31 Juli 2026

Der andere Blick Das grosse Versagen: warum der Terror in Deutschland alltäglich geworden ist (NZZ)

"Deutschland kann seinen Bürgern keine Sicherheit bieten, nur Phrasen mit immergleichen Trauerfloskeln und die rituellen Bekundungen, die Freiheit zu verteidigen."
Der andere Blick

Das grosse Versagen: warum der Terror in Deutschland alltäglich geworden ist (NZZ)
Seit einem Vierteljahrhundert gehört der Jihadismus zu Deutschland. Doch die Politik schaut weg, beschwichtigt und sucht nach Ausreden fürs Nichtstun.
von Eric Gujer, 31.07.2026, 6 Min 
Vor 400 Jahren tobte in England ein Bürgerkrieg: zwischen den Religionen, zwischen Monarchisten und Republikanern. Thomas Hobbes, ein Überlebender des Gemetzels, verfasste daraufhin das Werk, das bis heute unsere Vorstellung vom Staat prägt. Dessen wichtigste Aufgabe sei es, die physische Sicherheit der Bürger zu garantieren.
Der Staat benötigt dafür laut Hobbes ein Machtmonopol, mehr noch: absolute Machtfülle. Auch wenn diese inzwischen zu Recht eingeschränkt ist, müsste der Philosoph heute feststellen, dass der deutsche Staat bei seiner zentralen Aufgabe spektakulär versagt.
Ein Bürgerkrieg findet in der Bundesrepublik nicht statt. Aber wieder ermordete ein Islamist, diesmal bei einer Grossveranstaltung im Berliner Tiergarten, eine Frau und verletzte 31 Menschen – wie beim Weihnachtsmarkt in Berlin oder beim Stadtfest in Solingen.
Hinzu kommen im Monatsrhythmus Messerattacken auf Einzelpersonen, jüngst der tödliche Angriff eines afghanischen Migranten auf einen Studenten in Trier.
Ein Ende gibt es nicht, nur die immergleichen Trauerfloskeln und die rituellen Bekundungen, die Freiheit zu verteidigen.
Deutschland kann seinen Bürgern keine Sicherheit bieten, nur Phrasen. So auch Kanzler Friedrich Merz zum Terror im Tiergarten: «Wir, die Vertreter der staatlichen Institutionen, werden alles tun, um die Freiheit unseres Landes und unserer Gesellschaft zu schützen – alles.»
Alles? In der Vergangenheit war dieses «alles» erschreckend wenig.
Hass treibt eine Armee der verlorenen Seelen an
Um den Umfang des Versagens zu ermessen, muss man sich die historische Dimension vor Augen führen. Es geht inzwischen ein Vierteljahrhundert so. Als sich die Flugzeuge am 11. September 2001 ins World Trade Center und ins Pentagon bohrten, war bald klar, wo sich die Täter auf den Massenmord vorbereitet hatten: in Hamburg.
Seit damals ist evident, dass der Jihadismus zu Deutschland gehört. Am Anfang waren es zum Islam konvertierte Deutsche sowie wenige Türken und andere muslimische Migranten, die in den Krieg der Islamisten in Tschetschenien zogen, die Kaida unterstützten oder Anschläge vorbereiteten.
Das änderte sich schlagartig mit dem Beschluss der schwarz-roten Bundesregierung im Spätsommer 2015, alle Scheunentore für die ungeregelte Zuwanderung zu öffnen.
Seither lebt in Deutschland eine zusätzliche Population von über einer Million Menschen, die latent für die islamistische Ideologie empfänglich sind.

30 Juli 2026

Der andere Blick - Der Ausschluss kommunaler AfD-Kandidaten ist ein Warnsignal: Die wehrhafte Demokratie ist an der falschen Stelle wehrhaft (NZZ)

Der andere Blick
Der Ausschluss kommunaler AfD-Kandidaten ist ein Warnsignal: Die wehrhafte Demokratie ist an der falschen Stelle wehrhaft (NZZ)
In Niedersachsen können vier AfD-Politiker nicht zur Wahl antreten, weil Wahlausschüsse Zweifel an ihrer Verfassungstreue hatten. Die Politisierung solcher Gremien ist bedenklich. Ihnen sollte kein Urteil über die inhaltlichen Positionen eines Kandidaten zustehen.
Von Nathan Giwerzew, Berlin, 29.07.2026, 4 Min 
In Niedersachsen können vier AfD-Politiker nicht zur Wahl antreten, weil Wahlausschüsse Zweifel an ihrer Verfassungstreue hatten. Die Politisierung solcher Gremien ist bedenklich. Ihnen sollte kein Urteil über die inhaltlichen Positionen eines Kandidaten zustehen.
Wenn vom Bundesland Niedersachsen die Rede ist, dann denken viele Deutsche in der Regel an den kriselnden VW-Konzern und an riesige landwirtschaftliche Nutzflächen. Bald könnte noch eine weitere Assoziation hinzukommen: von Niedersachsen als dem Bundesland, in dem Kandidaten auf Grundlage eilig recherchierter Verfassungsschutz-Gutachten von der Kommunalwahl ausgeschlossen werden können. Vier Kandidaten der AfD hat es bereits getroffen, weitere dürften folgen. Ganz richtig: In Niedersachsen können parteipolitisch besetzte kommunale Wahlausschüsse Kandidaten von der Wahl ausschliessen, wenn sie «berechtigte Zweifel» an deren Verfassungstreue haben.
Gemäss einem im April beschlossenen Landesgesetz können sie dafür die Einschätzung des niedersächsischen Innenministeriums einholen, das seinerseits beim ihm unterstellten Landesamt für Verfassungsschutz nachfragt.
Im Laufe des Gesetzgebungsprozesses äusserte die sozialdemokratische niedersächsische Innenministerin Daniela Behrens nicht etwa Zweifel an diesem demokratietheoretisch fragwürdigen Verfahren. Im Gegenteil, sie feierte es als einen «wichtigen Baustein für eine wehrhafte Demokratie». Das muss man ernst nehmen. Denn damit benannte Behrens, wenn auch ungewollt, einen Konstruktionsfehler im bundesrepublikanischen Demokratiemodell.
Gerne bezeichnen Politiker den Verfassungsschutz auch als «Immunsystem der wehrhaften Demokratie». Das stimmt nicht ganz. Eher liesse er sich mit einem menschlichen Organismus vergleichen, der unter einer Autoimmunerkrankung leidet. Weil sein Immunsystem überall Feinde sieht, verliert es mit der Zeit die Fähigkeit, zwischen körpereigenem Gewebe und toxischen Eindringlingen zu unterscheiden. Und irgendwann greift es auch Zellen an, die gar nicht schädlich sind.
Im Zweifel gegen den Angeklagten

Der andere Blick Islamisten führen seit Jahren einen Krieg gegen den freien Westen. Deutschland verschliesst noch immer die Augen (NZZ)

Der andere Blick
Islamisten führen seit Jahren einen Krieg gegen den freien Westen. Deutschland verschliesst noch immer die Augen (NZZ)
Weder Ziel noch Tatwerkzeuge des Anschlags auf den Christopher Street Day in Berlin waren zufällig gewählt. Den Islamismus kann nur bekämpfen, wer ihn versteht.
von Len Sander, Berlin, 27.07.2026, 3 Min 
Am Tag nach dem islamistischen Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin konkurrierten zwei Interpretationen miteinander.
Die eine benannte die islamistische Motivation der Tat als solche. Nicht nur Konservative und Liberale, auch einzelne Grüne wie der baden-württembergische Ministerpräsident Cem Özdemir, schlossen sich dem unmissverständlich an und forderten politische Konsequenzen.
In der anderen kam das I-Wort, wenn überhaupt, nur verschämt vor. Las man die floskelhaften Stellungnahmen von Linkspartei-Politikern oder der Grünen-Bundestagsfraktion, konnte man zu dem Eindruck gelangen, die Ideologie des Täters sei vollkommen unbekannt. Die Grüne Katrin Göring-Eckardt schrieb auf X gar: «Unseren Hass bekommt ihr nicht!» Und der sozialdemokratische Queer-Beauftragte Berlins, Alfonso Pantisano, verstieg sich im RBB zu der verqueren Aussage, er zähle Islamisten zu den Rechten und Konservativen.
Dass überhaupt noch jemand so daherredet – zehn Jahre nachdem der islamistische Terror irreversibel in die europäische Lebenswirklichkeit eingebrochen ist –, ist befremdlich.
Mörderischer Hass auf Homosexuelle
Es zeigt, wie massgebliche Teile der Linken die Realität verleugnen. Islamistische Regime und Gruppen zeichnen sich im Gegensatz zu deutschen Konservativen spezifisch durch eine mörderische Feindlichkeit gegenüber Homosexuellen aus. Ob sunnitische Hamas oder schiitisches iranisches Regime, ob IS-Terrorist mit Schusswaffe im Schwulenklub in Orlando oder mit Messer in Dresden, regelmässig lassen Islamisten ihrem Hass gegen Homosexuelle freien Lauf, die sie als besonders verdorbene Symbole der westlichen Lebensweise verstehen.
Auch die Werkzeuge des mutmasslichen Terroristen Abdul B., ein Minivan und eine Stichwaffe, rufen nicht zufällig ein Déjà-vu hervor. In den frühen 2010er Jahren rief die Hamas im Westjordanland dazu auf, israelische Soldaten und Zivilisten mit Autos zu rammen und mit herkömmlichen Messern zu attackieren, nachdem grössere Sprengstoffanschläge durch Sicherheitsvorkehrungen schwierig umzusetzen geworden waren. Die Terrorwelle taufte man «Messer-Intifada».

27 Juli 2026

Angriff auf unsere Gesellschaft?

Angriff auf unsere Gesellschaft?
Anders als vom Kanzler, dem Bundespräsidenten und anderen befürchtet, wurde uns unsere Art zu leben längst genommen
"Ach, Herr Merz und Herr Steinmeier.
Sie sprechen von "einem Angriff auf unsere Gesellschaft" bzw. wiedermal nach 2016 "einem Angriff auf unsere offene Gesellschaft". Sie sagen das jedesmal, bei jeder Gedenkfeier. Die Phrasen wiederholen sich.
Welche Gesellschaft meinen Sie eigentlich? Und welche Art zu leben?
Das Leben, das viele noch aus der Zeit vor 2015 kennen?
Weihnachtsmärkte ohne Betonpoller, Volksfeste ohne Sicherheitszonen, Bahnhöfe ohne schwer bewaffnete Polizisten? 
Ein Alltag, in dem Synagogen und öffentliche Veranstaltungen nicht wie potenzielle Anschlagsziele geschützt werden mussten?
Das was Sie meinen, ist kein Angriff auf unsere freie und weltoffene Gesellschaft. Das ist die weltoffene Gesellschaft, die ein Angriff auf unsere ehemals sichere, tolerante "High-Trust-Society" ist. Eine Gemeinschaft mit geringer Kriminalität, ehrlichen Institutionen und offenem Miteinander, in der Menschen ein starkes, allgemeines Vertrauen zueinander hatten und sich auf fremde Personen oder soziale Regeln verlassen konnten.
Was Sie als Gesellschaft meinen, ist ein neues Leben hinter Absperrgittern, Zufahrtssperren und Polizeiketten.
Jenes Leben, in dem friedliche Normalität nur noch mit immer größerem Sicherheitsaufwand hergestellt werden kann – und man uns anschließend erklärt, genau das sei nun unsere offene, freie Gesellschaft."

The Pioneer - Täter vom Christopher Street Day: Justizversagen mit Ansage

Christopher Street Day
Täter vom Christopher Street Day: Justizversagen mit Ansage
Rekonstruktion eines Attentats.
Gabor Steingart, 27.07.2026
Das Schlimmste an Law and Order ist, wenn beides nicht funktioniert. Wenn man die Berliner Justiz, und hier insbesondere die Gerichtsbarkeit, die nicht zum ersten Mal durch ihre wissentliche Schläfrigkeit und vorsätzliche Sorglosigkeit aufgefallen ist, mit nur einem Wort zu beschreiben hätte, dann wäre es wohl dieses: Saustall.
Das klingt grob. Aber die Verhältnisse sind höflicher nicht zu beschreiben. Sehenden Auges ließ man die Zeitbombe ticken und wartete regelrecht darauf, dass es knallt. Unklar waren nur noch das Datum und die Zahl der Toten.
Dass die bunte Welt des Christopher Street Days eine gefährdete Welt ist und daher des staatlichen Schutzes bedarf, kann niemanden überraschen. Was überrascht, ist die Mutwilligkeit, mit der die Sicherheitsbedürfnisse der Bürger gering geschätzt werden. Wenn man die jetzt von der Generalstaatsanwaltschaft öffentlich gemachten Fakten einsieht, hat man das Gefühl eines Behördenversagens mit Ansage.
Der 21-jährige Täter Abdul Ballout, der gestern Abend in einer Kleingartensiedlung von der Berliner Polizei erschossen wurde, war an keinem einzigen Tag seines Erwachsenenlebens in Deutschland integriert. Sein ganzes Tun und Treiben richtete sich gegen diese Gesellschaft und ihre Ordnung.
Mildernde Umstände sind nicht zu erkennen. Der Tatverdächtige ist in Berlin geboren, aufgewachsen und deutscher Staatsangehöriger. Beide Eltern stammen aus dem Libanon. Er ist weder durch einen Bürgerkrieg traumatisiert noch durch eine Fluchtgeschichte und den erschwerten Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt marginalisiert.
Das, was die Berliner Generalstaatsanwaltschaft gestern Abend mitteilte, erzählt die Geschichte eines multiplen Versagens deutscher Staatlichkeit. In dem Schreiben heißt es:

26 Juli 2026

Gefängnisse - „Können kaum resozialisieren“ – Anteil nicht-deutscher Häftlinge steigt auf 45 Prozent (WELT)

Und da Doppelstaatler und solche mit Migrationshintergrund als Deutsche gezählt werden sind es warscheinlich noch mehr
Gefängnisse
„Können kaum resozialisieren“ – Anteil nicht-deutscher Häftlinge steigt auf 45 Prozent (WELT)
Stand: 24.07.2026, Lesedauer: 2 Minuten
27.000 Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft saßen 2026 in Gefängnissen – und machten damit fast die Hälfte aller Insassen aus. Die Strafvollzugsgewerkschaft schlägt Alarm.
Der Anteil der Häftlinge ohne deutsche Staatsbürgerschaft in deutschen Gefängnissen ist erneut gestiegen. 2026 saßen mehr als 27.000 ausländische Inhaftierte in deutschen Gefängnissen. Das zeigt eine Auswertung der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, die sich auf Daten aller 16 Justizminister bezieht. Damit machen ausländische Inhaftierte mittlerweile 44,8 Prozent aller Gefängnisinsassen (inklusive Untersuchungshaft) aus. Nach Daten der Bundesländer befanden sich zum Stichtag im März 2026 insgesamt 60.408 Menschen in Haft.
Bürger mit deutscher sowie ausländischer Staatsbürgerschaft (doppelter Staatsbürgerschaft) werden in der Statistik als Deutsche gezählt.
In fünf Bundesländern Ausländerquote bei über 50 Prozent
Der Anteil ausländischer und staatenloser Gefangener steigt seit Jahren tendenziell an. Noch 2015 habe er bei etwas mehr als 30 Prozent gelegen, heißt es von der Zeitung weiter.
Regional gibt es demnach starke Unterschiede: In Bayern, Baden-Württemberg und Hessen liegt der Ausländeranteil in den Haftanstalten bereits bei über 50 Prozent. Prozentual sitzen die meisten nicht-deutschen Häftlinge in den Stadtstaaten Hamburg (57,95 Prozent) und Berlin (58,9 Prozent). In Mecklenburg-Vorpommern (25,1 Prozent), Sachsen-Anhalt (23,69 Prozent) und Thüringen (23,24 Prozent) hat hingegen nur jeder Vierte keinen deutschen Pass.
Risiko, dass muslimische Männer sich radikalisieren

Islamismus Terroranschlag auf den CSD: Bürger sterben, weil der Staat es nicht anders will (Berliner Zeitung)

Islamismus
Terroranschlag auf den CSD: Bürger sterben, weil der Staat es nicht anders will (Berliner Zeitung)
Anschläge wie in Berlin erscheinen als unglückliche Ausnahmen, aber sie sind die zwingende Folge eines mutwillig überforderten Systems. Ein Kommentar.
Moritz Eichhorn, 26.07.2026
Terroranschläge wirken in Deutschland immer wie eine Verkettung unglücklicher Umstände. Hätte diese Behörde schneller entschieden und jener Beamte genauer hingesehen, dieser Richter besser geurteilt, wäre das alles nicht geschehen. Doch das ist Unfug. Sie sind keine Unfälle, sondern die zwingende Folge eines mutwillig überforderten Systems.
Das System selbst ist der Skandal.
Vor dem Eingang des Berliner CSD steuert ein Mann einen Transporter in eine Menschenmenge, tötet eine Frau und verletzt, Stand jetzt, 29 Personen, mehrere schwer. Eine Szene, die Grauen auslöst. Aber Konsequenzen, die Abhilfe schaffen können, wird es nicht geben. Denn die Maßnahmen, die all das ändern könnten, werden ausgeschlagen.
Es ist wie bei fast allen Anschlägen des letzten Jahrzehnts: Der Verdächtige war den Behörden bekannt, wird der islamistischen Szene zugerechnet und saß bis vor wenigen Wochen im Jugendarrest. Diese Tat steht sinnbildlich für einen Zustand, den der Staat selbst geschaffen hat – und dessen Herr er schon lange nicht mehr ist.
Der Staat kann die Geister, die er rief, nicht mehr beherrschen
Über Jahre hat Deutschland eine Einwanderung zugelassen, illegal wie legal, deren Dimension jede Kontroll-, Prüf- und Rückführungskapazität gesprengt hat. Wer einreist, wer bleibt, wer längst hätte gehen müssen – der Staat weiß es oft selbst nicht. Und die Anschläge sind nur die Fälle, die Medienwirksamkeit erzeugen. Abertausende Angriffe, Körperverletzungen, Vergewaltigungen dringen nie in das Bewusstsein der Öffentlichkeit.
Der Staat ist überfordert und leugnet die Überforderung.
Das Ergebnis laut Verfassungsschutz: Rund 28.600 Personen besitzen islamistisches Potenzial, dazu laut BKA rund 420 eingestufte Gefährder, von denen ein erheblicher Teil frei herumläuft. Über 200.000 Menschen sind vollziehbar ausreisepflichtig, die große Mehrheit wird geduldet – abgeschoben nur ein Bruchteil. Die lückenlose Überwachung eines einzigen Gefährders bindet nach Angaben aus Sicherheitskreisen bis zu 30 Beamte. Eine unmögliche Aufgabe. Ein Staat, der tausende potenzielle Attentäter im Land weiß und sie weder überwachen noch entfernen kann, hat die Kontrolle verloren und verwaltet das Restrisiko auf dem Rücken seiner Bürger.
Die Schutzmaßnahmen, mit denen er das kaschiert, sind Flickwerk. Poller, Taschenkontrollen, Betonsperren.

Bedrohte Minderheit - Ich kann die Doppelmoral beim CSD nicht mehr ertragen (WELT+)

Bedrohte Minderheit
Ich kann die Doppelmoral beim CSD nicht mehr ertragen (WELT+)
Von Ali Utlu 26.07.2026, 4 Min
Am Freitag schrieb unser Autor: „Auf der Straße fürchte ich mich als Schwuler nicht vor Rechten. Homophobe Täter im öffentlichen Raum haben fast immer einen muslimischen Hintergrund.“ Am Samstagabend stellten sich diese Zeilen ausweislich der ersten Ermittlungen nach dem Anschlag auf den Berliner CSD als prophetisch heraus.
Seit 2015 hat sich das Lebensgefühl in meiner Stadt Köln schleichend, aber radikal verändert. Für uns Homosexuelle ist der öffentliche Raum an vielen Stellen zu einem Minenfeld geworden. Es gibt inzwischen etliche No-Go-Zonen, in denen es schlicht lebensgefährlich sein kann, Händchen zu halten oder dem Partner auf der Straße Zuneigung zu zeigen.
Wenn ich heute meine Wohnung verlasse, scrolle ich im Kopf automatisch durch die Gefahrenkarte der Stadt. Wo muss ich aufpassen? Wo lasse ich die Hand meines Partners lieber los? Und das Verrückte ist: Diese Angst hat nichts mit dem zu tun, was uns ständig als größte Gefahr verkauft wird.
Als Schwuler habe ich auf der Straße keine Angst vor Rechten oder gar AfD-Wählern. Die pöbeln mich im Alltag nicht an. Wir haben Angst vor ganz anderen Gruppen: vor arabischen und afghanischen Muslimen. Aus dieser Ecke kommt die ganz reale, tägliche Aggression. Es sind die verächtlichen Blicke, die homophoben Sprüche im Vorbeigehen und die ganz konkrete Androhung von Gewalt, wenn man nicht ins heterosexuelle, patriarchale, religiöse Raster passt.
Seit über zehn Jahren können wir in Köln nicht mehr wirklich frei leben. Und das Schlimmste daran ist das Redeverbot, das uns von genau denjenigen auferlegt wird, die sich sonst als unsere größten Retter inszenieren. Vor allem SPD, Grüne und die Linke schmücken sich nur zu gerne mit uns. Kaum eine Wahlkampfkampagne, kaum ein Social-Media-Auftritt dieser Parteien kommt ohne Regenbogenfarben aus. Sie nutzen LGBT-Menschen als Deko für ihre vermeintliche Progressivität.
Doch dieselben Parteivertreter sind es, die uns über den Mund fahren, wenn wir offen aussprechen, vor wem wir wirklich Angst haben. Sobald man anspricht, dass die Täter im öffentlichen Raum fast immer einen muslimischen Hintergrund haben, schnappt die moralische Falle zu. Dann wird man von SPD, Grünen und Linken als rassistisch, rechts oder islamophob tituliert – dabei bin ich selbst ein Kind von Migranten, türkisch und schwul.

Nach dem islamistischen Anschlag auf den Berliner CSD: Erst verändert sich das Lebensgefühl, dann die Lebensweise (NZZ)

Nach islamistischer CSD-Attacke: Die Lebenslüge der Linken und der Islamisten
Nach dem islamistischen Anschlag auf den Berliner CSD: Erst verändert sich das Lebensgefühl, dann die Lebensweise (NZZ)
Abermals hat der radikale Islam in Deutschland zugeschlagen. Die Bürger sind die Floskeln leid. Linke und Islamverbände müssen der Wahrheit endlich ins Auge sehen.
von Oliver Maksan, Berlin, 26.07.2026, 4 Min
Wir lassen uns unsere Art und Weise zu leben nicht nehmen: Mit diesem hilflosen Mantra reagieren deutsche Politiker seit Jahren reflexartig, wenn der radikale Islam wieder einmal zugeschlagen hat.
Am späten Samstagabend in Berlin war es mit der tödlichen Attacke eines IS-Anhängers auf den Christopher Street Day wieder so weit. Eine fröhliche Veranstaltung bei schönstem Sommerwetter endete im Berliner Tiergarten blutig.
So wie die deutschen Weihnachtsmärkte seit dem Anschlag auf den Berliner Breitscheidplatz 2016 ihre Unschuld verloren haben, wird auch der CSD seine Unschuld so schnell nicht mehr wiedergewinnen.
Islamisierungsversuche nehmen zu
Politiker wären vor diesem Hintergrund gut beraten, sich mit Floskeln hohler Entschlossenheit zurückzuhalten. In den Augen der Bürger klingt das mittlerweile wie Hohn. Sie wissen: Endlos hält die etablierte Lebensweise derartige Angriffe nicht aus. Beschwörungen bringen sie nicht zurück. Schon jetzt geht Volksfestbesuchen eine individuelle Risikoabwägung voraus. Erst aber verändert sich das Lebensgefühl, dann die Lebensweise.
Sie hat sich durch den infolge von Migration eingeführten Islam schon jetzt längst verändert, lange unterhalb der Schwelle solcher Gewalttaten. Minderheiten wie Juden und Homosexuelle, aber auch Frauen bekommen es als Erste zu spüren. Sie sind gewissermassen das Frühwarnsystem der offenen Gesellschaft.
Jüngstes Beispiel: «Du Schwuler, geh weg von hier, der Islam ist hier Chef.» Das bekam ein Lehrer an einer Berliner Schule kürzlich von den Schülern zu hören. Ein Einzelfall ist das nicht. In Berlin-Neukölln beklagte der sozialdemokratische Bürgermeister den Anpassungsdruck, den muslimische Schüler ausüben.
Ob Schwulenhass oder Terror gegen Schwule: Die Überzeugung, dass der Islam im öffentlichen Leben absoluten Vorrang hat, ist die Quelle all dieser Haltungen und Taten. Zur Not muss ihm eben mit Gewalt zu seinem Recht verholfen werden.
Die Verantwortlichen in der Politik werden deshalb über mehr als Sicherheitskonzepte sprechen müssen. Dass diese auf dem CSD nicht funktioniert haben, ist offenkundig. Der scheidende Berliner Bürgermeister Kai Wegner von der CDU wird sich dazu noch verhalten müssen.
Der mutmassliche Täter ist Deutscher

Gastkommentar - Die Ideen des Merz – wie sich der deutsche Kanzler um Kopf und Kragen redet (NZZ)

Die Ideen des Merz – wie sich der deutsche Kanzler um Kopf und Kragen redet (NZZ)
Friedrich Merz hat Millionen Wähler getäuscht. Es stellt sich zudem die dringliche Frage: Wie kommt er irgendwann zu stabilen politischen Mehrheiten?
Hans-Hermann Tiedje, 25.07.2026, 8 Min
Was hat Deutschland von Friedrich Merz noch zu erwarten? Die Kernfrage der Nation. Tatsache ist: Der Kanzler sitzt im finsteren Umfragekeller. Von 28,5 Prozent bei der Bundestagswahl 2025 sind die Unionsparteien auf zurzeit 22 Prozent abgestürzt, bei 28 Prozent liegt jetzt die AfD. Und schuld daran ist nicht der abservierte CDU-Fraktionschef Jens Spahn. Der hatte wenigstens die Zügel in der Hand.
Spahns Sturz wird die Union zwar weitere Wählerstimmen kosten, in Richtung AfD. Aber dorthin strömen ja schon länger konservative Wähler, nachdem diese Partei schon vorher einen Grossteil der Arbeiterschaft von der SPD eingesammelt hatte. Ganz offenkundig interessiert es diese Leute nicht, ob der Verfassungsschutz gegen die AfD ermittelt, ob er über kritische Erkenntnisse verfügt oder nicht. Merz hatte 2018 das Ziel ausgegeben, die AfD zu halbieren.
Folgerichtig gab es Überlegungen, den Nonvaleur im Kanzleramt gegen den beliebten NRW-Ministerpräsidenten Hendrik Josef Wüst auszutauschen. Eine freie Erfindung der Medien, tönte es aus der Union. Die Riege Carsten Linnemann, Wüst selbst, damals noch Spahn und Markus Söder beteuerte einhellig: Wir stehen hinter dem Kanzler. Das erinnert an den römischen Senat im Jahre 44 vor Christi Geburt. Die Herren schworen Cäsar die Treue, und dann stach einer zu. Der Rest der Geschichte ist bekannt. Die Iden des März.
Aber in unserem Fall würde es keine Bluttat geben, die Zeiten haben sich Gott sei Dank geändert. Prognose: Wenn es so weit ist, in jedem Fall nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin, stellt sich die Merz-Frage erneut, in Sachsen-Anhalt angesichts der dort drohenden Wahlkatastrophe in voller Schärfe. Vielleicht wird alles auch noch ein paar Monate länger dauern, aber es wird passieren. Warum? Weil sich die Granden der Union natürlich Gedanken machen (müssen) über diesen Kanzler und dessen Performance. Es wäre geradezu fahrlässig, wenn die Führungen der Unionsparteien keine Alternativen prüfen würden. Denn auch sie haben, wie Merz für sich selbst formulierte, «kein Mandat, die CDU abzuschaffen». Mit Sicherheit schwant dem CDU-Chef und Kanzler, dass es personelle Erwägungen gibt. Die CDU stand bisher für strategische Realpolitik. Jeder führende Unionspolitiker weiss noch, wie Italiens einstige Staatspartei Democrazia Cristiana unterging.

24 Juli 2026

Focus Briefing - Die Guten gehen. Lauterbach bleibt

Focus Briefing
Die Guten gehen. Lauterbach bleibt
Tanit Koch, 24.07.2026
Liebe Leserin, Lieber Leser,
Karl Lauterbach saß offenbar schon zu lange in keiner Talkshow mehr. Man spürt: Die Aufmerksamkeit fehlt ihm – erst recht, da Jens Spahn gerade so viel davon erhält. Wie jeder Politiker auf Entzug griff der SPD-Langzeitabgeordnete also zur Ersatzdroge: einem X-Post
Auslöser war ein Beitrag von Thorsten Alsleben, dem streitbaren Chef der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Schon die fünfte junge Unternehmerfamilie aus seinem Umfeld wolle das Land verlassen, schrieb er – und schloss provokant: „Am Ende wird Deutschland zum Land der Beamten, Rentner und Grundsicherungsempfänger.“
Lauterbachs Reaktion: eine herablassende Bemerkung über die verzichtbaren „jungen Talente, die mit dem hohen Rentenbeitrag (,schnief‘) nicht klarkommen“.
Unnötig zu erwähnen: Er selbst zahlt keinen hohen Rentenbeitrag. Er zahlt gar keinen. 
Passenderweise veröffentlichte das Sozialministerium gestern den Bericht zum Sozialbudget 2025. Die Ausgaben für Rente, Pensionen, Gesundheit, Pflege und Arbeitslosigkeit sind nochmals gestiegen, nur beim Bürgergeld ging es leicht bergab. 1,43 Billionen Euro Sozialausgaben – fast jeder dritte erwirtschaftete Euro fließt in den Sozialstaat. Man sollte meinen, es läge im ureigenen Interesse eines Politikers, das Land für die attraktiv zu halten, die das alles bezahlen.
Lauterbachs Post ist inzwischen gelöscht. Nicht etwa, weil er damit jedes Klischee einer blasierten politischen Klasse in den Schatten stellte. Sondern weil er, Professor Lauterbach, „missverstanden“ wurde, wie er „Bild“ mitteilte. Klar. Alle doof, außer ihm. 

Der andere Blick - Thema der Woche: Das Kind von der Leihmutter, der Geschlechtswechsel nach Lust und Laune (NZZ)

Der andere Blick - 
Das Kind von der Leihmutter, der Geschlechts-wechsel nach Lust und Laune (NZZ)
Eric Gujer, Chefredakteur der NZZ, 24.07.2026
Homosexualität ist weitherum akzeptiert, und das ist gut so. Es ist jedoch keine Schwulenfeindlichkeit, wenn die Mehrheit der Gesellschaft eine Grenze verletzt sieht, sobald zwei Männer eine Frau als Produktionsstätte für Nachwuchs benutzen.

Das auf dem Boulevard inszenierte Vaterglück des CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden Jens Spahn hat eine Welle der Empörung ausgelöst. Missbilligt wird nicht nur das Wie – die Umgehung deutscher Gesetze mithilfe einer Leihmutter in den USA –, sondern vor allem das Was: die Degradierung der Mutterschaft zu einem kommerziellen Akt.

Auch wenn nun in Berlin, vom Bundeskanzler abwärts, alle flöten, welchen Respekt der Rücktritt Spahns verdiene, sollte man das Schauspiel beim Namen nennen. Was hier aufgeführt wurde – der Tausch von Geld gegen Kind –, ist Kapitalismus in seiner rohesten Form.
Auch in den atheistischen Gesellschaften des Westens überlebt ein Rest an Erkenntnis, dass nicht alles dem Willen des Menschen untertan und nicht alles käuflich ist. Trotz exzessiver Selbstoptimierung von Looksmaxxing bis zu Longevity hält eine Mehrheit gewisse Grenzen für unabdingbar. Ohne sie verkommt die Schöpfung zu Frankensteins Zoo.

Jeder Mann ist ein Vergewaltiger, jede Weisse eine Rassistin

Was die Mehrheit als normal betrachtet, entspricht jedoch längst nicht mehr dem, was in den Medien gefeiert und vom Gesetzgeber ermutigt wird. So entschuldigte sich die Stadt Bern dafür, dass ein Wesen mit männlichem Geschlechtsteil aus dem für Frauen reservierten FKK-Bereich in einem Freibad verwiesen wurde.

Wortreich musste sich die sächsische Gefängnisverwaltung rechtfertigen, weil sie einen Straftäter in einer Haftanstalt für Männer unterbrachte, obwohl sich dieser zur Frau erklärt hatte. Das Einzige jedoch, was auf den Betrachter weiblich wirkt, sind grellrot geschminkte Lippen unter einem Schnauzbart.

In der Politik geben diejenigen den Ton an, die der totalen Selbstverwirklichung das Wort reden.

Die Produktion eines Kindes gemäss den Gesetzen von Angebot und Nachfrage oder die mit einem Federstrich vollzogene Geschlechtsumwandlung gelten als normal. Das Empfinden der Mehrheit hingegen wird als vorgestrig, reaktionär oder gleich als pathologisch abgetan.

Die Politik konzentriert sich darauf, die Rechte auch kleinster Gruppen auszuweiten. Der Schutz von Minderheiten verkehrt sich in sein Gegenteil: in eine Diktatur, der sich die Mehrheit zu fügen hat.

23 Juli 2026

Von der Prügelattacke bis zum Messerangriff auf offener Strasse: Deutschland erschüttern mehrere Fälle schwerer Migrantengewalt (NZZ)

23.07.2026: 
Stuttgart - Frau in Einkaufszentrum niedergestochen und angezündet. Täter mit "deutscher Staatsangehörigkeit" gefasst.
Regensburg - Geiselnahme in Bank! Mitarbeiter stirbt nach Messerangriff. 20-jähriger Täter festgenommen.
Von der Prügelattacke bis zum Messerangriff auf offener Strasse: Deutschland erschüttern mehrere Fälle schwerer Migrantengewalt (NZZ)

Die Tatverdächtigen stammen aus Afghanistan, Syrien und der Türkei, manche ihrer Taten stechen durch besondere Brutalität hervor. Dahinter zeigt sich ein Muster: Männer aus diesen Ländern weisen eine auffällig hohe Gewaltaffinität auf.
Nathan Giwerzew, Berlin
Am Mittwoch vergangener Woche ging der 22-jährige Trierer Student Marius Dick vom Lebensmitteleinkauf nach Hause. Plötzlich trafen zwei Messerstiche seinen Oberkörper, einer durchbohrte sein Herz. Der Tatverdächtige, der 22-jährige Afghane Sajad M., soll dem Studenten am Strassenrand aufgelauert und ihn von dort aus mit einem Küchenmesser angegriffen haben. Wenig später starb Dick an seinen Verletzungen.
Gemäss Recherchen der «Welt» ist Sajad M. 2016 illegal nach Deutschland eingereist, sein Asylantrag wurde 2023 abgelehnt. Laut der Polizei haben sich das Opfer und er nicht gekannt, die Rede ist von einem «Zufallsopfer». Jüngst soll sich Sajad M. in psychiatrischer Behandlung befunden haben. Deshalb geht die ermittelnde Staatsanwaltschaft von einer psychischen Erkrankung aus.
Eine Messerattacke ohne ersichtlichen Grund, verübt am helllichten Tag: Der Angriff in Trier war der wohl brutalste Fall der vergangenen Tage, in dem ein Asylmigrant in Deutschland einen Passanten lebensgefährlich verletzt hatte. Doch es war nicht der einzige Fall, der ein Schlaglicht auf Migranten als Täter wirft.
  • Am 15. Juli soll ein abgelehnter afghanischer Asylbewerber im bayrischen Ruhpolding mehrere Mitreisende auf dem Bahnsteig mit einem Messer bedroht haben. Auf den Videoaufnahmen einer Überwachungskamera ist zu sehen, wie er mit der Tatwaffe gegen einen Mann ausholt, der ihn mit einem Holzschläger auf Abstand hält. Der Tatverdächtige wurde in eine forensische Psychiatrie eingeliefert.
  • Am selben Tag soll ein Türke in Dresden vor einem Supermarkt mit einer Langwaffe auf mehrere Menschen gezielt haben. Daraufhin versuchten ihn mehrere Polizeibeamte zu überwältigen. Er soll seine Waffe gegen sie gerichtet und die islamische Parole «Allahu akbar» gerufen haben. Nach einer Schussabgabe nahmen ihn die Polizisten fest. Zuvor soll er versucht haben, einen Syrer mit einem Hammer zu schlagen. Die Ermittler gehen von einer psychischen Erkrankung aus.
  • Am 21. Juli soll ein 20-jähriger Syrer in Höchberg im Landkreis Würzburg ein 65-jähriges Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft angegriffen haben, weil der Mann einen Anstecker mit einer israelischen Flagge trug. Zunächst soll er ihn ins Gesicht geschlagen haben, später habe er ihn zu Boden gebracht und gegen Kopf und Oberkörper getreten. Polizisten rissen den mutmasslichen Täter vom Opfer los. Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Mordes, das Opfer liegt wegen eines Wirbelbruchs auf der Intensivstation.
Syrer sind zehnmal auffälliger bei Gewalttaten als Deutsche

22 Juli 2026

„Diese Taten erschüttern die ganze Stadt“ – Weitere Studentin der Uni Trier ermordet (WELT)

Messerangriffe auf Studenten
 
„Diese Taten erschüttern die ganze Stadt“ – Weitere Studentin der Uni Trier ermordet (WELT)

22.07.2026, Lesedauer: 3 Minuten

Eine Stadt steht unter Schock: Nur wenige Tage, nachdem ein 22-Jähriger auf der Straße unvermittelt von einem Afghanen erstochen wurde, wird eine 29-Jährige ermordet in ihrer Wohnung aufgefunden.
Zwei brutal getötete Studenten binnen weniger Tage sorgen an der Universität Trier binnen weniger Tage für Betroffenheit und Fassungslosigkeit. „Diese Taten treffen uns in Trier mit voller Wucht und erschüttern die ganze Stadt“, teilte der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) mit. „Die Gewalt macht fassungslos, traurig und auch wütend.“
Am 15. Juli war ein 22 Jahre alter Student in der Nähe des Universitätsgeländes erstochen worden. Tatverdächtig in diesem Fall ist ein 22 Jahre alter Mann aus Afghanistan. Er soll den gleichaltrigen Studenten auf offener Straße angegriffen und tödlich verletzt haben – Täter und Opfer kannten sich nicht.
Am Sonntag wurde eine 29-Jährige tot in ihrer Wohnung in Trier gefunden. Die Verletzungen deuten laut Polizei ebenfalls auf ein Tötungsdelikt hin – die Ermittlungen laufen. Die Frau war von ihrer Mutter als vermisst gemeldet worden.
Nähere Details zu möglichen Tatverdächtigen oder Hintergründen der Tat seien bislang nicht bekannt. „Die Ermittlungen sind nach wie vor sehr umfangreich“, sagte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Die Polizei bittet Zeugen, die zwischen Freitagnachmittag und Sonntagmittag verdächtige Beobachtungen in der Nähe der Nordallee gemacht haben, sich zu melden.
„Von heute auf morgen in tiefstes Leid gestürzt“

21 Juli 2026

30.Januar: Zufall? Doppelmoral zum Zweiten

Jetzt wird's plötzlich interessant:
30.Januar: Zufall? Doppelmoral zum Zweiten

 
 
Als der AfD-Parteitag in Erfurt auf einen Termin fiel, der angeblich historische Parallelen zur NSDAP aufweisen sollte, wurde daraus sofort ein Politikum. Dabei hatte die Messe den Termin vorgegeben. Trotzdem wurde eifrig über Symbolik, Geschichtsbilder und vermeintliche Botschaften diskutiert.
 
Und jetzt? Nun findet die Bundesversammlung zur Wahl des neuen Bundespräsidenten ausgerechnet am 30. Januar 2027 statt. Exakt an dem Datum, an dem Hitler 1933 zum Reichskanzler ernannt wurde.

Wie gehen wir nun mit dieser zeitlichen Übereinstimmung um? Gelten historische Bezüge plötzlich nur dann als skandalös, wenn sie ins gewünschte politische Narrativ passen? Oder messen wir künftig mit demselben Maßstab für alle?
 
Vielleicht zeigt dieser Fall vor allem eines: Ein Datum allein beweist keine Absicht. Wer jeder Terminüberschneidung automatisch eine politische Botschaft unterstellt, sollte diesen Maßstab konsequent anwenden oder einräumen, dass organisatorische Entscheidungen nicht automatisch historische Inszenierungen sind.
Geschichte sollte ernst genommen werden. Aber sie sollte nicht je nach politischer Gelegenheit unterschiedlich ausgelegt werden. Sonst entsteht der Eindruck, dass weniger das Datum zählt als die Frage, wen es gerade trifft.

Glaubwürdigkeit

Glaubwürdigkeit 
"Lieber Friedrich, Staatsmann, Dir danke ich für Deine zutreffende und wichtige Aussage "Glaubwürdigkeit ist in der Politik das höchste Gut‘ in Deiner Erklärung zum Rücktritt von Jens Spahn.
Ich bitte Dich gemäss Deiner Richtlinienkompetenz als Bundeskanzler jetzt alle Deine Minister darauf hinzuweisen und auch auf Glaubwürdigkeit in Deiner Politik zu achten.
Denn Freiheit und unsere fragile Demokratie sterben langsam. Vor allem durch den Verlust an Glaubwürdigkeit der regierenden Demokraten, wie 1918-1933 in der Weimarer Republik. Eine Selbstvergiftung.

Daher braucht Deutschland 2026 Offenheit, Wahrheit, Ehrlichkeit, Demut, Bescheidenheit- nicht nur der 85 Mio Staatsbürger, sondern vor allem vorbildlich in der Politik. In Deinem Kabinett, in der CDU, CSU, SPD und allen Parteien. Nur so retten wir unsere Demokratie.
Glück auf!" Hubertus Hoffmann (Jurist und Investor)

20 Juli 2026

Auswanderungsrekord - Deutschlands Leistungsträger wollen weg – und viele für immer (WELT+)

Auswanderungsrekord
Deutschlands Leistungsträger wollen weg – und viele für immer (WELT+)
Von Felix SeifertRedakteur im Ressort Wirtschaft & Innovation, 19.07.2026, 4 Min.
Mehr als 288.000 Deutsche zogen binnen eines Jahres ins Ausland. Neue Daten zeigen: Besonders Spitzenverdiener suchen nach Jobs jenseits der Grenze – angelockt von höherer Lebensqualität und niedrigeren Abgaben.
Laut den neuesten Erhebungen des Statistischen Bundesamts (Destatis) sind im vergangenen Jahr mehr als 288.000 Deutsche ins Ausland fortgezogen. Die Zahl der Auswanderer ist damit so hoch wie nie zuvor. Bisher gingen Experten davon aus, dass viele von ihnen nur temporär dortbleiben und einmal besser qualifiziert zurückkommen würden. Neue Zahlen lassen an dieser Annahme jetzt aber zunehmend zweifeln.
Sie zeigen: Vor allem Spitzen-Experten interessieren sich für einen Wegzug – und viele planen eben nicht, zeitnah wieder zurückzukommen. Das stellte das Job-Portal Indeed in einer repräsentativen Umfrage unter 1000 Beschäftigten fest. Zwei Drittel der Deutschen denken der Erhebung zufolge allgemein über einen Job im Ausland nach. 30 Prozent sahen sich schon konkret nach Stellen um oder schrieben bereits eine Bewerbung. Unter den Auslands-Interessenten sagten mehr als drei Viertel (77 Prozent) aus, für mehrere Jahre oder dauerhaft wegziehen zu wollen.
Sprachen Ökonomen etwa am Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Analysen im Jahr 2022 noch davon, dass eher keine negativen Auswirkungen durch die Wegzüge zu befürchten seien, sieht man dort heute durchaus Gefahren für den Standort insgesamt. „Typischerweise sind die Spitzenverdiener hoch qualifiziert oder haben leitende Positionen inne“, sagt Wido Geis-Thöne vom IW auf WELT-Anfrage. Deutschland würde aktuell „Stützen der Gesellschaft verlieren“.
Marketing- und Tech-Experten suchen im Ausland

Messerangriff auf Studenten „Es muss sich in Deutschland etwas ändern“ (WELT+)

Messerangriff auf Studenten
„Es muss sich in Deutschland etwas ändern“ – Eltern des Opfers von Trier appellieren an die Politik (WELT+)
Der Student, der in Trier von einem gleichaltrigen Afghanen mit einem Messer getötet wurde, war laut Polizei ein „Zufallsopfer“. Der 22-jährige Marius Dick war gerade auf dem Rückweg vom Supermarkt – kurz darauf dann tot. Täter und Opfer kannten sich laut Polizei nicht.
Die Eltern von Marius fordern nun Konsequenzen.

Den Ermittlungen zufolge habe der Beschuldigte dem 22-Jährigen am Mittwochmorgen aus bisher unbekannten Gründen auf der Straße mit einem Küchenmesser mindestens zweimal in den Oberkörper gestochen. Marius Dick starb trotz sofortiger Reanimation im Krankenhaus – ein plötzlicher Verlust, der für dessen Eltern kaum zu ertragen ist.
Kurz vor der Tat habe Marius seine letzte Klausur im Geschichtsstudium geschrieben – der Bachelorabschluss an der Universität Trier habe unmittelbar bevorgestanden. Anschließend habe er einen Masterstudiengang in Militärgeschichte in Potsdam beginnen wollen. 
Schuldfähigkeit des Beschuldigten wohl beeinträchtigt (Anm.: Wie so oft...)
Der Beschuldigte, der nach der tödlichen Attacke vom Tatort flüchtete und wenig später in der näheren Umgebung vorläufig festgenommen wurde, lebt seit mehreren Jahren in Trier und hat zuletzt in der Nähe des Tatorts gewohnt. Der Afghane hat die Tat eingeräumt, jedoch sonst keine Angaben zur Sache gemacht.
Das Amtsgericht Trier hat die einstweilige Unterbringung des Mannes in der geschlossenen forensischen Psychiatrie angeordnet. Den Ermittlungen zufolge leidet er an einer psychischen Erkrankung, wegen der er in jüngerer Zeit in einer psychiatrischen Klinik in Behandlung gewesen sei. „Es bestehen daher Anhaltspunkte dafür, dass die Schuldfähigkeit des Beschuldigten bei Begehung der Tat beeinträchtigt war.“ Klarheit soll ein Gutachten bringen.

Das ist der moralische Zustand der CDU. (NIUS)

Vom Tod dieses Jungen kam nichts. Aber zum Rücktritt Spahn ein " Brennpunkt " im Ersten. Ohne Nius und X hätte es dieser Fall gar nicht in die Öffentlichkeit geschafft
Julian Reichelt (NIUS)
"Das ist der moralische Zustand der CDU.
Die regen sich eine Woche darüber auf, dass Jens Spahn Vater geworden ist und man kann über Leihmutterschaft lange diskutieren. Das ist mit unseren Werten nicht vereinbar, aber dass jetzt der, ich weiß nicht wievielte Junge, dass, ich weiß nicht wievielte Kind dieses Landes aufgrund von CDU-Politik abgeschlachtet wird, das emotionalisiert da irgendwie niemanden.
Das ist die neue deutsche Normalität und nein, niemals dürfen wir uns daran gewöhnen. Und eine Frage hätte ich noch: Wo ist eigentlich der Bundeskanzler? Was sagt eigentlich der Bundeskanzler? Wann spricht eigentlich der Bundeskanzler? Der Bundeskanzler hat doch mit genauso einem Fall, wenn ich mich richtig erinnere, die Bundestagswahl gewonnen. Nach dem Mord von Aschaffenburg hatte er sich doch hingestellt. Das war exakt derselbe Fall. Zufallsopfer. Du gehst über die Straße und einer dieser Barbaren, eine dieser Bestien schlachtet dich einfach ab. Und wenn ich das schon höre: Er galt als gut integriert, weil er eine Ausbildung abgeschlossen hatte und irgendwo gearbeitet hatte. Entschuldigung, ich persönlich als jemand, der Afghanistan lang und ausführlich bereist hat und viel Zeit mit den Menschen dort und dem Weltbild verbracht hat, ich muss ihn mir nur anschauen. Und jetzt werden manche Leute sagen, na ja, vom Äußeren her darf man nicht urteilen. Doch, oh doch, wenn man diese Religion kennt, wenn man diese Religion kennt, wenn man den Islamismus kennt, wenn man diese Kultur kennt, dann weißt du, wenn du Menschen teilweise anschaust, ob sie integriert sind.
Das ist doch genau der Fall, der uns eingeredet werden soll. Der war doch eine Fachkraft. Der hatte eine ausgebildete Metallerausbildung, hat an der Werkbank gearbeitet. Das war eine Fachkraft. Das sind die Menschen, die wir akzeptieren sollen, politisch gewollt. Ich kann ganz klar dazu sagen, ich möchte keine islamistischen Fachkräfte, auch wenn sie Fachkräfte sind. Eine islamistische Fachkraft ist für mich in allererster Linie immer noch Islamist.

Ich persönlich möchte auch sagen, ich möchte auch nicht einmal Ärzte in Deutschland mit zweifelhaftem Weltbild und zweifelhafter, religiös fanatischer Ausrichtung und ja, auch davon gibt es viele. Es wird immer so getan, als ob wenn jemand Arzt wäre, er eine automatische Bereicherung für die Gesellschaft wäre, nur weil er etwas Sehr, Sehr Sinnvolles, Bereicherndes beherrscht. Ein Arzt, der Islamist ist – und ja, davon haben wir viele in Deutschland –, ist immer noch ein Islamist und wir sind besser aufgehoben ohne den islamistischen Arzt als mit dem islamistischen Arzt. Das ist die Realität. Der Islamismus ist die mörderischste, gefährlichste Ideologie dieser Erde. Eine Unterwerfungsideologie. Du gehst über die Straße mit deiner Freundin in der ältesten Stadt Deutschlands, ausgerechnet in der ältesten Stadt Deutschlands. Keine Stadt in Deutschland steht so für das christliche Abendland wie diese Stadt. Du gehst einfach über deine Straße und im nächsten Moment wirst du abgeschlachtet mit einem ganz klar islamistisch geprägten Tatmuster. Das Messer, den Ungläubigen, die Klinge an den Hals. Es ist alles klar in diesem Fall. Wir haben sie hunderte Male erlebt. Wir haben über unzählige Fälle geweint.

Wir dürfen uns nicht auf diese Menschen verlassen. Es wandern Barbaren des Islamismus zu uns ein. Und der hat auch keine psychische Störung oder anders – natürlich hat er irgendeine psychische Störung, wenn er auf offener Straße aus dem Nichts einfach einen Menschen abschlachtet. Natürlich hat so jemand eine psychische Störung, aber das sollte doch hier nicht im Mittelpunkt stehen. Das ist mir doch auch vollkommen egal. Neuerdings hat jeder von denen eine psychische Störung. Wenn sie eine psychische Störung haben und wenn das bekannt war, warum sind sie denn dann bitte noch im Land? Warum haben wir abgelehnte Asylbewerber mit psychischen Störungen im Land? Da gibt's doch ein herrliches Land für den. Es heißt Afghanistan. Warum ist er nicht längst wieder zurück?