Nach islamistischer CSD-Attacke: Die Lebenslüge der Linken und der Islamisten
Nach dem islamistischen Anschlag auf den Berliner CSD: Erst verändert sich das Lebensgefühl, dann die Lebensweise (NZZ)
Abermals hat der radikale Islam in Deutschland zugeschlagen. Die Bürger
sind die Floskeln leid. Linke und Islamverbände müssen der Wahrheit
endlich ins Auge sehen.
von Oliver Maksan, Berlin, 26.07.2026, 4 Min
Wir
lassen uns unsere Art und Weise zu leben nicht nehmen: Mit diesem
hilflosen Mantra reagieren deutsche Politiker seit Jahren reflexartig,
wenn der radikale Islam wieder einmal zugeschlagen hat.
Am späten Samstagabend in Berlin war es mit der tödlichen Attacke eines IS-Anhängers auf den Christopher Street Day wieder so weit. Eine fröhliche Veranstaltung bei schönstem Sommerwetter endete im Berliner Tiergarten blutig.
So
wie die deutschen Weihnachtsmärkte seit dem Anschlag auf den Berliner
Breitscheidplatz 2016 ihre Unschuld verloren haben, wird auch der CSD
seine Unschuld so schnell nicht mehr wiedergewinnen.
Islamisierungsversuche nehmen zu
Politiker
wären vor diesem Hintergrund gut beraten, sich mit Floskeln hohler
Entschlossenheit zurückzuhalten. In den Augen der Bürger klingt das
mittlerweile wie Hohn. Sie wissen: Endlos hält die etablierte
Lebensweise derartige Angriffe nicht aus. Beschwörungen bringen sie
nicht zurück. Schon jetzt geht Volksfestbesuchen eine individuelle
Risikoabwägung voraus. Erst aber verändert sich das Lebensgefühl, dann
die Lebensweise.
Sie
hat sich durch den infolge von Migration eingeführten Islam schon jetzt
längst verändert, lange unterhalb der Schwelle solcher Gewalttaten.
Minderheiten wie Juden und Homosexuelle, aber auch Frauen bekommen es
als Erste zu spüren. Sie sind gewissermassen das Frühwarnsystem der
offenen Gesellschaft.
Jüngstes
Beispiel: «Du Schwuler, geh weg von hier, der Islam ist hier Chef.» Das
bekam ein Lehrer an einer Berliner Schule kürzlich von den Schülern zu
hören. Ein Einzelfall ist das nicht. In Berlin-Neukölln beklagte der
sozialdemokratische Bürgermeister den Anpassungsdruck, den muslimische
Schüler ausüben.
Ob
Schwulenhass oder Terror gegen Schwule: Die Überzeugung, dass der Islam
im öffentlichen Leben absoluten Vorrang hat, ist die Quelle all dieser
Haltungen und Taten. Zur Not muss ihm eben mit Gewalt zu seinem Recht
verholfen werden.
Die
Verantwortlichen in der Politik werden deshalb über mehr als
Sicherheitskonzepte sprechen müssen. Dass diese auf dem CSD nicht
funktioniert haben, ist offenkundig. Der scheidende Berliner
Bürgermeister Kai Wegner von der CDU wird sich dazu noch verhalten
müssen.
Der mutmassliche Täter ist Deutscher Letztlich
muss man das Problem aber an der Wurzel packen. Dazu gehört eine
restriktive Migrationspolitik, die diesen Namen verdient. Man kann die
jahrelangen Versäumnisse deutscher Regierungen gerade an dem Umstand
erkennen, dass der libanesischstämmige mutmassliche Täter deutscher
Staatsbürger ist.
Vor allem müssen sich linke Parteien und der organisierte Islam endlich auf ihre Verantwortung besinnen.
Die
Islamverbände beklagen nach solchen Taten allenfalls dürr die Gewalt.
Im Übrigen erklären sie sich für unzuständig, da der Islam ja eine
Religion des Friedens sei. Bereitschaft, für Toleranz gegenüber
sexuellen Minderheiten zu werben, gibt es nicht. Woher soll die auch
kommen, ist die Ablehnung der Homosexualität doch tief in den Quellen
des Islams verankert.
Die
grossen Rechtsschulen sind sich einig, dass Koran und Prophet
homosexuelle Praktiken nicht nur verurteilen, sondern ihre Bestrafung
fordern. Das ist freilich der Unterschied etwa zur katholischen Kirche.
Auch diese hält praktizierte Homosexualität für sündhaft. Der Papst
fordert aber nicht dazu auf, Schwule zu steinigen.
Im
konservativen Islam ist das anders. Vor einigen Jahren sinnierte eine
Moderatorin in einem der Muslimbruderschaft nahestehenden ägyptischen
Sender offen darüber, welche Strafe nun geeigneter für Homosexuelle
sei, Steinigung, das Herabstürzen von Dächern oder Verbrennen.
Der
IS, zu dem sich der mutmassliche Täter bekannte, liess seinen Worten
Taten folgen. In seinem kurzlebigen Kalifat im Mittleren Osten wurden
Homosexuelle von Dächern gestürzt. Überlebten sie, erledigte die Menge
durch Steinigung den Rest.
Die gewohnte Leichtigkeit wird nicht wiederkommen
Neben
dem organisierten Islam muss aber auch die deutsche Linke endlich
verstehen, dass sie nicht nur Taten verurteilen, sondern endlich die
Täter beim Namen nennen muss. In der Schwulenszene ist es hinter
vorgehaltener Hand längst klar, wer ihre Freiheit und ihr Leben bedroht.
Nur die offiziellen LGBT-Verbände tun noch immer so, als sei das
grösste Problem der Aufstieg der AfD. Mag die Partei auch den
öffentlichen Bekenntniszwang zur Vielfalt ablehnen, unmittelbare Gefahr
geht von ihr für die queere Szene wohl kaum aus.
Aber
auch die Parteien links der Mitte sind bis anhin Teil des Problems
statt der Lösung. Natürlich verurteilen SPD, Grüne und Linkspartei den
islamistischen Terror umstandslos. Was sollten sie auch sonst tun? Wenn es aber darum geht, das religiöse Weltbild klar zu benennen, dem dieser Terror entspringt,
hört man kaum etwas. Dann stehen Taten aus falsch verstandener Furcht
vor Diskriminierung und Rassismus schnell ohne Täter da. Wirksame
Gegenmassnahmen wird es so aber nicht geben.
Die Deutschen ahnen längst: Schnelle Lösungen, gar absolute Sicherheit,
gibt es nicht. Sie dürfen aber erwarten, dass die Politik Floskeln sein
lässt und entschlossen handelt.
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