11 Dezember 2025

Rassistischer Anschlag auf indisches Restaurant Maharaja? - Aachen

Eine herrliche Geschichte, wie sich die „Omas gegen Rechts“ und ihre linken Mitstreiter in vorauseilendem "Haltungs-Gehorsam" haben vorführen lassen.
Was war passiert?
Bereits im Sommer hat eine indische Familie Hakenkreuzschmierereien in ihren Restaurant benutzt, um einen rechtsradikalen Anschlag vorzutäuschen und Versicherungsentschädigungen zu erschleichen.
Damit wird erstmals öffentlich, was viele vermuten. Dass sowohl Linke Hakenkreuze als auch Rechte Antfasymbole schmieren können, um diese politischen Gegnern in die Schuhe zu schieben. Trotzdem werden diese trotz umgekehrter Motivation als rechte bzw linke Taten statistisch erfasst.
Aber nun zum Ablauf

27.06.2025: Rassistischer Anschlag auf indisches Restaurant Maharaja - Aachen
30.06.2025: Brand in indischem Lokal in Aachen - Ermittler prüfen rassistische Tat
08.07.2025: Die Linke: Solidarität statt Angst – Unser Platz ist an der Seite der Familie Klos
18.07.2025: Aachen: Wirtssöhne sollen Lokal selbst angezündet und beschmiert ...
18.07.2025: Brand im Maharaja: zwei Familienmitglieder festgenommen
Viele Aachener fühlten mit und demonstrierten gegen Faschismus und Rassenhass. Ein linkes Bündnis hatte gar 32‘000 Euro Spendengelder für die indischen Betrüger gesammelt. Auch die Omas gegen rechts zeigten Flagge. Heute sind sie ernüchtert über den offensichtlich selbst inszenierten Anschlag.

Und wie sie alle schön relativierten. Es interessierte die überhaupt nicht, wer die Schmiererei und warum zu verantworten hatte. Hauptsache, immer schön Haltung zeigen … die Oma bringt es auf den Punkt „Wir können nicht warten bis die Staatsanwaltschaft ermittelt hat …“ Lerneffekt gleich null. Besonders schön auch der Satz (sinngemäß): ”Aber wenn irgendwo ein Hakenkreuz auftaucht, dann können wir nicht warten, bis die Staatsanwalt fertig ermittelt hat”.

Heißt: Bei der nächsten vorgetäuschten Tat machen sie es wieder so.
Merken die eigentlich noch was? "Wenn Hakenkreuze auftauchen, stehen wir gegen Hakenkreuze" (Sozialdezernent Michael Ziemos). Hakenkreuze malt ausschließlich, wer eine Reaktion provozieren will. Die einzige Macht, die ein Hakenkreuz innehat, ist die, die ihr hysterische "Haltungzeigende" geben. Wird wohl öfters passieren, als man glaubt.
Und in der Statistik bleibt es natürlich in der Abteilung rechtsextreme Straftaten stehen.

07 Dezember 2025

Wutausbruch einer Steuerzahlerin- Der Staat bezahlt das, nicht der Beitragszahler (Netzfund)

Wutausbruch einer Steuerzahlerin (Netzfund)
„Der Staat bezahlt das, nicht der Beitragszahler.“
Hast du das wirklich gesagt Bärbel ? Laut und vor laufenden Kameras?
Das ist nicht einfach nur dumm. Das ist eine solche bodenlose, arrogante Frechheit, dass selbst die abgebrühtesten Berufspolitiker kurz rot werden müssten vor Scham. Aber nicht du. Du hast es rausgehauen, als wäre es die normalste Sache der Welt. Als wäre „der Staat“ so eine magische Geldfee, die irgendwo auf dem Mond sitzt und mit 500-Euro-Scheinen wedelt, die vom Himmel regnen.
Weißt du wer „der Staat“ ist, Bärbel?
Das bin ich.
Das ist die Krankenschwester, die nach 48 Stunden Schicht noch Überstunden schiebt.
Das ist der Handwerker, der sich den Arsch aufreißt und am Ende des Monats trotzdem nur knapp über die Runden kommt.
Das ist jeder verdammte Steuerzahler, dessen Blut, Schweiß und Nerven du und deinesgleichen mit voller Absicht verpulvert – für Gendersternchen-Beauftragte, für Studien über die Befindlichkeit von Regenwürmern bei Windkraftanlagen, für eure Diäten, für eure Dienstwagen-Chauffeure, für euer selbstgefälliges „Wir schaffen das“-Gehabe, während der normale Bürger die Rechnung präsentiert bekommt.
Du stehst da in deinem teuren Blazer, den übrigens auch „der Staat“ bezahlt hat, und wagst es, den Leuten ins Gesicht zu lügen, dass ihr Geld nicht ihr Geld sei.
Das ist nicht nur Realitätsverlust.
Das ist Diebstahl mit Ankündigung.
Das ist Verachtung in Reinform.
Du hast nicht nur nicht kapiert, womit du da „um dich schmeißt“ – du hast bewusst die Wahrheit verdreht, weil es bequemer ist, weil es eure maßlose Verschwendung kaschiert, weil ihr euch mittlerweile für Götter haltet, die über das Geld anderer Leute verfügen dürfen, ohne auch nur eine Sekunde Rechenschaft ablegen zu müssen.
Deshalb BITTE:
Geh nach Hause.
Tritt zurück.
Und zwar heute noch.
Ihr seid nicht die Lösung – sondern das verdammte Problem!
PS.
Die SPD ist zu einer Partei der Staatsbediensteten, woken Akademiker und Alimentierten verkommen, die von einer wirtschaftlichen Substanz leben wollen, zu deren Erwirtschaftung sie nichts beitragen, deren Entstehungsbedingungen sie nicht verstehen und deren Grundlagen sie durch ihre Politik aktiv zerstören.

Brandbrief aus Hessen: Lehrer beschreiben Folgen jener Politik, die Kritiker verleumdet hat (TE)

Ein Land fährt vor die Wand
Brandbrief aus Hessen: Lehrer beschreiben Folgen jener Politik, die Kritiker verleumdet hat (TE)
Von Josef Kraus, Di, 2. Dezember 2025
In einem Brandbrief beklagen 1.100 hessische Lehrer, dass viele Kinder keinen Stift halten, kaum Deutsch sprechen und elementare Alltagsfähigkeiten verloren gehen. Jahrzehntelang wurden Warnungen vor genau diesem Absturz als „alarmistisch“ oder „rechts“ diffamiert – nun steht das Bildungssystem vor dem Schaden, den seine eigenen Ideologen angerichtet haben.
Auf den ersten Blick ist es eine realistische Beschreibung der Schülerschaft, die sich heute in unseren Schulen tummelt: Grundschülern beherrschen nicht einmal mehr die einfachsten, selbstverständlichsten praktischen Fertigkeiten: Stifte richtig halten, zuhören, mitdenken und nachfragen, schneiden, kleben, halbwegs verständlich kommunizieren, Toilette selbständig aufsuchen, Toilettenpapier nutzen, selbständig aus- und anziehen, längere Zeit aufrecht sitzen, Schuhe binden …. Immer weniger Kinder wollen sich anstrengen, Ordnung halten, Regeln anerkennen, immer weniger verfügen über ein gewisses Maß an Frustrationstoleranz und die Fähigkeit, sich fair zu streiten. Und: Immer weniger beherrschen die Unterrichtssprache Deutsch.
Jetzt schlagen fast 1.100 Grundschullehrer aus Hessen in einem Brandbrief Alarm. Ende November übergab die hessische Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) dem hessischen Kultusministerium eine Resolution: voller Klagen über Defizite der Grundschüler und Forderungen für bessere Arbeitsbedingungen. Die Initiatorinnen fordern „ein anderes Problembewusstsein und mehr Unterstützung“ vom Ministerium: dafür mehr qualifizierte Lehrer, mehr Psychologen und Klassen mit maximal 20 Kindern in Grundschulen.
Eine der Initiatorinnen, die stellvertretende hessische GEW-Vorsitzende Heike Ackermann (60), sagte zu BILD: „Die Schüler wurden von der Politik allein gelassen und wir Lehrer auch.“ Heike Ackermann, selbst Grundschullehrerin, fügt hinzu: „Die Kinder tragen keine Schuld.“ Ackermann erklärte, viele Lehrkräfte an Grundschulen seien an ihrer Belastungsgrenze angelangt. „Seit Jahren fordern wir kleinere Klassen, mehr multiprofessionelle Teams und mehr Zeit für die pädagogische Arbeit.“
Nicht vergessen: „Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht.“ So steht es zumindest  im Grundgesetz Artikel 6 Absatz 2.

06 Dezember 2025

The German Angst

The German Angst
Netzfund auf FB
Zitat:
"Aus Angst vor dem Wetter der Zukunft haben wir unsere Industrie zerstört.
Aus Angst vor dem Strahlentod sind wir der grünen Ideologie in die Zerstörung der Atomkraftwerke gefolgt.
Aus Angst vor höchst fragwürdigen Temperatur-Modellierungen haben wir den Verbrennungsmotor verboten, der uns reich gemacht hat.
Aus Angst vor 1,5 Grad sabotieren wir die wirtschaftliche Lebensgrundlage von Millionen Menschen.
Aus Angst vor der neuen Grippe haben wir unsere Kinder in die Folter der Isolation geworfen, Freundschaften beendet, Alte einsam sterben lassen, die Papiere von Verwandten kontrolliert, Nachbarn denunziert.
Aus Angst, als irgendwie rechts zu gelten, haben wir einer islamistischen Invasion die Tür geöffnet, statt bedingungslos unsere Werte und vor allem unsere Töchter zu beschützen.
Aus Angst vor Putin haben wir uns uns in historisch erdrückende Schulden gestürzt.
Aus Angst vor Ausgrenzung behaupten Menschen offenkundig verrücktes Zeug, wie „Die AfD würde unsere Wirtschaft zerstören“, während alle anderen Parteien unsere Wirtschaft zerstören.
Aus Angst vor dem Mob auf Social Media behaupten wir, dass Männer zu Frauen werden können, dass lebensgefährliche Fettleibigkeit Body Positivity wäre.
Aus Angst um die Demokratie soll die Opposition verboten werden.

Aus Angst vor Kritik wird die freie Rede kriminalisiert. Keine Generation in der Geschichte unseres Landes hat je solche Angst vor Worten gehabt wie die Generation, die unser Land regiert."

Zitat Ende

Skandalöse Klimastudie Dubiose - Verstrickungen hinter widerrufener Katastrophenprognose (WELT+)

Skandalöse Klimastudie
Dubiose Verstrickungen hinter widerrufener Katastrophenprognose (WELT+)
Von Axel Bojanowski, Chefreporter Wissenschaft, 05.12.2025, Lesedauer: 6 Minuten
Eine dramatische Klimavorhersage des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung machte weltweit Schlagzeilen und beeinflusste Politik und Banken. Jetzt muss die Studie zurückgezogen werden – die Affäre offenbart ein zweifelhaftes Netzwerk.
Im April 2024 erschien im bedeutenden Wissenschaftsmagazin „Nature“ eine Studie des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), die weltweit Schlagzeilen machte. Selbst bei sofortigem Rückgang der CO₂-Emissionen sei die Weltwirtschaft bis 2050 aufgrund des bereits verursachten Klimawandels zu einem Einbruch um 19 Prozent verdammt.
„Der Klimawandel bedroht die Weltwirtschaft“, titelte die „Tagesschau“, „Klimakrise kostet 38 Billionen Dollar pro Jahr“, schlagzeilte der „Spiegel“. Die Arbeit avancierte zur am zweitmeisten zitierten Klimastudie 2024 und fand hohe Beachtung in Politik und Finanzwelt. Nun hat „Nature“ die Studie von PIK-Forscher Anders Levermann und seinen Kollegen nach heftigen Protesten aus der Fachwelt wegen schwerer Mängel zurückgezogen.
Die Affäre offenbart bedenkliche Verstrickungen. „Nature“ hatte die Studie trotz der Einsprüche von begutachtenden Forschern publiziert und monatelange Kritiken ignoriert. Internationale Institutionen wie OECD und Weltbank sowie die US-Regierung nahmen die Zahlen der Studie als orientierende Richtwerte, und das „Network for Greening the Financial System“ (NGFS), ein Zusammenschluss von Zentralbanken, integrierte die Ergebnisse in seine Klimarisikoszenarien.
Studien wie jene des PIK haben damit Auswirkungen auf jeden Bürger: Beispielsweise lässt die Europäische Zentralbank EZB ihre Banken-Stresstests von NGFS-Szenarien ableiten, um Geldpolitik auf Klimarisiken zu testen.
Wissenschaftler melden „große Bedenken“
Die Politikforscherin Jessica Weinkle von der University of North Carolina-Wilmington sieht „schwerwiegende Interessenkonflikte“, denn das PIK ist wirtschaftlich mit dem NGFS verflochten – über die einflussreiche Klimaschutz-Stiftung „Climate Works“, ein wichtiger Sponsor des NGFS, die auch das PIK für die Berechnung von NGFS-Szenarien bezahlt.
Schon vor Veröffentlichung hatten alle vier begutachtenden Wissenschaftler gravierende Mängel an der Studie festgestellt. „Leider muss ich Sie darauf aufmerksam machen, dass die statistische Methodik, auf die sich die Forschungsarbeit mit dem Titel stützt, keinerlei wissenschaftliche Grundlage hat“, monierte ein Gutachter in erstaunlicher Deutlichkeit. Ein weiterer schrieb: „Ich habe große Bedenken hinsichtlich der Unsicherheit und Gültigkeit des empirischen Modells, das sie erstellt und für die Prognosen verwendet haben“.
„Nature“ habe sich „in einen Fußabtreter verwandelt“, lästert Weinkle über die Ignoranz des Wissenschaftsmagazins. Denn auch direkt nach Veröffentlichung der Studie hagelte es Proteste.

04 Dezember 2025

Junge Gruppe Spahn soll junge Abgeordnete im Rentenstreit unter Druck gesetzt haben – Union dementiert (WELT+)

Abgeordnete werfen Spahn im Rentenstreit Einschüchterung vor.
04.12.2025
Er habe in der Rentenfrage vor möglichen Konsequenzen für zukünftige Listenplätze gewarnt. Das berichten mehrere Mitglieder der Jungen Gruppe. Die Union dementiert.
Doch die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) und „Bild“ berichteten unter Verweis auf mehrere Abgeordnete, Spahn habe angedeutet, sie könnten ihren Listenplatz für die nächste Bundestagswahl verlieren. Die Betroffenen werteten dies demnach als Drohung.
Soweit die Lage vor der morgigen Abstimmung.
Interessant ist aber etwas ganz anderes, das von Niemanden thematisiert wird. Hier wird noch einmal besonders deutlich, dass nicht die Wähler über die Zusammensetzung von Parlamenten bestimmen, sondern Parteistrategen auf allen Parteiebenen. Was hat das mit Demokratie als Herrschaft des Volkes zu tun?

Stell die vor, du wärst 1900 geboren - Was unsere Großeltern mitgemacht haben (Netzfund)

Was unsere Großeltern mitgemacht haben
"Stell dir vor, du wärst 1900 geboren. (Netzfund)
Wenn du 14 bis, beginnt der erste Weltkrieg. Der endet mit 22 Millionen Toten.
Kurz darauf eine weltweite Pandemie. Eine Grippe "tötet 50 Millionen Menschen. Du kommst lebendig und frei raus. Du bist 20.
Dann überlebt man mit 29 Jahren die weltweite Wirtschaftskrise, die mit dem Zusammenbruch der New Yorker Börse begonnen hat, was Inflation, Arbeitslosigkeit und Hunger verursacht.
Mit 33 kommen dann die Nazis an die Macht.
Du bist 39, wenn der Zweite Weltkrieg beginnt und er endet, wenn du 45 bist und  während des Holocaust (Shoah) 6 Millionen Juden sterben. Insgesamt wird es mehr als 60 Millionen Tote geben.
Wenn du 52 bist, beginnt der Korea-Krieg und wenn du 64 bist, der Vietnamkrieg. Der endet, wenn du 75. bist

Jemand, der 1985 geboren wurde, glaubt, dass seine Großeltern keine Ahnung haben, wie schwierig das Leben ist, obwohl die mehrere Kriege und Katastrophen überlebten.

Ein Junge, der 2000 geboren wurde und heute 25 Jahre alt ist, glaubt, dass es das Ende der Welt sei, wenn sein Amazon-Paket mehr als drei Tage braucht, um einzutreffen oder wenn er nicht mehr als 15 ′′ Likes ′′ für sein gepostetes Foto erhält auf Facebook oder Instagram...
2025 leben viele von uns im Komfort, haben Zugang zu verschiedenen Quellen des Spaßes zu Hause und wir haben oft mehr als nötig. Aber die Leute beschweren sich über alles.
Sie haben Strom, Telefon, Essen, heißes Wasser und Dach über dem Kopf. Nichts davon existierte früher. Die Menschheit überlebte viel ernstere Umstände und verlor nie die Lebensfreude.
Vielleicht ist es an der Zeit, weniger selbstsüchtig zu sein, aufzuhören zu jammern und zu weinen."
Text : (Anonym)

Kommunen plagen Milliardenschulden - Wie unsere Städte sterben (Focus-Briefing)

Kommunen plagen Milliardenschulden
Wie unsere Städte sterben (Focus-Briefing)
Thomas Tuma, 04.12.2025
Liebe Leserin, Lieber Leser,
kennen Sie das? Man kommt nach Jahren wieder in eine Stadt – und ist – gelinde gesagt – überrascht, was sich alles verändert hat. Selten zum Guten. Ich bin oft unterwegs im Land. Und oft überrascht. In Würzburg wie in Wuppertal, in Bad Godesberg, Göttingen, Gütersloh – überall Geschäftsruinen und Ein-Euro-Shops, Döner-Buden und Dysfunktionalität. Wir führen die völlig falsche „Stadtbild“-Debatte, scheint mir.
Die Lage ist ernst. Diese Woche meldete das Statistische Bundesamt einen neuen Schuldenrekord der Kommunen: 343,8 Milliarden Euro. Die Zahl mag abstrakt wirken, die Realität ist sehr konkret: Dreck, Verfall, Apathie. Heute trifft sich die Ministerpräsidentenkonferenz, also die Runde der Regierungschefs der Länder, mit dem Kanzler. Es wird auch ums Geld gehen. Die Schulden haben indes viele Ursachen.
Selbst Amazon ist mitverantwortlich
an der Verelendung vieler Innenstädte – und damit wir alle. Wenn immer mehr online gekauft wird, geht Ladenbesitzern eben die Luft aus. Überhaupt sorgen Strukturwandel, mieses Konsumklima und globaler Konkurrenzdruck dafür, dass selbst in den Paradebranchen der Exportrepublik Deutschland wie Auto, Chemie und Maschinenbau immer mehr Jobs bedroht sind.
Weniger Firmen und Arbeitsplätze bedeuten weniger Steuern, also weniger Geld für vieles, was eine Stadt lebens- und liebenswert macht. So einfach ist das. Dann verkommen Schulen, Schwimmbäder, Theater, Marktplätze... Es ist aber nicht nur aus strukturellen Gründen weniger Geld da. Städte und Gemeinden müssen auch immer mehr ausgeben für Dinge, die früher schlicht weniger wichtig waren.
Es geht um Flüchtlingsunterkünfte, Integrationsleistungen und Sozialausgaben aller Art. Die Folge: Die finanzielle Lage der Kommunen ist aus Sicht von Städtetags-Präsident Burkhard Jung verheerend: „Sie können nicht mehr“, ihre Haushalte kollabieren reihenweise, sagt er. Die Kommunen leisten laut Jung zwar rund ein Viertel der gesamtstaatlichen Ausgaben, erhalten aber nur ein Siebtel der Steuereinnahmen.
Das Einzige, was in den Städten noch wächst, ist das Defizit. Dieses Jahr wohl um mindestens weitere 30 Milliarden Euro, schätzt Jung, der zugleich SPD-Oberbürgermeister von Leipzig ist. Das kommt dabei raus, wenn in Berlin Politik gemacht wird, die draußen im Land bezahlt werden soll.
Verständlich, dass die Länder ein neues Prinzip fordern, die „Veranlassungskonnexität“, oder klarer: Wer bestellt, zahlt! „Was wir brauchen, ist eine verbindliche, unverrückbare Regelung, die automatisch Kompensationszahlungen auslöst, wenn der Bund neue Aufgaben schafft“, sagte Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) meinem Kollegen Leon Werner (hier geht’s zu seinem Text auf FOCUS+). Es wird da schnell sehr kompliziert. Zu kompliziert für Empörungs-Hashtags.
Schön wäre es schon, wenn der Bund endlich mal verstünde, dass Schluss sein muss mit gedankenlosen Wünsch-dir-was-Spielchen. Da sind sich draußen im Land übrigens mal alle Stadtväter und -mütter herrlich einig. Über Parteigrenzen und Ideologien hinweg. Der pragmatisch-unverstellte Blick auf Realitäten – er könnte dem Land schon sehr helfen.