So sieht laut CDU also eine politische Konfrontation in Sachsen-Anhalt ausLandtagswahl Sachsen-Anhalt
Wie dieses Foto mit AfD-Mann Siegmund die CDU in Erklärungsnot bringt (WELT)
Von Nikolaus DollCDU-Fraktionschef Heuer erscheint auf einem Foto kumpelhaft mit AfD-Spitzenkandidat Siegmund. Auf dem Parteitag der Christdemokraten setzt Ministerpräsident Schulze auf eine Merkel-Strategie. Aber er hat jetzt nicht nur wegen des Bildes ein handfestes Problem.
Zunächst zu dem Foto, das für allgemeines Kopfschütteln sorgte. Seit Freitag kursiert in den sozialen Netzwerken ein Bild, das Guido Heuer an der Seite des AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zeigt. Berichtet hatte darüber zuerst die „Ostdeutsche Allgemeine“. Heuer hat auf dem Foto die rechte Hand auf die Schulter Siegmunds, dem das offenbar nicht unangenehm ist, denn er lacht. Heuer lächelt und versucht, in ein Mikro zu sprechen, das der AfD-Mann festhält. „Börde-Kumpelei“, spotteten SPD-Fraktionsmitglieder über die festgehaltene Szene. Die Börde ist eine Landschaft mit besonders fruchtbaren Böden in Sachsen-Anhalt.
Das Foto ist aus MP Schulzes Sicht natürlich nicht lustig: Denn da lässt sich mit wenig Fantasie ein möglicher „Schulterschluss“ von AfD und CDU hineininterpretieren. So könnten SPD, Linke, BSW und Grüne auslegen, um erzählen zu können: In Sachsen-Anhalt bröckele die „Brandmauer“ der CDU nicht, dort sei sie bereits weg.
Die CDU ist also in Erklärungsnot. Schulze ging aber auf dem Parteitag nicht darauf ein. Er sagt schon seit Monaten, dass alles zur AfD gesagt sei: keine Koalition mit denen, keine Minister dieser Partei in einem Kabinett Schulze, keine Kooperation. Er sieht sich selbst als Teil der „Brandmauer“.
Robin Alexander, von 2019 bis 2025 stellvertretender Chefredakteur der Tageszeitung "Die Welt", auf X dazu:
Denn wie eine politische Konfrontation sieht das Foto allerdings nicht aus.
Wie dieses Foto mit AfD-Mann Siegmund die CDU in Erklärungsnot bringt (WELT)
Von Nikolaus DollCDU-Fraktionschef Heuer erscheint auf einem Foto kumpelhaft mit AfD-Spitzenkandidat Siegmund. Auf dem Parteitag der Christdemokraten setzt Ministerpräsident Schulze auf eine Merkel-Strategie. Aber er hat jetzt nicht nur wegen des Bildes ein handfestes Problem.
Zunächst zu dem Foto, das für allgemeines Kopfschütteln sorgte. Seit Freitag kursiert in den sozialen Netzwerken ein Bild, das Guido Heuer an der Seite des AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zeigt. Berichtet hatte darüber zuerst die „Ostdeutsche Allgemeine“. Heuer hat auf dem Foto die rechte Hand auf die Schulter Siegmunds, dem das offenbar nicht unangenehm ist, denn er lacht. Heuer lächelt und versucht, in ein Mikro zu sprechen, das der AfD-Mann festhält. „Börde-Kumpelei“, spotteten SPD-Fraktionsmitglieder über die festgehaltene Szene. Die Börde ist eine Landschaft mit besonders fruchtbaren Böden in Sachsen-Anhalt.
Das Foto ist aus MP Schulzes Sicht natürlich nicht lustig: Denn da lässt sich mit wenig Fantasie ein möglicher „Schulterschluss“ von AfD und CDU hineininterpretieren. So könnten SPD, Linke, BSW und Grüne auslegen, um erzählen zu können: In Sachsen-Anhalt bröckele die „Brandmauer“ der CDU nicht, dort sei sie bereits weg.
Die CDU ist also in Erklärungsnot. Schulze ging aber auf dem Parteitag nicht darauf ein. Er sagt schon seit Monaten, dass alles zur AfD gesagt sei: keine Koalition mit denen, keine Minister dieser Partei in einem Kabinett Schulze, keine Kooperation. Er sieht sich selbst als Teil der „Brandmauer“.
Robin Alexander, von 2019 bis 2025 stellvertretender Chefredakteur der Tageszeitung "Die Welt", auf X dazu:
"Wenn man bei der CDU in Sachsen-Anhalt nachfragt, wie dieses Foto entstehen konnte, das den CDU-Fraktionsvorsitzenden Guido Heuer und den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zeigt, bekommt man folgendes Statement:"
„Das Foto ist entstanden, weil es nur zwei Mikrofone gab und ich bei einer Falschaussage von Herrn Siegmund intervenieren musste. Ich habe Herrn Siegmund das Mikrofon aus der Hand genommen, und dabei ist diese unglückliche Aufnahme entstanden. Das war allerdings keine Kumpelei, sondern politische Konfrontation. Das Wort ‚Brandmauer‘ habe ich noch nie genutzt. Für mich gilt der Fraktionsbeschluss: ‚Abgrenzen, aber nicht ausgrenzen‘.“
"Ich (Anm.: Alexander) lasse das mal so stehen …"
„Das Foto ist entstanden, weil es nur zwei Mikrofone gab und ich bei einer Falschaussage von Herrn Siegmund intervenieren musste. Ich habe Herrn Siegmund das Mikrofon aus der Hand genommen, und dabei ist diese unglückliche Aufnahme entstanden. Das war allerdings keine Kumpelei, sondern politische Konfrontation. Das Wort ‚Brandmauer‘ habe ich noch nie genutzt. Für mich gilt der Fraktionsbeschluss: ‚Abgrenzen, aber nicht ausgrenzen‘.“
"Ich (Anm.: Alexander) lasse das mal so stehen …"

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