Nordstream-Pipelines: Von der CIA ausgebildete Ukrainer sollen hinter dem Anschlag stecken (Apollo News)
Demnach soll die Sprengung der Pipeline nicht direkt durch einen Geheimdienst durchgeführt worden sein, sondern durch eine kleine Gruppe, angeführt von zwei ehemaligen ukrainischen Geheimdienstagenten, die jedoch durch den amerikanischen Auslandsgeheimdienst CIA ausgebildet worden waren.
Inwieweit die jeweiligen Geheimdienste der USA und der Ukraine involviert waren, ist derweil noch größtenteils unklar, doch die CIA soll den Drahtziehern zumindest Unterstützung angeboten haben, wie Schröm und Thiele berichten. Als der niederländische Geheimdienst Wind von dem Plan der Gruppe bekommen haben soll, soll die CIA jedoch umgeschwenkt sein und eine Warnung an die europäischen Partner herausgegeben haben. Der ukrainische Präsident Selenskyj selbst soll über die geplante Operation nicht informiert worden sein – ihm hätten nur unkonkrete Informationen vorgelegen.
Anders sieht es laut Schröm und Thiele bei der deutschen Bundesregierung aus: Der Kanzleramtschef des damaligen Bundeskanzlers Olaf Scholz, Wolfgang Schmidt, der in dieser Funktion auch für die Geheimdienste verantwortlich ist, soll bereits im Vorfeld des Anschlags eine sehr konkrete Warnung durch den niederländischen Geheimdienst erhalten haben.
Schröm und Thiele legen außerdem nahe, dass Schmidt im Nachgang des
Anschlags seine Kontakte in den Medien genutzt habe, um die Ukraine als
für den Anschlag verantwortlich darzustellen – und somit eine politische
Ablehnung von Waffenlieferungen an das Land vertretbar zu machen. Die
beiden werfen vielen Journalisten enge Verbindungen zum Kanzleramtschef
vor – als Name fällt dabei explizit der des Zeit-Journalisten Holger Stark.
Dieser hat am Mittwoch rasch auf die nahegelegten Vorwürfe reagiert –
auf LinkedIn wies Stark den Vorwurf zurück, seine Berichterstattung zum
Nordstream-Anschlag würde auf Informationen von Schmidt oder der
Bundesregierung basieren. Die Darstellungen im Buch von Schröm und
Thiele seien „grundfalsch“.

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