16 Februar 2026

Großübung zeigt Missstände auf "Wir sind am Arsch": Zehn Ukrainer besiegen bei Manöver zwei Nato-Bataillone (ntv)

Großübung zeigt Missstände auf

"Wir sind am Arsch": Zehn Ukrainer besiegen bei Manöver zwei Nato-Bataillone (ntv)
14.02.2026
Der Ukraine-Krieg hat das militärische Denken und Handeln in Europa und der Nato grundlegend verändert. Allerdings hat das Bündnis die Entwicklungen der modernen Kriegsführung noch nicht adaptiert. Das wird bei einer Übung erschreckend deutlich.
Eine Großübung der Nato im vergangenen Mai in Estland hat einem Medienbericht zufolge gravierende taktische Schwächen und eine Verwundbarkeit im hochintensiven Drohnenkampf offengelegt. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, haben zehn ukrainische Soldaten bei einer Übung zwei Nato-Bataillone im Alleingang besiegt. Demnach hat es nur einen halben Tag gedauert, bis die Ukrainer mithilfe ihrer Drohnen-Strategie die Truppen mitsamt 17 Fahrzeugen ausgeschaltet hatten. Die Nato-Truppen "liefen einfach durch die Gegend, ohne irgendwelche Tarnung zu nutzen, stellten ihre Zelte und Fahrzeuge einfach ab", beschreibt ein Teilnehmer das Manöver. Mehreren Quellen der Zeitung zufolge fasste ein Nato-Kommandeur die Übung mit drastischen Worten zusammen: "Wir sind am Arsch."
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Während der Operation "Hedgehog" setzten die Ukrainer ihr hochentwickeltes Gefechtsfeldmanagementsystem Delta ein. Es sammelt in Echtzeit Informationen vom Gefechtsfeld, analysiert mithilfe Künstlicher Intelligenz riesige Datenmengen, identifiziert Ziele und koordiniert Angriffe über Kommando- und Einheitengrenzen hinweg. Dies ermögliche eine schnelle "Tötungskette", heißt es. Sehen, Teilen und Angreifen sei demnach im Gefecht innerhalb weniger Minuten möglich. Ein einzelnes Team von etwa zehn Ukrainern, die die Rolle des Gegners spielten, habe einen Gegenangriff auf die Nato-Truppen gestartet. Innerhalb von etwa einem halben Tag sollen sie so die Zerstörung von 17 gepanzerten Fahrzeugen simuliert und 30 Angriffe auf andere Ziele durchgeführt haben. "Alles war zerstört", erinnerte sich ein Teilnehmer, der eine Feindrolle spielte.
"Schockierende Ergebnisse"
Insgesamt seien die Ergebnisse für die Nato-Streitkräfte "katastrophal" gewesen, wird der Koordinator für unbemannte Luftfahrtsysteme der estnischen Verteidigungsliga, Aivar Hanniotti, zitiert. Die Nato-Seite "konnte nicht einmal unsere Drohnenteams einsetzen", so der Experte. Die Ergebnisse dieser Übung seien für Militärangehörige und Bodentruppen "schockierend" gewesen, sagte der ehemalige Kommandeur des estnischen Militärnachrichtendienstes, Sten Reimann. Dies sei auch ein Beispiel dafür, wie die Ukraine zur europäischen Sicherheit beitragen könne.

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