«In meiner Heimat hat die Elite den Verstand verloren»:
In Amerika ist die AfD für einmal der Ehrengast (NZZ)
In Amerika ist die AfD für einmal der Ehrengast (NZZ)
An der Gala der New Yorker Jungrepublikaner wird der AfD-Außenpolitiker
Markus Frohnmaier geehrt. Er und die Veranstalter nutzen die Bühne für
eine Breitseite gegen die deutsche Politik.
Jubel
statt Demos, Lobeshymnen statt Dauerkritik: Einen solchen Empfang sind
AfD-Politiker aus Deutschland nicht gewohnt. An der 113. Gala des New
York Young Republican Club (NYYRC) wurde ihnen an diesem Samstag aber
sprichwörtlich der rote Teppich ausgerollt. Markus Frohnmaier, dem
aussenpolitischen Sprecher der Partei im Bundestag, wurde der «Allen
W. Dulles»-Preis überreicht, weil er «den kämpferischen,
antimarxistischen Geist» des früheren CIA-Chefs Dulles verkörpere.
«Deutschland zuerst»
Seit Donald Trump die Kontrolle über die republikanische Partei gewonnen hat, ist auch die NYYRC-Gala zum Stelldichein der Maga-Bewegung geworden: 2023 verlieh Trump seiner Präsidentschaftskampagne hier weiteren Schub. 2024, kurz nach seiner Wiederwahl ins Weisse Haus, entzückte er die Gäste mit einer Live-Schaltung.
«Deutschland zuerst»
Seit Donald Trump die Kontrolle über die republikanische Partei gewonnen hat, ist auch die NYYRC-Gala zum Stelldichein der Maga-Bewegung geworden: 2023 verlieh Trump seiner Präsidentschaftskampagne hier weiteren Schub. 2024, kurz nach seiner Wiederwahl ins Weisse Haus, entzückte er die Gäste mit einer Live-Schaltung.
Heuer
drehte sich die Veranstaltung eher um das Gedenken an Charlie Kirk, den
vor wenigen Monaten ermordeten rechten Aktivisten – und um die Gäste
aus dem Ausland. Dovid Holtzman, der Politikchef des NYYRC, forderte in
Anlehnung an Ronald Reagans Rede am Brandenburger Tor: «Kanzler Merz,
reißen Sie diese Brandmauer ein!»
Die
hohe Einwanderung nach New York, Paris, London und Berlin verglich
Holtzman mit Atombomben, als er die Laudatio für Frohnmaier hielt. «Wenn
du nicht sagen kannst, dass dein Land zuerst kommen soll, dann hast du
kein Land» – und die Deutschen könnten das heute nicht sagen. «Den
Deutschen wird von jungem Alter an beigebracht, dass eine simple
Unterstützung ihres Landes, dass ‹Deutschland zuerst›, fast ein
Hassverbrechen ist.»
Frohnmaier
nahm den Ball in seiner Dankesrede auf und kritisierte die deutsche
Regierung und die Medien scharf. Schon in seinem Grusswort adressierte
er «ehrenwerte und weniger ehrenwerte Vertreter der Presse».
Er schlug Brücken zu den Gastgebern. Man sei vereint in einem gemeinsamen Ziel: «dem Erhalt der grössten Zivilisation in der Geschichte der Menschheit». Man sehe sich mit einer neuen Form der Tyrannei konfrontiert, die keine sowjetische Uniform trage. Stattdessen verhülle sie sich hinter Floskeln wie Fortschritt, Diversity und sogenannten Hassrede-Gesetzen. «In meinem Heimatland, Deutschland, hat die regierende Elite ihren Verstand verloren.» Man wolle die AfD verbieten, so wie man Trump von der Wahl habe ausschließen wollen.
Er schlug Brücken zu den Gastgebern. Man sei vereint in einem gemeinsamen Ziel: «dem Erhalt der grössten Zivilisation in der Geschichte der Menschheit». Man sehe sich mit einer neuen Form der Tyrannei konfrontiert, die keine sowjetische Uniform trage. Stattdessen verhülle sie sich hinter Floskeln wie Fortschritt, Diversity und sogenannten Hassrede-Gesetzen. «In meinem Heimatland, Deutschland, hat die regierende Elite ihren Verstand verloren.» Man wolle die AfD verbieten, so wie man Trump von der Wahl habe ausschließen wollen.










