04 November 2026

Frankfurter Krawallnacht: Drei Viertel der Tatverdächtigen haben ausländische Staatsangehörigkeit (Apollo News)

 (IMAGO/5VISION.NEWS)
Frankfurter Krawallnacht:
Drei Viertel der Tatverdächtigen haben ausländische Staatsangehörigkeit (Apollo News)
Eine Apollo News-Recherche zeigt: Rund drei Viertel der Tatverdächtigen der Frankfurter Ausschreitungen besitzen eine ausländische Staatsangehörigkeit. Zuletzt waren Bundesinnenminister Dobrindt und Hessens Innenminister Poseck für ihre Einordnungen der Krawalle kritisiert worden.
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Die Frankfurter Polizei hat auf Anfrage von Apollo News neue Angaben zum Hintergrund der Tatverdächtigen bei den schweren Ausschreitungen nach den Gen-Z-Protesten am Samstag gemacht. Demnach besitzen rund drei Viertel der 55 bislang ermittelten Tatverdächtigen eine ausländische Staatsangehörigkeit, teilweise zusätzlich zur deutschen. Etwa die Hälfte der Tatverdächtigen besitzt die deutsche Staatsangehörigkeit. Von diesen besitzt wiederum rund die Hälfte eine weitere Staatsangehörigkeit.
Die Angaben stützen damit die Einschätzung von Hessens CDU-Innenminister Roman Poseck und CSU-Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, die nach den Ausschreitungen von „überwiegend migrantisch“ geprägten Tätergruppen beziehungsweise „Chaoten aus dem migrantischen Milieu“ gesprochen hatten (mehr dazu hier).
Poseck gab gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung an, dass er von 80 bis 90 Prozent Tatverdächtigen mit Migrationshintergrund ausgehe. „Ich habe in die Gesichter von Menschen mit Molotowcocktails geschaut, die hatten aus meiner Sicht sehr klar einen Migrationshintergrund“, sagte Poseck der FAZ. Dobrindt und Poseck waren für ihre Äußerungen scharf kritisiert worden. Linken-Parteichef Luigi Pantisano und die Grünen-Jugend-Chefin Henriette Held attackierten vor allem Dobrindt (mehr dazu hier und hier).
Nach Angaben der Polizei wurden bei den Ausschreitungen insgesamt 180 Einsatzkräfte verletzt. Ein Polizist erlitt durch einen Steinwurf schwere Zahnverletzungen. Im Verlauf des Einsatzes nahm die Polizei zudem 54 Personen fest. Dabei handelte es sich ausschließlich um Männer. Einer von ihnen, ein 18-jähriger syrischer Staatsangehöriger, wurde in Untersuchungshaft genommen. Ihm wird vorgeworfen, im Rahmen der Plünderungen eine Waffe aus einem Waffengeschäft gestohlen zu haben.

Zu den erfassten Delikten zählen unter anderem besonders schwerer Landfriedensbruch, tätliche Angriffe auf Vollstreckungsbeamte, gefährliche Körperverletzung, besonders schwerer Diebstahl von Schusswaffen sowie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Insgesamt wurden im Zuge der Ausschreitungen 87 Strafanzeigen gestellt.
Bereits in Frankreich waren Proteste von schweren Ausschreitungen und Plünderungen begleitet worden. An den Krawallen beteiligten sich neben linksradikalen Gruppen in beträchtlichem Maße auch Plünderer aus migrantisch geprägten Vororten
(mehr dazu hier). 
Nach französischem Vorbild rief die Initiative „Gen Z regelt“ auch in Deutschland zu Demonstrationen auf. Vielerorts grassierten in den jeweiligen Chatgruppen im Vorfeld martialische Gewaltaufrufe. In Frankfurt verlief die Versammlung am Samstag zunächst relativ friedlich, eskalierte jedoch mit Einbruch der Dunkelheit zusehends.

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