11 Mai 2026

Der schwarze Kanal - Höcke-Podcast zeigt: Linke Diskurswächter verlieren Hoheit (Focus-Online)

Kennen Sie den Streisand-Effekt? Wie der funktioniert hat der SPIEGEL in eindrucksvoller Weise vorgeführt: Der Streisand-Effekt bezeichnet ein soziologisches Phänomen, bei dem der ungeschickte Versuch, eine unliebsame Information zu unterdrücken, das genaue Gegenteil bewirkt, weil er die öffentliche Aufmerksamkeit auf ebendiese Information lenkt und so ihre allgemeine Verbreitung fördert. Als der SPIEGEL nebenstehende Schlagzeile postete, stieg das Interesse am Postcast "ungescriptet" von durchschnitllich 800.000 auf über 3 Mio. Aufrufe in 6 Tagen.
Dazu "Der schwarze Kanal"
Höcke-Podcast zeigt: Linke Diskurswächter verlieren Hoheit (Focus-Online)
, Sonntag, 10.05.2026
Während der Höcke-Podcast von „ungeskriptet” drei Millionen Mal gesehen wurde, fordert die SPD-Frau Saskia Esken einen Wirtschaftsboykott. Jan Fleischhauer ist überzeugt: Den Kampf haben die linken Diskurswächter längst verloren.
Mehr als viereinhalb Stunden hat der Podcaster Benjamin Berndt den Thüringer AfD-Vorsitzenden Björn Höcke interviewt und damit ein Millionenpublikum erreicht. Jan Fleischhauer sieht hinter dem Boykottaufruf der ehemaligen SPD-Vorsitzenden Saskia Esken ein Ziel:
"Linkes Lager will digitalen Raum neu ordnen"
Letztlich gehe es darum, "das Ding zu erledigen. Niemand dürfe mehr in diesen Podcast gehen, weil da saß mal Björn Höcke." Und: "Aufrufe an die Werbeindustrie. Da durfte jetzt keine Werbung mehr statt finden, um den finanziell den Stecker zu ziehen".
Für Fleischhauer ist das letztlich "ein Ausdruck der Ohnmacht, die man im linken Lager empfindet". Obendrein sei es "undemokratisch, dass man zu diesen Methoden greifen muss, um auch den digitalen Raum in seinem Sinne jetzt neu zu ordnen."
Es gebe eine Reihe von Angeboten, "die sich an bestimmte Sprachregelungen nicht mehr halten, an bestimmte Vorgaben nicht mehr halten." Und die auch "diesen Leuten Raum geben, wie es so schön heißt" für ein Publikum, das es interessiert.
Leichter Zugang zu Podcasts passt Diskurswächtern nicht
Diese Medienangebote der Podcastwelt seien aber im Grunde "superdemokratisch":  Die Eintrittsbarriere in diese Welt sei relativ gering. Jeder könne das machen: "Und das passt natürlich den Diskurswächtern nicht."
Doch die Boykottaufrufe bewirken laut Fleischhauer das Gegenteil. Die Diskurswächter verlieren am Ende: Er spricht vom "Streisand-Effekt": Wer aufgefordert wird, nicht hinzuschauen, schaue erst recht hin.