03 September 2026

The Pioneer - Seine eigene Ministerin entlarvt Steuer-Trickbetrüger Merz

The Pioneer
Seine eigene Ministerin entlarvt Steuer-Trickbetrüger Merz
Das Kabinett Merz soll die Steuerreform von Finanzminister Klingbeil verabschieden. Doch Wirtschaftsministerin Reiche begehrt auf und entlarvt das Vorhaben als Trickbetrug.
Gabor Steingart, 03.09.2026
Wer zum Kern des Kerns der Unbeliebtheit dieses Bundeskanzlers vordringen will, darf sich vom Festival der Nebensächlichkeiten nicht ablenken lassen. Schuld sind weder sein Alter noch seine Leidenschaft für die Privatfliegerei, und auch die verunglückten Auftritte wie jüngst bei RTL spielen keine besondere Rolle.
All diese Dinge stören vor allem diejenigen, die sich ohnehin an der Kanzlerschaft eines Konservativen reiben. Hier kommt es schon habituell zur Abstoßungsreaktion. Die Feindseligkeit gegenüber einem Mann des privaten Kapitalmarktes ist in diesen Kreisen angeboren. Wer einst für BlackRock gearbeitet hat, gilt hier als Fürst der Finsternis.
Die Wählerschaft von CDU und CSU schaut mit milderem Blick auf Merz. Auch die Tatsache, dass dieser Regierungschef ein kommunikativer Underperformer ist, wäre hier kaum der Rede wert. Viele erinnern sich noch mit Frösteln an Helmut Kohl, der Saumagen als sein Leibgericht bezeichnete, Deutschland als Freizeitpark titulierte und ausgerechnet den Sowjetreformer Michail Gorbatschow mit NS-Propagandachef Joseph Goebbels verglich.
Merz macht Politik ohne das CDU-Parteivolk
Die tiefe Enttäuschung der Merz-Anhänger rührt aus dem Verrat an zentralen Werten der CDU. Im Wahlkampf trat er als Verteidiger von Maß und Mitte auf. Wenn er über die Schuldenbremse sprach, konnte man denken, er spricht von einer Geliebten.
Und dann das: Mit den Stimmen der Grünen genehmigte er sich, noch bevor der neue Bundestag zusammentrat, den größten Schluck aus der Kreditpulle, den sich je ein deutscher Regierungschef genehmigt hat. Das war Politik ohne Volk, zumindest ohne das CDU-Parteivolk.
Regierung führt Stellenabbau ad absurdum
Beim Stellenabbau im Staatsapparat das Gleiche: Im vergangenen Mai erst hatte die Union die SPD-Spitzen noch dazu gebracht, ihre Unterschriften unter einen Koalitionsvertrag zu setzen, in dem es hieß: „Stellenabbau in der Bundesverwaltung um acht Prozent“.
Wie die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft nun in einer Studie untersucht hat, ist die Bundesregierung derzeit dabei, dieses Ziel ad absurdum zu führen. Über 4700 neue Stellen sollen allein von 2026 auf 2027 neu entstehen, davon die allermeisten nicht als „herkömmliche“ Arbeitnehmer, sondern als Beamte. Für die Krustentiere der Verwaltung herrschen dieser Tage angenehme Witterungsverhältnisse.
Planmäßig verschlechtert die Regierung die Angebotsbedingungen

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