Wie „Clans“ Deutschland ausplündern (Epoche Times)
Sie
kassieren Sozialhilfe und fahren Rolls-Royce. Sie rauben Geschäfte und
Museen aus, zerstören deutsches Kulturgut, betrügen alte Menschen,
prügeln auf Polizisten ein und verachten die liberale deutsche
Gesellschaft, in die sie eingewandert sind: arabische, kurdische und
Roma-Clans. Das sind keine Vorurteile. Das sind Fakten aus Polizei- und
Medienberichten. Beispiele und Hintergründe.
Tom Goeller,
Es vergeht fast keine Woche, kein Monat,
ohne dass über sogenannte Clankriminalität in Deutschland berichtet
wird. Diese Form von Verbrechen nimmt zu. Jüngster Aufreger in der
„BILD“ vom 21. Mai: „Skandal in der JVA Euskirchen: Clan-Chef im
Rolls-Royce geblitzt, als er im Knast sein sollte“.
Den
arabischen, türkischen, kurdischen und Roma-Clans wird oft vorgeworfen,
dass sie für ihre Hunderte, manchmal auch Tausende Personen zählenden
sogenannten Großfamilien Sozialhilfe beziehen, aber in Luxuslimousinen
umherfahren und Villen in teuren Wohngegenden unterhalten.
Roma: Goman-Clan
Seit
Jahrzehnten beschäftige der Name „Goman“ zahlreiche Gerichte in
Deutschland, berichtete „BILD“ am 22. Mai weiter. Michael Goman werden
Teppichbetrug und die sogenannte Enkeltrickmasche bei alten Menschen,
mit der er sie um Millionen geprellt haben soll, vorgeworfen.
Der
Clanchef Goman lebe mit seiner „Großfamilie“ „in Pomp und Protz“. Zu
Hause gebe es „goldene Türgriffe“, berichtete vor einem Jahr „SPIEGEL
TV“. Dennoch hätten Goman und seine Verwandtschaft stets Sozialhilfe
erhalten und damit möglicherweise Sozialbetrug begangen.
2019
wurde Goman vom Landgericht Köln wegen gewerbsmäßigen Betrugs zu acht
Jahren Haft verurteilt. Der „Goman-Clan“ ist die Bezeichnung für eine
unter anderem in Deutschland, insbesondere in Leverkusen, ansässige
Roma-Großfamilie, die ursprünglich aus Osteuropa stammt.
Arabische Clans
Seit
Jahren schaffen es Angehörige meist arabischstämmiger Großfamilien mit
spektakulären Verbrechen in die Schlagzeilen. Laut „Berliner Morgenpost“
sei neben Nordrhein-Westfalen, Bremen und Niedersachsen „Berlin dabei
unumstritten eines der großen Clanzentren in Deutschland“. Besonders der
Bezirk Neukölln gelte „hier als Revier der primär kurdisch- und
arabischstämmigen Großfamilien, deren Mitglieder durch Verbrechen
vielfach zu Reichtum, Macht und Einfluss gekommen sind“, so die Zeitung.
Viele
Familien kämen aus dem Libanon. Der dortige Bürgerkrieg in den Jahren
1975 bis 1990 habe viele zur Flucht nach Deutschland veranlasst. Obwohl
Mitglieder dieser Clans auch dort schon kriminell aktiv gewesen seien,
sähen Kritiker deren „Hinwendung zum Verbrechen als Ergebnis verfehlter
deutscher Integrationspolitik“, so die Zeitung weiter.
„Seit den großen Flüchtlingswellen seit 2015“ kämen neuere Clans aus Tschetschenien, Afghanistan und Syrien hinzu.
Am 22. April gab das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen
bekannt, dass die Polizei „im Rahmen der Bekämpfung der
Clankriminalität“ eine Großrazzia in acht Bundesländern durchgeführt
habe.
Die fünf Verdächtigen,
allesamt Syrer, sollen rund 1,7 Millionen Euro Schaden verursacht haben.
Es gehe um Steuerhinterziehung und Hehlerei. Insgesamt seien 52
Immobilien durchsucht worden. Allerdings sei nur ein Haftbefehl
vollstreckt worden, teilte das LKA mit.
Libanesen: Remmo-Clan
Hierzulande
wurde am bekanntesten der Remmo-Clan, von dem zahlreiche Mitglieder in
den vergangenen 25 Jahren als Intensivtäter identifiziert wurden.
Ursprünglich in Südostanatolien beheimatet, wanderten rund 500 bis 1.000
Familienmitglieder über den Libanon nach Deutschland ein.
Dies
berichtete der „SPIEGEL“ im Jahr 2020. In dem Artikel wird zudem
angesprochen, dass im Jahr 2017 „ein Staatsanwalt ihrer Sippe über 1.000
Straftaten – vorwiegend Einbrüche und Diebstähle – mit einer
Schadenssumme von über 28 Millionen Euro“ zugeschrieben habe. Erstmals
auffällig geworden sei der Remmo-Clan 1992, als zwei Mitglieder in
Berlin einen jugoslawischen Gastwirt erschossen.
Im
Oktober 2008 fuhr der damals 19-jährige Ibrahim Remmo mit einem BMW am
Potsdamer Platz in Berlin einen Rentner tot und beging Fahrerflucht.
Zwei Monate später brach er mit seinem Bruder Bilal in eine Drogerie
ein. Bei der anschließenden Verfolgung durch die Polizei prallten die
beiden Brüder mit ihrem Auto gegen einen Baum und starben.
„Die
Beerdigung glich einem Prominentenbegräbnis: Intensivtäter aus
Neukölln, Clanfreunde aus Schöneberg, Serienräuber aus Wedding“,
erinnerte der „Tagesspiegel“ im Jahr 2018 an diesen Vorfall.
Zahlreiche
Mitglieder des Remmo-Clans wurden in den vergangenen 25 Jahren wegen
schwerer Körperverletzung von Polizisten, Drogenhandel,
„Schutzgeld“-Erpressung, Raub, Geldtransportüberfall, Geldwäsche,
Hehlerei, illegalen Waffenbesitzes und Waffenhandels sowie
Terrorisierung ihrer Nachbarschaft angeklagt.
„Meisterdiebe“ im Museum
All
dies wirkt gemessen an den Jahrhundertdiebstählen jedoch wie
Bagatellen. Den ersten spektakulären Diebstahl führte Toufic Remmo aus.
Er brach im Jahr 2014 in eine Sparkasse in Berlin-Mariendorf ein und
erbeutete mehr als 9 Millionen Euro.
Am
27. März 2017 wurde im Berliner Bode-Museum die 100 Kilogramm schwere
Goldmünze „Big Maple Leaf“ im reinen Metallwert von fast 4 Millionen
Euro gestohlen. Vier Verdächtige wurden gefasst, drei von ihnen waren
Remmos. Die Münze ist bis heute verschwunden. Im Juli 2021 wurden die
Täter zu Haftstrafen und der Clan zur Zahlung von 3,3 Millionen Euro
verurteilt.
Dies hielt den
Intensivtäterclan jedoch nicht davon ab, im November 2019 einen noch
spektakuläreren Raubzug im Dresdner „Grünen Gewölbe“ des
Residenzschlosses zu begehen. Aus den Staatlichen Kunstsammlungen
stahlen sie Teile von drei historischen Juwelengarnituren aus der Zeit
Augusts des Starken, deren Wert Kunstexperten auf mindestens Hunderte
Millionen bis zu 1 Milliarde schätzten.
Fünf
Remmo-Mitglieder, die allesamt die deutsche Staatsangehörigkeit haben,
wurden festgenommen und im Mai 2023 zu vier bis sechs Jahren Gefängnis
verurteilt. Einer der Täter war auch an dem Raub im Bode-Museum
beteiligt und nennt sich laut „Sächsischer Zeitung“ selbst
„Meisterdieb“.
Palästinenser: Abou-Chaker
Große
Bekanntheit erlangte auch der palästinensische Abou-Chaker-Clan, vor
allem in Verbindung mit dem Rapper Bushido, der in Wahrheit Anis Mohamed
Youssef Ferchichi heißt.
Zunächst
gründete der Clanchef Arafat Abou-Chaker im Jahr 2004 gemeinsam mit
Bushido ein Plattenlabel. 2007 wurde Arafat auch Manager des Rappers.
2018 kam es zum Bruch und es begann ein Rechtsstreit zwischen beiden,
der erst im Januar dieses Jahres zum vorerst letzten Urteil zwischen
Bushido und Abou-Chaker führte. Arafat muss 1,78 Millionen Euro an den
einstigen Rapper zahlen. Ginge es nur um diese Geschichte, läge keine Clankriminalität vor.
Aber
auch die Abou-Chaker-Großfamilie zog während des libanesischen
Bürgerkriegs nach Westberlin. Eine Reihe von Mitgliedern wurde bald
polizeibekannt, und zwar durch „Schutzgeld“-Erpressungen, Drogen- und
Waffenhandel, Geldwäsche, Raubüberfälle, Diebstähle, Zuhälterei und
auffällig viele Körperverletzungsdelikte.
Arafat
Abou-Chaker stellt sich in der Öffentlichkeit gern als „Opfer“ dar. Am
22. Mai etwa stand er dem Podcaster Ben Berndt zu einem ausführlichen Gespräch zur Verfügung und behauptete: „Der Staat ist der größte Clan.“
Der
Abou-Chaker-Clan löst in Berlin fast monatlich groß angelegte
Polizeieinsätze aus, so zum Beispiel am 19. April. Die „BILD“ titelte:
„Polizei-Großeinsatz: Clanschlägerei nach Boxkampf in Berlin“ und
berichtete über eine öffentlich ausgetragene Auseinandersetzung des
Abou-Chaker-Clans mit dem Miri-Clan.
Kurden: Miri-Clan
Laut
„Berliner Morgenpost“ kam der kurdischstämmige Miri-Clan ebenfalls
infolge des Libanonkrieges nach Deutschland und sei neben Berlin vor
allem in Niedersachsen aktiv.
Clanchef
Ibrahim Miri geriet in die Schlagzeilen, „als er nach seiner
Abschiebung 2019 medienwirksam wieder nach Deutschland zurückkehrte und
Asyl beantragte“, „trotz eines siebenjährigen Einreiseverbots“,
berichtete damals der „Deutschlandfunk“.
Der
Kölner Sender damals weiter: „Miri ist Oberhaupt einer Großfamilie, von
denen mehrere Hundert Mitglieder schon im Visier der Justiz standen. Er
war Chef des verbotenen Rockerclubs Mongols, wird mit Erpressung,
Waffenhandel und anderen Delikten in Verbindung gebracht. 2014 wurde er
wegen bandenmäßigen Drogenhandels zu sechs Jahren Haft verurteilt. Vor
einem Jahr kam er auf Bewährung frei.“
Vor
drei Jahren berichtete die „tagesschau“ über ein weiteres Clanmitglied,
nämlich Heisem Miri: „Sein Fall gilt als beispielhaft“, ist in dem
Artikel zu lesen. „17 Staatsanwaltschaften hatten den Mann, der in
Deutschland mit zahlreichen Aliasnamen agierte, über die Jahre zur
Fahndung ausgeschrieben.“
Er wird
verdächtigt, 2009 im Auftrag seiner Familie einen sogenannten Ehrenmord
bei Bremen begangen zu haben. Danach verschwand er in die Türkei. Doch
der türkischen Polizei soll es dreimal nicht gelungen sein, ihn
festzunehmen. Rechtshilfeersuchen seitens Deutschlands seien aus der
Türkei unbeantwortet geblieben. Laut „tagesschau“ sei die Türkei ein
„Exil für Clankriminelle“.
„Urvater der Clankriminalität“: Al-Zayn
In
das gleiche Profil passt der zweite kurdisch-libanesische Al-Zayn-Clan,
auch El-Zein genannt. Beide, der Miri- und der Al-Zayn-Clan, begingen
2014 einen spektakulären Raub im Berliner Luxuskaufhaus KaDeWe.
Mahmoud
Al-Zayn gilt als Clanchef der Al-Zayns. Nach zahlreichen Haftstrafen
reiste er 2021 nicht in den Libanon, den er als Geburtsland angegeben
hatte, aus, sondern flog in die Türkei, plötzlich „ausgestattet mit
einem türkischen Pass auf seinen im türkischen Melderegister
eingetragenen Namen“, berichtete der Berliner „Tagesspiegel“.
Ende
2024 setzte er vor einem Berliner Gericht seine Wiedereinreise durch,
obwohl laut „Tagesspiegel“ seit 2005 70 Strafverfahren gegen den
Clanchef geführt worden seien.
Das
Blatt weiter: „El-Zein ist gewissermaßen der Urvater der
Clankriminalität in Berlin, hatte in der Unterwelt großen Einfluss und
Macht. Er steht zugleich für das jahrzehntelange Versagen der Behörden
im Umgang mit kriminellen Clanmitglieder[n].“ Laut „Berliner Morgenpost“
ist der Al-Zayn-Clan in Berlin „einer der größten“.
Sie sind Deutsche
„Wo
liegen die Schwierigkeiten im Kampf gegen die Clans?“, fragte
vergangenes Jahr die „Morgenpost“ und gab als Antwort: „In der Regel
sind die Clanmitglieder deutsche Staatsbürger, die man schlicht nicht
abschieben kann. Viele andere sind außerdem staatenlos, sie können also
nach deutschem Recht selbst als verurteilte Straftäter nur ausgewiesen
werden, wenn man ihnen ihr Herkunftsland auch zweifelsfrei nachweisen
kann – was in der Praxis kaum möglich ist.“
Die
„Rheinische Post“ in Düsseldorf recherchierte zu den Hintergründen des
Aufstiegs der Clankriminalität in Nordrhein-Westfalen und kam vor drei
Jahren zu dem Schluss: „Der Aufstieg der kriminellen arabischen Clans“
habe mit dem Abstieg des Ruhrgebiets begonnen. Mit den Schließungen von
Zechen und Hüttenwerken seien viele Menschen weggezogen. Ganze
„Straßenzüge und Wohnungen standen plötzlich leer“, so die Zeitung. Die
großen arabischen „Familienverbände“ hätten diese für „einen Spottpreis“
erwerben und dort einziehen können.
Clan – was ist das?
Im
August 2023 schlug die damalige Innenministerin Nancy Faeser (SPD) vor,
„kriminellen Großfamilien“ Einhalt zu gebieten und auch Menschen
abzuschieben, die nicht straffällig geworden sind. FDP und Grüne hielten
das für unrechtmäßig. Die Union – heute selbst in
Regierungsverantwortung – hielt Faesers Vorschlag für Heuchelei.
Während
sich in der Politik, bei der Polizei und bei zahlreichen Medien der
Begriff „Clankriminalität“ weitgehend eingebürgert hat, machen nun der
„SPIEGEL“ und der „Deutschlandfunk“ darauf aufmerksam, dass diese
Bezeichnung umstritten sei, weil sie nach Ansicht von Kritikern Menschen
mit Einwanderungshintergrund allein aufgrund ihrer
Familienzugehörigkeit und Herkunft stigmatisieren und diskriminieren
könnte.
Unter dem Begriff „Clankriminalität“ fällt nach Definition des LKA
NRW unter anderem Folgendes: die „vom Gewinn- oder Machtstreben
bestimmte Begehung von Straftaten unter Beteiligung Mehrerer, wobei in
die Tatbegehung bewusst die gemeinsame familiäre oder ethnische Herkunft
als verbindende, die Tatbegehung fördernde oder die Aufklärung der Tat
hindernde Komponente einbezogen wird“.
Den
Tätern fehle es zudem an der „Akzeptanz der deutschen Rechts- oder
Werteordnung“. Von einer familiär organisierten Zusammenarbeit bei der
Tatausführung könne laut LKA „ausgegangen werden, da sie zum Wohle des
Clans begangen“ werde.
Neben den
eigentlichen Straftaten finde durch die Clans auch eine „Besetzung des
öffentlichen Raumes“ statt. Es fehle an Respekt gegenüber Polizei und
Rettungsdienst.
Außerdem: „Im
Gegensatz zu Strukturen der italienischen Mafia in Deutschland neigen
kriminelle Clanmitglieder stets dazu, ihren Reichtum zu zeigen und mit
Besitztümern zu provozieren“, berichtet das LKA.

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