Hans Reime: Meine Presseschau
Ich werte Medien aus, die dem Mainstream nicht immer entsprechen. Vorsicht: leichte Kontaktschuldgefahr (WELT, NZZ, Pioneer, Cicero, Focus) - Vorsicht: große Kontaktschuldgefahr: Alternative Medien (NIUS, Tichys Einblick, EpochTimes, Apollo News)
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17 September 2026
Medien-Wirrwarr um „Polizistin“ - Liebe Kollegen, der Täter ist ein Mann! (Cicero)
The Pioneer - Kanzlersturz: Das Playbook des Wechsels
Gabor Steingart, 17.09.2023, 18 Min
Die Menschen können darauf vertrauen, dass wir ihre Probleme angehen. Als Ministerpräsidenten wollen und werden wir gemeinsam mit dem Bundeskanzler unseren Beitrag dazu leisten.
16 September 2026
The Pioneer - Die drei größten Gemeinheiten des Steuerstaates
Mail von Martenstein - Lieber Markus Söder - 16.09.2026
Lieber Markus Söder,
Jetzt haben Sie gesagt: „Wer per Haftbefehl gesucht wird, darf keinen Anspruch auf Grundsicherung haben. Das muss sich sofort ändern.“
Eine überwältigende Mehrheit unserer Bevölkerung dürfte Ihnen da zustimmen. Beim ZDF heißt es auf der Homepage: Die per Haftbefehl Gesuchten könnten doch auch unschuldig sein! Gewiss. Mein Rat: Dann stellt euch der Polizei.Das, was Sie heute fordern, Herr Söder, hat schon vor einiger Zeit die AfD im Bundestag als Antrag gestellt, Drucksache 21/2222, keine Grundsicherung bei Haftbefehl. Es wurde abgelehnt, mit den Stimmen von CDU, CSU, SPD, Grünen und Linken.
Das ist der Wahnsinn, in den die Brandmauer unser Land hineingetrieben hat: Wer CDU-Politik will, kann nicht mehr CDU wählen. Wer genau das möchte, was Söder fordert, wird sich gut überlegen, ob er bei der CSU an der richtigen Adresse ist.Sie haben sich von der Linken und manchen Medien Handschellen anlegen lassen. Ich verstehe, dass Sie Angst haben vor dem Sturm. Sie werden zehn Mal auf dem „Spiegel“-Titel mit Hitlerbärtchen zu sehen sein. Aber das sollte Ihnen egal sein. Helmut Kohl war so was auch egal.
Denn richtig ist richtig. Und falsch ist falsch.Mit freundlichen Grüßen
Harald Martenstein
11 September 2026
Mail von Martenstein - Sehr geehrte Silke Müller - 11.09.2026
Sehr geehrte Silke Müller,
Sie traten in der „Tagesschau“ als „Bildungsexpertin“ auf. Sie sagen: Bildungsförderalismus soll abgeschafft werden.
Das wichtigste Ergebnis dieser Reform wäre wohl, dass auch in Bayern der Analphabetismus wächst.Sie wollen, dass schon ab Klasse 1 „digitale Ethik“ und „Medienkompetenz“ gelehrt wird – Kindern, die noch nicht lesen können? Eine Schnapsidee. Es sollen überall „Pädagogen für Beziehungsarbeit“ eingestellt werden. Wie wäre es zusätzlich mit einem Meerschweinchenkäfig in jedem Klassenzimmer? Diese satirische Idee verdanke ich der Journalistin Susanne Gaschke.
Expertinnen wie Sie sind Teil des Problems. Wir leben „im Luftreich des Traums“, wie Heinrich Heine über die Deutschen schrieb.Unter Kaiser Wilhelm, 1912, lag die Analphabetenrate bei 0,02 Prozent. Heute können 20 Prozent höchstens einzelne Worte entziffern.
Für Staaten, die versagen, gibt es in China den hübschen Ausdruck „ein Land, in dem die Vögel keine Eier legen“.Harald Martenstein
10 September 2026
Mail von Martenstein - Sehr geehrter Herr Bundeskanzler - 10.09.2026
Siegmund „täuscht die Wähler“, behaupten Sie. Was ist mit Ihrem Gedächtnis los?
Ich glaube, Sie haben nach Ihrer Wahl zum Links-ist-vorbei-Kanzler bis ins letzte Detail das exakte Gegenteil dessen getan, was Sie den Leuten vorher versprochen hatten. Okay, ich übertreibe, aber nur leicht. Ihr Vorwurf ist etwa so abwegig, als ob ausgerechnet Donald Trump einer Filmdiva vorwirft, sie schwindele mit ihrem Alter.Die AfD plant, laut ihrer Aussage, „ethnische Säuberungen“. Mit diesem Wort ist die gewaltsame Vertreibung von Bevölkerungsgruppen gemeint. Gibt es dafür einen Beleg? Wieso nennen Sie ihn nicht? Falls ja, muss diese Partei verboten werden. Falls nein, sagen Sie die Unwahrheit. Sie sollten Verständnis haben für Leute, die’s mit der Wahrheit nicht genau nehmen.
Ich weiß, Ihnen steht das Wasser bis zum Hals. Sie werden auf diese Art aber keinen einzigen AfD-Wähler zurückholen. Sich selbst retten Sie so auch nicht.Hochachtungsvoll
Harald Martenstein
09 September 2026
Mail von Martenstein - Lieber Hendrik Wüst - 09.09.2026
Lieber Hendrik Wüst,
Ich sehe zwei praktische Probleme.
Erstens, die AfD könnte sich unter anderem Namen einfach neu gründen. Deshalb wäre es praktischer, wenn man das Verbot allgemeiner fasst. Etwa so: Oppositionsparteien, die mehr Stimmen als die CDU bekommen, sind laut Demokratie-Schutz-Gesetz automatisch verboten. Außerdem gehen mit so einem Parteiverbot fast immer Massenverhaftungen einher. Beim letzten Verbot – die KPD, 1956 – landeten Zigtausende im Knast, allein 6400 Mitglieder der Jugendorganisation FDJ.Wir müssen also erst mal Platz in unseren überfüllten Gefängnissen schaffen. Wenn man Koks-Dealer freilässt, um stattdessen Ulrich Siegmund hinter Gitter zu bringen, könnte das allerdings landesweit für eine gewisse Unruhe sorgen, also für weitere Verhaftungen. Zum Glück haben wir in Berlin eine Menge Platz für Zelte, zum Beispiel das Tempelhofer Feld.
Das wollen Sie!Fragt Ihr Harald Martenstein
08 September 2026
Mail von Martenstein - Lieber Sven Schulze - 08.09.2026
Lieber Sven Schulze,
Sie haben also mehr Größe gezeigt als viele andere, die an diesem Abend im Fernsehen waren. Besonders klein war Luigi Pantisano von der Linken, als er den AfD-Chef Tino Chrupalla als „Flachzange“ beschimpfte.
Jeder weiß, dass Sie nicht der Alleinschuldige am CDU-Desaster sind. Es kam viel zusammen.Die Richtung, in die es geht, bestimmt das Volk. Die Mehrheit will keine Pantisanos. Sie will auch keine Nazis.
Viele wollen ein Deutschland, wie Gerhard Schröder es einst an Angela Merkel übergeben hatte, mit maßvoller Migration, konkurrenzfähiger Wirtschaft, guter Infrastruktur und sicheren Parks.Wegen der Brandmauer kann die CDU dem Volk das nicht liefern. Deshalb setzen immer mehr Leute ihre Hoffnungen in die AfD. Ob zu Recht, wird man sehen.
Wie gesagt: Das ist Demokratie. Ein weiser Satz, Herr Schulze.Herzlich Ihr
Harald Martenstein







