Stuttgart - Frau in Einkaufszentrum niedergestochen und angezündet. Täter mit "deutscher Staatsangehörigkeit" gefasst.
Regensburg - Geiselnahme in Bank! Mitarbeiter stirbt nach Messerangriff. 20-jähriger Täter festgenommen.
- Am 15. Juli soll ein abgelehnter afghanischer Asylbewerber im bayrischen Ruhpolding mehrere Mitreisende auf dem Bahnsteig mit einem Messer bedroht haben. Auf den Videoaufnahmen einer Überwachungskamera ist zu sehen, wie er mit der Tatwaffe gegen einen Mann ausholt, der ihn mit einem Holzschläger auf Abstand hält. Der Tatverdächtige wurde in eine forensische Psychiatrie eingeliefert.
- Am selben Tag soll ein Türke in Dresden vor einem Supermarkt mit einer Langwaffe auf mehrere Menschen gezielt haben. Daraufhin versuchten ihn mehrere Polizeibeamte zu überwältigen. Er soll seine Waffe gegen sie gerichtet und die islamische Parole «Allahu akbar» gerufen haben. Nach einer Schussabgabe nahmen ihn die Polizisten fest. Zuvor soll er versucht haben, einen Syrer mit einem Hammer zu schlagen. Die Ermittler gehen von einer psychischen Erkrankung aus.
- Am 21. Juli soll ein 20-jähriger Syrer in Höchberg im Landkreis Würzburg ein 65-jähriges Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft angegriffen haben, weil der Mann einen Anstecker mit einer israelischen Flagge trug. Zunächst soll er ihn ins Gesicht geschlagen haben, später habe er ihn zu Boden gebracht und gegen Kopf und Oberkörper getreten. Polizisten rissen den mutmasslichen Täter vom Opfer los. Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Mordes, das Opfer liegt wegen eines Wirbelbruchs auf der Intensivstation.
Im Vergleich zeigt sich allerdings ein Muster: Alle Tatverdächtigen in diesen vier Fällen stammen aus muslimischen Ländern. Und während sich der türkische Tatverdächtige aus Dresden laut der ermittelnden Staatsanwaltschaft seit 2006 in Deutschland aufhält, handelt es sich bei den mutmasslichen Tätern aus Trier, Ruhpolding und Höchberg um Asylbewerber aus Syrien und Afghanistan. Tatverdächtige aus diesen Staaten fallen in den Statistiken der deutschen Polizeibehörden besonders stark auf.
Gemäss
Daten, die das Bundeskriminalamt im Mai vorgelegt hat, sind männliche
syrische Tatverdächtige im Bereich der Gewaltkriminalität zehnmal
auffälliger als Deutsche. Afghanische Männer fallen als
Tatverdächtige in diesem Deliktsbereich achtmal so oft auf wie deutsche.
Entscheidend hierfür ist die sogenannte Tatverdächtigenbelastungszahl
(TVBZ). Sie zeigt an, wie viele Tatverdächtige einer bestimmten
Nationalität auf 100 000 Einwohner kommen.
Männliche Syrer kommen auf eine TVBZ von 2583, Afghanen auf einen Wert von 2120. Bei türkischen Männern beläuft sich die Zahl auf 861, bei deutschen Männern auf 265 Tatverdächtige je 100 000 Einwohner. Zwar weist die TVBZ die Unschärfe auf, dass sie nur Tatverdächtige berücksichtigt. Auch spätere Freisprüche fallen nicht ins Gewicht, zumal das Anzeigeverhalten die Zahl verzerren kann.
Allerdings sind Ausländer auch in der Statistik der gerichtlich Verurteilten überrepräsentiert. Rund 39 Prozent der Verurteilten hatten im Jahr 2023 keinen deutschen Pass. Gemäss einer Auswertung des Statistischen Bundesamts aus dem Jahr 2021 waren bei Mord oder Totschlag etwa 45 Prozent der verurteilten Täter Ausländer. Zudem fällt auf, dass auch die meisten islamistischen Terroranschläge der vergangenen zehn Jahre in Deutschland auf das Konto syrischer und afghanischer Asylbewerber gingen.
Die Täter: entwurzelte Männer mit hoher Gewaltaffinität
Oft
wird die besonders hohe Kriminalitätsbelastung unter Syrern und
Afghanen mit ihrem jungen Alter, ihrem männlichen Geschlecht und ihren
traumatischen Erlebnissen erklärt. Einige Kriminologen heben hervor,
dass, wer als junger Mann allein aus einem Kriegsgebiet aufbreche und
sich bis nach Europa durchschlage, stärker zu Gewalt, Fundamentalismus
und psychischen Problemen neige als gleichaltrige deutsche Männer.
Die Gewalttat in Trier dürfte bei vielen Deutschen Erinnerungen an ähnliche Messerangriffe in der Vergangenheit wachgerufen haben. In einem Regionalzug in der norddeutschen Gemeinde Brokstedt erstach ein abgelehnter palästinensischer Asylbewerber ein junges deutsches Paar, in Aschaffenburg tötete ein abgelehnter somalischer Asylbewerber einen zweijährigen marokkanischen Jungen und einen 41-jährigen Deutschen, der sich ihm in den Weg gestellt hatte. Der Täter von Brokstedt erhielt eine lebenslange Haftstrafe, der abgelehnte somalische Asylbewerber aus Aschaffenburg wurde in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.
Der christlichdemokratische deutsche Kanzler Friedrich Merz verfolgt seit seinem Amtsantritt das Ziel, potenziellen Gewalttätern aus dem Ausland die illegale Einreise nach Deutschland zu erschweren. Seit über einem Jahr werden die deutschen Binnengrenzen verstärkt kontrolliert, zudem greifen seit Mitte Juni mit dem Gemeinsamen Europäischen Asylsystem (GEAS) auch europaweit strengere Regeln für illegal einreisende Migranten.
Doch mit der Ausschaffung in Deutschland lebender krimineller Asylmigranten tut sich der deutsche Staat noch immer schwer. Der mutmassliche Täter aus Trier, Sajad M., konnte seinerzeit nicht nach Afghanistan ausgeschafft werden, weil ihm dort nach Einschätzung der Behörden Schaden an Leib und Leben drohte. Seine Aufenthaltserlaubnis wurde zuletzt im April erneuert.



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