Sowas kommt von sowas (WELT)
Von Ulf Poschardt
Dass eine linksextremistische Gruppe mit einem Anschlag zehntausenden
Berlinern den Strom nimmt, kommt nicht von ungefähr. Über Jahre konnte
die militante Linke ihre Infrastruktur im vorpolitischen Raum nahezu
unbehelligt ausbauen.
Der
Feind steht rechts. Alle erinnern sich noch daran, als drei, vier
angetrunkene Popper geschmacklos auf Sylt feierten und das Video einer
Sangeseinlage in Deutschland viral ging. „Stern“-Cover
(„Champagner-Nazis“), Ansprachen des Bundeskanzlers („eklig“) und ein
wochenlang tosender Entrüstungssturm, der immer wieder neu befeuert
wurde – vor allem von der großen, antifaschistischen NGO-Industrie, die
ihre eigene Existenz vor allem der Phantomjagd nach einer bald zu
erwartenden Machtübernahme vermeintlicher Nazis verdankt.
Währenddessen
konnte die militante Linke – mit ideologischer Unterstützung der Grünen
Jugend, der Linkspartei und der Klima-Aktivist:innen – ihre
Infrastruktur im vorpolitischen Raum nahezu unbehelligt ausbauen. Die
„Hammerbande“ jagte Andersdenkende in Ungarn und setzte brutale und
blutige Gewalt ein. Ihre intellektuellen Stichwortgeber erhielten
derweil Künstlerpreise und Stipendien. Und während die „Letzte
Generation“ das Gewaltmonopol des Rechtsstaates offen infrage stellte,
war erstaunlich, wie Kirchen, Gerichte, ja sogar der Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang
und natürlich immer wieder die Medien, nicht nur die
öffentlich-rechtlichen, das linke, linksradikale und linksextremistische
Treiben in Schutz nahmen oder gar unterstützten.
Die Kriegserklärung der Linksextremisten, die sich nun im Stromausfall im Berliner Südwesten offenbart, war lange absehbar. Während des 1. Mais gab es immer wieder erschreckende Demonstrationen durch den Grunewald, wo gescheiterte Faulenzer den Erfolgreichen die Enteignung androhten. Schon die Nazis vertrieben dort in den späten Dreißigerjahren das jüdische Bürgertum. Die linksextremistischen Nullen haben sich zuletzt weiterentwickelt: Sie haben sich mit den radikalen Verlierern aus der Palästina-Bewegung solidarisiert und nach dem 7. Oktober 2023 Straßen, Plätze und Universitäten mit ihren antisemitischen Aufläufen entstellt.
Die Kriegserklärung der Linksextremisten, die sich nun im Stromausfall im Berliner Südwesten offenbart, war lange absehbar. Während des 1. Mais gab es immer wieder erschreckende Demonstrationen durch den Grunewald, wo gescheiterte Faulenzer den Erfolgreichen die Enteignung androhten. Schon die Nazis vertrieben dort in den späten Dreißigerjahren das jüdische Bürgertum. Die linksextremistischen Nullen haben sich zuletzt weiterentwickelt: Sie haben sich mit den radikalen Verlierern aus der Palästina-Bewegung solidarisiert und nach dem 7. Oktober 2023 Straßen, Plätze und Universitäten mit ihren antisemitischen Aufläufen entstellt.
Der
Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner (CDU), steht dem eher
unbeholfen gegenüber. Die Medien berichten erstaunlich zurückhaltend
darüber. Die Anschläge auf die Infrastruktur in Adlershof und auch bei
Tesla werden von manchen linken Journalisten mit erstaunlichem
Wohlwollen begleitet. Der vulgäre Antikapitalismus, der bis in die
bürgerlichen Blätter hinein gewuchert ist, kann nicht anders verstanden
werden denn als Einladung, mit dieser Art von Terror weiterzumachen.
In
Zehlendorf, Lichterfelde, Schlachtensee, Wannsee und Nikolassee sieht
man nach dem Stromausfall die Reichen ihre Range Rover vollpacken und
dann ab nach Mitte ins Hotel fahren, der Gärtner übernimmt die Wacht im
Haus, und die Armen müssen sich irgendwie durchkämpfen. Die Linke ist in
all ihren Erscheinungsformen voller Verachtung für die Unterschicht und
die Schwachen. Die baden auch diese Art des Extremismus aus, so wie die
meisten Opfer der RAF unschuldige Fahrer und Polizisten aus dem
einfachen Volk waren.
Wenn der Linksextremismus und seine kulturellen Vorbereiter und Brandbeschleuniger in den Medien, im Kulturbetrieb und den Universitäten nicht bald auf echten Widerstand treffen und die nach Linksaußen offene NGO-Struktur jegliche staatliche Förderung verliert, droht den Deutschen am Ende der Zwanzigerjahre jede Menge extremistischer Gewalt – besonders von links.
Ulf Poschardt ist Herausgeber von WELT, „Politico“ und „Business Insider“ und ist als Anwohner selbst vom Stromausfall betroffen.

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