30 April 2026

Merz Klagelied

Merz Klagelied
Dem Spiegel sagte Merz: „Schröder hatte mit hartem Widerstand zu kämpfen, aber er wurde nicht so angefeindet, wie ich angefeindet werde. Ich bin nur gelegentlich auf Social Media unterwegs. Aber wenn Sie mal schauen, was dort über mich verbreitet wird, wie ich da angegriffen und herabgewürdigt werde – kein Bundeskanzler vor mir hat so etwas ertragen müssen. Ich beschwere mich nicht darüber, aber so ist es.“ ...« Und auf Phönix: „Dass in den sozialen Netzwerken jeder anonym einfach sagen kann, was er geradeso denkt und wie er denkt. Und das in einer Sprache, die ich einfach schwer erträglich finde. Ich muss das ertragen. Ich kann`s nicht ändern. Das vergiftet das politische Klima im Land. Ich find‘s bedauerlich." 
Olaf Scholz: "Wer boxt, sollte kein Glaskinn haben".
Politik ist ein Kampfsport, wer hat’s noch gleich gesagt? Natürlich Helmut Schmidt! Sie klagen in einem „Spiegel“-Interview darüber, dass Sie so „angegriffen und herabgewürdigt“ werden wie kein Bundeskanzler vor Ihnen. Niemand anderer habe „so etwas ertragen müssen“.
Das ist nicht ganz richtig. Gegen den Kanzlerkandidaten Willy Brandt zum Beispiel führte die Union eine Kampagne unterhalb sämtlicher Gürtellinien. Brandt wurde sogar vorgeworfen, dass er unehelich geboren wurde. Helmut Kohl aber musste es sich jahrelang gefallen lassen, als „Birne“ verspottet zu werden.

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