Der israelische Geheimdienst soll den USA Informationen über Menschenrechtsverletzungen im Iran übermittelt haben. Demnach kam es zu Hinrichtungen von Demonstranten und zum Einsatz scharfer Munition.
NZZ-Redaktion, 25.01.2026
Bei den Massenprotesten in Iran könnten nach Informationen des «Time-Magazin» allein an zwei Tagen mehr als 30 000 Menschen getötet worden sein. Das Magazin beruft sich am Sonntag (25. 1.) auf zwei ranghohe Beamte des iranischen Gesundheitsministeriums. Demnach sollen am 8. und 9. Januar so viele Menschen von iranischen Sicherheitskräften getötet worden sein, dass die staatlichen Behörden mit der Bergung und Beseitigung der Leichen überfordert gewesen seien. Laut den Beamten gingen Leichensäcke aus und statt Krankenwagen seien LKWs genutzt worden. Das Menschenrechtsnetzwerk Hrana mit Sitz in den USA meldete nach eigenen Angaben 5495 bestätigte Todesopfer, unter ihnen 5149 Protestierende. Zusätzlich prüft Hrana 17 031 weitere
 mutmassliche Fälle. Die Aktivisten weisen darauf hin, dass Auswertung und Überprüfung von Todeszahlen Zeit in Anspruch nehmen. Seit drei Wochen gebe es Internetabschaltungen. Das genaue Ausmass der Gewalt sei deshalb noch unklar. Nach offizieller Darstellung gab es bei den Aufständen 3117 Tote. Mehr als 2400 Menschen seien bei «terroristischen Aktivitäten» ums Leben gekommen, behauptete der iranische Botschafter in Genf.
Die USA wollen mit Öl-Sanktionen die iranische Führung unter Druck setzen. Das berichtete die Deutsche-Presseagentur am Freitag (23. 1.). Im Fokus stehen neun Schiffe und deren Eigentümer und mehrere Managementfirmen, die iranisches Öl und Erdölprodukte im Wert von Hunderten Millionen Dollar transportierten, wie das amerikanische Finanzministerium mitteilte. Die USA gehen davon aus, dass damit Terror finanziert werde. Die Vereinigten Staaten wollen mit den Sanktionen Ölverkäufe verhindern und die Führung Irans finanziell schwächen.

Die Internetsperre in Iran ist gelockert, wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag (23. 1.) berichtete. Nach einer zweiwöchigen Blockade können viele Nutzer allmählich wieder online kommunizieren. Laut Daten des IT-Unternehmens Cloudflare erreichte der landesweite Datenverkehr beim Aufrufen von Webseiten inzwischen wieder rund 30 Prozent des üblichen Niveaus. «Seit Freitagmorgen ist die breitere Verfügbarkeit von Messaging-Apps bestätigt und es werden mehr VPN-Tunnel aus dem Iran hergestellt», schrieb die auf Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks auf X. Das Netz werde jedoch stark zensiert und die beobachtbare internationale Konnektivität bleibe gering.