Halt, Friedrich! Lauf nicht weg! Welche Reformen denn jetzt? „Ganz konkret“, hast du gesagt, aber was kommt denn nun, und wann? „Im Lauf des Jahres“ und „einige“, das klingt nicht allzu dringlich und erst recht nicht nach jenen einschneidenden Veränderungen, die dringend nötig wären.
Im Video fehlt es zudem an zweierlei: Frauen (kommen nicht vor) und
Farben. Eine solche Motivationsansprache ist peinlich, zynisch und
dreist. Deutschland 2026 funktioniert kaum noch, die Probleme sind
bekannt. Die Infrastruktur ist marode: Brücken, die man nicht repariert,
weil das Geld für 5,5 Millionen Transferleistungsempfänger draufgeht, auf die kaum Druck ausgeübt wird, da die SPD das für Folter hält. Aus dem Ruder gelaufene Migration, die das Land immer noch destabilisiert. Fatale Energiepolitik mit der Folge industrieller Selbstzerstörung. Einstige Entwicklungsländer ziehen an uns vorbei, denn wir sind auf dem Weltmarkt nicht mehr konkurrenzfähig. Aber Entwicklungshilfe zahlen wir trotzdem!
Ein gefräßiger Staat mit einer Staatsquote von mehr als 50 Prozent, der sich nicht spürbar anstrengt, schlanker und effizienter zu werden. Der arbeitende Bürger finanziert ein Paralleluniversum aus Sozialleistungen, Klimafonds und EU-Transfers – und ernährt ein Heer bräsiger und unproduktiver Apparatschiks mit Beamtenstatus und krisenfester Altersversorgung.
Wer im öffentlichen Dienst faulenzt, hat als schlimmste Konsequenz zu befürchten, dass er nicht weiter befördert wird. Wer im Bürgergeld lebt, kann sich bald als letzter eine Wohnung in München leisten, weil der Staat sie bezahlt. Die Deutschen kriegen kein zweites Kind mehr, weil sie sich das gefühlt nicht mehr leisten können. Und der Kanzler hält ihnen einen Vortrag, sie sollten „sich anstrengen“?
Die Menschen, die dieses Land wirklich am Laufen halten und sein Versagen jeden Tag hautnah erleben, im Stau, im verspäteten ICE, in der verfallenden Schule – diese Menschen sind die einzigen, die sich wahrhaftig anstrengen. Es wäre schon viel gewonnen, wenn der Staat sie dabei unterstützte, statt sie zu behindern und zu belehren.

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