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Rentenwahlkampf: Wie die Ost-CDU den AfD-Aufstieg befördert
Gabor Steingart, 05.08.2026
Rentenwahlkampf: Wie die Ost-CDU den AfD-Aufstieg befördert
Gabor Steingart, 05.08.2026
Guten Morgen,
der Wahltag in Sachsen-Anhalt ist noch 32 Tage entfernt. Aber die CDU tut alles dafür, dass das kein guter Tag für sie wird.
Die
AfD führt laut aktuellem Sachsen-Anhalt-Trend mit 41 zu 24 Prozent vor
der CDU, und man hat das Gefühl, die Funktions- und Würdenträger der
Christdemokraten arbeiten mit einem Fünf-Punkte-Programm zielstrebig
daran, diesen Abstand noch zu vergrößern.
#1 Geschlossenheit? Nein, danke!
Wissend, dass
die Wähler einer bürgerlichen Partei der Geschlossenheit ihrer
Formation eine besondere Bedeutung beimessen, wird diese Geschlossenheit
mutwillig infrage gestellt. Die Aufkündigung des Rentenkompromisses, der von drei ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten ausging – Michael Kretschmer, Sven Schulze und Mario Voigt –, bedeutet eine grobe Loyalitätsverweigerung gegenüber der Bundespartei und der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag.
Damit setzen die drei ostdeutschen Musketiere den gerade mit großer Einmütigkeit gewählten Fraktionschef von CDU und CSU, Thorsten Frei, einem ersten Belastungstest
aus. Frei, am 29. Juli mit 91,9 Prozent zum Fraktionsvorsitzenden
gewählt, hat die Machtprobe dann auch unverzüglich erwidert. Er sehe,
sagte er bei Welt-TV, bei der Abschaffung der abschlagsfreien
Rente „keinen Verhandlungsspielraum“; ein Nachgeben gefährde das gesamte
Vorhaben. Damit ist die Zerrissenheit der Union vor aller Augen dokumentiert.
#2 Der stille Tod der Rentenreform









