11 Juni 2026

Organisierte Kriminaliät Wie „Clans“ Deutschland ausplündern (Epoche Times)

Organisierte Kriminaliät

Wie „Clans“ Deutschland ausplündern (Epoche Times)
Sie kassieren Sozialhilfe und fahren Rolls-Royce. Sie rauben Geschäfte und Museen aus, zerstören deutsches Kulturgut, betrügen alte Menschen, prügeln auf Polizisten ein und verachten die liberale deutsche Gesellschaft, in die sie eingewandert sind: arabische, kurdische und Roma-Clans. Das sind keine Vorurteile. Das sind Fakten aus Polizei- und Medienberichten. Beispiele und Hintergründe.
Tom Goeller
Es vergeht fast keine Woche, kein Monat, ohne dass über sogenannte Clankriminalität in Deutschland berichtet wird. Diese Form von Verbrechen nimmt zu. Jüngster Aufreger in der „BILD“ vom 21. Mai: „Skandal in der JVA Euskirchen: Clan-Chef im Rolls-Royce geblitzt, als er im Knast sein sollte“.
Den arabischen, türkischen, kurdischen und Roma-Clans wird oft vorgeworfen, dass sie für ihre Hunderte, manchmal auch Tausende Personen zählenden sogenannten Großfamilien Sozialhilfe beziehen, aber in Luxuslimousinen umherfahren und Villen in teuren Wohngegenden unterhalten.
Roma: Goman-Clan
Seit Jahrzehnten beschäftige der Name „Goman“ zahlreiche Gerichte in Deutschland, berichtete „BILD“ am 22. Mai weiter. Michael Goman werden Teppichbetrug und die sogenannte Enkeltrickmasche bei alten Menschen, mit der er sie um Millionen geprellt haben soll, vorgeworfen.
Der Clanchef Goman lebe mit seiner „Großfamilie“ „in Pomp und Protz“. Zu Hause gebe es „goldene Türgriffe“, berichtete vor einem Jahr „SPIEGEL TV“. Dennoch hätten Goman und seine Verwandtschaft stets Sozialhilfe erhalten und damit möglicherweise Sozialbetrug begangen.
2019 wurde Goman vom Landgericht Köln wegen gewerbsmäßigen Betrugs zu acht Jahren Haft verurteilt. Der „Goman-Clan“ ist die Bezeichnung für eine unter anderem in Deutschland, insbesondere in Leverkusen, ansässige Roma-Großfamilie, die ursprünglich aus Osteuropa stammt.
Arabische Clans
Seit Jahren schaffen es Angehörige meist arabischstämmiger Großfamilien mit spektakulären Verbrechen in die Schlagzeilen. Laut „Berliner Morgenpost“ sei neben Nordrhein-Westfalen, Bremen und Niedersachsen „Berlin dabei unumstritten eines der großen Clanzentren in Deutschland“. Besonders der Bezirk Neukölln gelte „hier als Revier der primär kurdisch- und arabischstämmigen Großfamilien, deren Mitglieder durch Verbrechen vielfach zu Reichtum, Macht und Einfluss gekommen sind“, so die Zeitung.
Viele Familien kämen aus dem Libanon. Der dortige Bürgerkrieg in den Jahren 1975 bis 1990 habe viele zur Flucht nach Deutschland veranlasst. Obwohl Mitglieder dieser Clans auch dort schon kriminell aktiv gewesen seien, sähen Kritiker deren „Hinwendung zum Verbrechen als Ergebnis verfehlter deutscher Integrationspolitik“, so die Zeitung weiter.
„Seit den großen Flüchtlingswellen seit 2015“ kämen neuere Clans aus Tschetschenien, Afghanistan und Syrien hinzu.
Syrer: Neue Clankriminalität
Am 22. April gab das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen bekannt, dass die Polizei „im Rahmen der Bekämpfung der Clankriminalität“ eine Großrazzia in acht Bundesländern durchgeführt habe.
Die fünf Verdächtigen, allesamt Syrer, sollen rund 1,7 Millionen Euro Schaden verursacht haben. Es gehe um Steuerhinterziehung und Hehlerei. Insgesamt seien 52 Immobilien durchsucht worden. Allerdings sei nur ein Haftbefehl vollstreckt worden, teilte das LKA mit.
Libanesen: Remmo-Clan
Hierzulande wurde am bekanntesten der Remmo-Clan, von dem zahlreiche Mitglieder in den vergangenen 25 Jahren als Intensivtäter identifiziert wurden. Ursprünglich in Südostanatolien beheimatet, wanderten rund 500 bis 1.000 Familienmitglieder über den Libanon nach Deutschland ein.
Dies berichtete der „SPIEGEL“ im Jahr 2020. In dem Artikel wird zudem angesprochen, dass im Jahr 2017 „ein Staatsanwalt ihrer Sippe über 1.000 Straftaten – vorwiegend Einbrüche und Diebstähle – mit einer Schadenssumme von über 28 Millionen Euro“ zugeschrieben habe. Erstmals auffällig geworden sei der Remmo-Clan 1992, als zwei Mitglieder in Berlin einen jugoslawischen Gastwirt erschossen.
Im Oktober 2008 fuhr der damals 19-jährige Ibrahim Remmo mit einem BMW am Potsdamer Platz in Berlin einen Rentner tot und beging Fahrerflucht. Zwei Monate später brach er mit seinem Bruder Bilal in eine Drogerie ein. Bei der anschließenden Verfolgung durch die Polizei prallten die beiden Brüder mit ihrem Auto gegen einen Baum und starben.
„Die Beerdigung glich einem Prominentenbegräbnis: Intensivtäter aus Neukölln, Clanfreunde aus Schöneberg, Serienräuber aus Wedding“, erinnerte der „Tagesspiegel“ im Jahr 2018 an diesen Vorfall.
Zahlreiche Mitglieder des Remmo-Clans wurden in den vergangenen 25 Jahren wegen schwerer Körperverletzung von Polizisten, Drogenhandel, „Schutzgeld“-Erpressung, Raub, Geldtransportüberfall, Geldwäsche, Hehlerei, illegalen Waffenbesitzes und Waffenhandels sowie Terrorisierung ihrer Nachbarschaft angeklagt.
„Meisterdiebe“ im Museum
All dies wirkt gemessen an den Jahrhundertdiebstählen jedoch wie Bagatellen. Den ersten spektakulären Diebstahl führte Toufic Remmo aus. Er brach im Jahr 2014 in eine Sparkasse in Berlin-Mariendorf ein und erbeutete mehr als 9 Millionen Euro.
Am 27. März 2017 wurde im Berliner Bode-Museum die 100 Kilogramm schwere Goldmünze „Big Maple Leaf“ im reinen Metallwert von fast 4 Millionen Euro gestohlen. Vier Verdächtige wurden gefasst, drei von ihnen waren Remmos. Die Münze ist bis heute verschwunden. Im Juli 2021 wurden die Täter zu Haftstrafen und der Clan zur Zahlung von 3,3 Millionen Euro verurteilt.
Dies hielt den Intensivtäterclan jedoch nicht davon ab, im November 2019 einen noch spektakuläreren Raubzug im Dresdner „Grünen Gewölbe“ des Residenzschlosses zu begehen. Aus den Staatlichen Kunstsammlungen stahlen sie Teile von drei historischen Juwelengarnituren aus der Zeit Augusts des Starken, deren Wert Kunstexperten auf mindestens Hunderte Millionen bis zu 1 Milliarde schätzten.
Fünf Remmo-Mitglieder, die allesamt die deutsche Staatsangehörigkeit haben, wurden festgenommen und im Mai 2023 zu vier bis sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Einer der Täter war auch an dem Raub im Bode-Museum beteiligt und nennt sich laut „Sächsischer Zeitung“ selbst „Meisterdieb“.
Palästinenser: Abou-Chaker
Große Bekanntheit erlangte auch der palästinensische Abou-Chaker-Clan, vor allem in Verbindung mit dem Rapper Bushido, der in Wahrheit Anis Mohamed Youssef Ferchichi heißt.
Zunächst gründete der Clanchef Arafat Abou-Chaker im Jahr 2004 gemeinsam mit Bushido ein Plattenlabel. 2007 wurde Arafat auch Manager des Rappers. 2018 kam es zum Bruch und es begann ein Rechtsstreit zwischen beiden, der erst im Januar dieses Jahres zum vorerst letzten Urteil zwischen Bushido und Abou-Chaker führte. Arafat muss 1,78 Millionen Euro an den einstigen Rapper zahlen. Ginge es nur um diese Geschichte, läge keine Clankriminalität vor.
Aber auch die Abou-Chaker-Großfamilie zog während des libanesischen Bürgerkriegs nach Westberlin. Eine Reihe von Mitgliedern wurde bald polizeibekannt, und zwar durch „Schutzgeld“-Erpressungen, Drogen- und Waffenhandel, Geldwäsche, Raubüberfälle, Diebstähle, Zuhälterei und auffällig viele Körperverletzungsdelikte.
Arafat Abou-Chaker stellt sich in der Öffentlichkeit gern als „Opfer“ dar. Am 22. Mai etwa stand er dem Podcaster Ben Berndt zu einem ausführlichen Gespräch zur Verfügung und behauptete: „Der Staat ist der größte Clan.“
Der Abou-Chaker-Clan löst in Berlin fast monatlich groß angelegte Polizeieinsätze aus, so zum Beispiel am 19. April. Die „BILD“ titelte: „Polizei-Großeinsatz: Clanschlägerei nach Boxkampf in Berlin“ und berichtete über eine öffentlich ausgetragene Auseinandersetzung des Abou-Chaker-Clans mit dem Miri-Clan.
Kurden: Miri-Clan
Laut „Berliner Morgenpost“ kam der kurdischstämmige Miri-Clan ebenfalls infolge des Libanonkrieges nach Deutschland und sei neben Berlin vor allem in Niedersachsen aktiv.
Clanchef Ibrahim Miri geriet in die Schlagzeilen, „als er nach seiner Abschiebung 2019 medienwirksam wieder nach Deutschland zurückkehrte und Asyl beantragte“, „trotz eines siebenjährigen Einreiseverbots“, berichtete damals der „Deutschlandfunk“.
Der Kölner Sender damals weiter: „Miri ist Oberhaupt einer Großfamilie, von denen mehrere Hundert Mitglieder schon im Visier der Justiz standen. Er war Chef des verbotenen Rockerclubs Mongols, wird mit Erpressung, Waffenhandel und anderen Delikten in Verbindung gebracht. 2014 wurde er wegen bandenmäßigen Drogenhandels zu sechs Jahren Haft verurteilt. Vor einem Jahr kam er auf Bewährung frei.“
Vor drei Jahren berichtete die „tagesschau“ über ein weiteres Clanmitglied, nämlich Heisem Miri: „Sein Fall gilt als beispielhaft“, ist in dem Artikel zu lesen. „17 Staatsanwaltschaften hatten den Mann, der in Deutschland mit zahlreichen Aliasnamen agierte, über die Jahre zur Fahndung ausgeschrieben.“
Er wird verdächtigt, 2009 im Auftrag seiner Familie einen sogenannten Ehrenmord bei Bremen begangen zu haben. Danach verschwand er in die Türkei. Doch der türkischen Polizei soll es dreimal nicht gelungen sein, ihn festzunehmen. Rechtshilfeersuchen seitens Deutschlands seien aus der Türkei unbeantwortet geblieben. Laut „tagesschau“ sei die Türkei ein „Exil für Clankriminelle“.
„Urvater der Clankriminalität“: Al-Zayn
In das gleiche Profil passt der zweite kurdisch-libanesische Al-Zayn-Clan, auch El-Zein genannt. Beide, der Miri- und der Al-Zayn-Clan, begingen 2014 einen spektakulären Raub im Berliner Luxuskaufhaus KaDeWe.
Mahmoud Al-Zayn gilt als Clanchef der Al-Zayns. Nach zahlreichen Haftstrafen reiste er 2021 nicht in den Libanon, den er als Geburtsland angegeben hatte, aus, sondern flog in die Türkei, plötzlich „ausgestattet mit einem türkischen Pass auf seinen im türkischen Melderegister eingetragenen Namen“, berichtete der Berliner „Tagesspiegel“.
Ende 2024 setzte er vor einem Berliner Gericht seine Wiedereinreise durch, obwohl laut „Tagesspiegel“ seit 2005 70 Strafverfahren gegen den Clanchef geführt worden seien.
Das Blatt weiter: „El-Zein ist gewissermaßen der Urvater der Clankriminalität in Berlin, hatte in der Unterwelt großen Einfluss und Macht. Er steht zugleich für das jahrzehntelange Versagen der Behörden im Umgang mit kriminellen Clanmitglieder[n].“ Laut „Berliner Morgenpost“ ist der Al-Zayn-Clan in Berlin „einer der größten“.
Sie sind Deutsche
„Wo liegen die Schwierigkeiten im Kampf gegen die Clans?“, fragte vergangenes Jahr die „Morgenpost“ und gab als Antwort: „In der Regel sind die Clanmitglieder deutsche Staatsbürger, die man schlicht nicht abschieben kann. Viele andere sind außerdem staatenlos, sie können also nach deutschem Recht selbst als verurteilte Straftäter nur ausgewiesen werden, wenn man ihnen ihr Herkunftsland auch zweifelsfrei nachweisen kann – was in der Praxis kaum möglich ist.“
Die „Rheinische Post“ in Düsseldorf recherchierte zu den Hintergründen des Aufstiegs der Clankriminalität in Nordrhein-Westfalen und kam vor drei Jahren zu dem Schluss: „Der Aufstieg der kriminellen arabischen Clans“ habe mit dem Abstieg des Ruhrgebiets begonnen. Mit den Schließungen von Zechen und Hüttenwerken seien viele Menschen weggezogen. Ganze „Straßenzüge und Wohnungen standen plötzlich leer“, so die Zeitung. Die großen arabischen „Familienverbände“ hätten diese für „einen Spottpreis“ erwerben und dort einziehen können.
Clan – was ist das?
Im August 2023 schlug die damalige Innenministerin Nancy Faeser (SPD) vor, „kriminellen Großfamilien“ Einhalt zu gebieten und auch Menschen abzuschieben, die nicht straffällig geworden sind. FDP und Grüne hielten das für unrechtmäßig. Die Union – heute selbst in Regierungsverantwortung – hielt Faesers Vorschlag für Heuchelei.
Während sich in der Politik, bei der Polizei und bei zahlreichen Medien der Begriff „Clankriminalität“ weitgehend eingebürgert hat, machen nun der „SPIEGEL“ und der „Deutschlandfunk“ darauf aufmerksam, dass diese Bezeichnung umstritten sei, weil sie nach Ansicht von Kritikern Menschen mit Einwanderungshintergrund allein aufgrund ihrer Familienzugehörigkeit und Herkunft stigmatisieren und diskriminieren könnte.
Unter dem Begriff „Clankriminalität“ fällt nach Definition des LKA NRW unter anderem Folgendes: die „vom Gewinn- oder Machtstreben bestimmte Begehung von Straftaten unter Beteiligung Mehrerer, wobei in die Tatbegehung bewusst die gemeinsame familiäre oder ethnische Herkunft als verbindende, die Tatbegehung fördernde oder die Aufklärung der Tat hindernde Komponente einbezogen wird“.
Den Tätern fehle es zudem an der „Akzeptanz der deutschen Rechts- oder Werteordnung“. Von einer familiär organisierten Zusammenarbeit bei der Tatausführung könne laut LKA „ausgegangen werden, da sie zum Wohle des Clans begangen“ werde.
Neben den eigentlichen Straftaten finde durch die Clans auch eine „Besetzung des öffentlichen Raumes“ statt. Es fehle an Respekt gegenüber Polizei und Rettungsdienst.
Außerdem: „Im Gegensatz zu Strukturen der italienischen Mafia in Deutschland neigen kriminelle Clanmitglieder stets dazu, ihren Reichtum zu zeigen und mit Besitztümern zu provozieren“, berichtet das LKA.

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