Warum wohl? Tat und Umfeld passen nicht ins linke Weltbild. Täter ist ein in Deutschland geborener Türke, dessen Flucht von einer Aktivistin einer Migrations-NGO ermöglicht wurde, die die Schwiegermutter des SPD-Politikers und Migrationsbeauftragte von Niedersachsen Deniz Kurku ist. Aber lesen Sie selbst
Was die Reaktionen in den sozialen Medien beherrscht, ist nicht zuletzt die Tätigkeit von Sylvia S. – laut Medienberichten – als Beraterin für die NGO „Verband binationaler Familien und Partnerschaften“. Sie berät in Sachen Familiennachzug, Aufenthaltsrecht und Einbürgerung und wird durch das Förderprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesfamilienministeriums unterstützt. In den sozialen Medien wird nun über die Herkunft des offenkundig nicht gerade preiswerten Fluchtwagens, eines Mercedes AMG, spekuliert.
Ihr Schwiegersohn Kurku ist vor der Tat auch vonseiten der CDU in Kritik geraten, da er in den Fördermittel-Skandal um den betrügerischen Verein „Integrationsarbeit Kronsberg e.V.“ und die ehemalige SPD-Politikerin Hülya Iri verwickelt ist. Er hatte in seiner Funktion als Landesbeauftragter für Migration und Teilhabe die Förderung (insgesamt 1,2 Millionen Euro) „uneingeschränkt und mit großer Überzeugung“ unterstützt.
Die Leiterin der Mutter-Kind-Einrichtung wurde erschossen
Zum
Hergang der Tat: Am Montag, den 29. Juni 2026, hat der 45-jährige Fatih
G., ein in Deutschland geborener Türke, bei einem „Hilfeplangespräch“
in der Mutter-Kind-Einrichtung in der Dankersstraße 29 in Stade
vermutlich sechs Menschen erschossen – Mitarbeiter der Einrichtung und
des Jugendamts der Region Hannover. Die Staatsanwaltschaft sieht in der
Tat die Merkmale eines sechsfachen Mordes als erfüllt an, insbesondere
Heimtücke und niedrige Beweggründe. Eine Mordkommission wurde
eingerichtet. Die drei Monate alte Tochter von Fatih G. und die Mutter
des Kindes waren während der Tat im Gebäude, blieben aber unverletzt.
Nach Cicero-Informationen gehört zu den Mordopfern auch die Leiterin der Mutter-Kind-Einrichtung. Die Einrichtung selbst wurde mittlerweile nach Entzug der Betriebserlaubnis geschlossen. Ein anderes Mordopfer ist eine junge Mutter aus Hannover. Laut Hannoverscher Allgemeinen hinterlässt sie zwei kleine Kinder im Alter von drei und vier Jahren. Die Kleinkinder sind durch den Mord zu Vollwaisen geworden, da ihr Vater vor wenigen Wochen starb.
Ein Vorgeschichte voller Bedrohungen
Das Verbrechen hat nach verschiedenen Medienberichten folgende Vorgeschichte: Vor einigen Wochen war das Baby in der Medizinischen Hochschule Hannover als Notfall behandelt worden. Ärzte äußerten den Verdacht auf ein potentiell lebensgefährliches Schütteltrauma, also Gewaltanwendung. Beide Eltern bestritten dies. Die Zeit berichtet, dass die Staatsanwaltschaft Hannover damals gegen beide Eltern wegen des Verdachts der Misshandlung von Schutzbefohlenen ermittelte. Zusätzlich wurde gegen Fatih G. wegen Bedrohung von Ärzten ermittelt, die sein Kind behandelten. Fatih G. hatte danach seinerseits Strafanzeige gegen fünf Krankenhaus-Beschäftigte gestellt.
Das
Amtsgericht Neustadt am Rübenberge hatte den Eltern dann die
Gesundheitssorge entzogen, weil sie offenbar die medizinische Behandlung
des Kindes verhindert haben. Mutter und Kind wurden auf der Grundlage
dieses Gerichtsbeschlusses in die Einrichtung in Stade gebracht, den Ort
des späteren Sechsfachmordes. Gegen diese Entscheidung hatten die
Eltern Beschwerde beim Oberlandesgericht Celle eingelegt.
Die selbsterklärte Patentante und spätere (womöglich unfreiwillige) Fluchthelferin Sylvia S. hatte drei Tage vor den Morden ihre Sicht auf den Streit in einer Mail an den NDR und andere Medien versucht öffentlich zu machen. Laut NDR schreibt sie mit Blick auf den Aufenthalt im Krankenhaus von „Widersprüchen, Ungereimtheiten und unzulänglichen Dokumentationen des medizinischen Personals“. Unter anderem sei dem „Jugendamt die Darstellung der Eltern des Unfallhergangs offenbar nicht vollständig bekannt“ gewesen. Demnach habe das Kind die Verletzungen nicht durch Schütteln erlitten, sondern durch einen „unbeabsichtigten (...) kräftigen Zusammenstoß“ zwischen Stirn des Vaters und Kopf der Tochter im Bett, wo der Säugling mit den Eltern geschlafen habe. In dem Brief behauptet sie auch, dass vor allem das Klinikpersonal gegenüber Gericht und Jugendhilfeeinrichtung den Kindsvater zu unrecht als aggressiv und bedrohlich geschildert habe. Eine Behauptung, die durch die Tat wohl widerlegt sein dürfte.
Die Rolle der Mutter bleibt völlig im Dunkel
In der Presse kam die Frage auf, warum es keine besonderen Sicherheitsvorkehrungen in der Einrichtung vor dem Termin mit Fatih G. gab. Das niedersächsische Sozialministerium erklärte daraufhin, es sei bei solchen „Hilfeplangesprächen“ nur üblich, die Polizei einzubinden, wenn die Gefahrenlage entsprechend eingeschätzt werde, was offenbar nicht der Fall war.
Für die bewusste Planung der Mordtat durch Fatih G. spricht, dass er laut NDR-Bericht die verwendete Beretta-Pistole etwa eine Woche vor der Tat illegal in Berlin gekauft hat. Er gab insgesamt 15 Schüsse ab, hat also während der Morde zwischendurch sogar noch nachgeladen.
Erste Vermutungen in öffentlich-rechtlichen Medien, dass Fatih G. zum berüchtigten Miri-Clan gehöre, wurden auf einer Pressekonferenz von Polizei und Staatsanwaltschaft ausdrücklich dementiert.
Unklar bleibt nicht nur, ob und wie die Fahrerin, Patentante, NGO-Aktivistin und Kurku-Schwiegermutter Sylvia S. in die Tat und Pläne eingeweiht war, sondern bislang auch die Person und die Rolle der Mutter des Babys. Sie wurde zunächst festgenommen, aber bald wieder entlassen. Auch gegen sie wurde kein Haftbefehl beantragt.

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