08 September 2026

Mail von Martenstein - Lieber Sven Schulze - 08.09.2026

Mail von Martenstein - 

Lieber Sven Schulze,

Sie haben als Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt nicht einfach nur eine Wahl desaströs verloren. Vielleicht wird diese Niederlage in ein paar Jahren als historischer Wendepunkt gelten – der Beginn auf dem Weg der AfD zur Regierungspartei, der Beginn des Endes der Brandmauer, der Anfang vom Ende der CDU, was weiß ich.
Sie waren ein guter Verlierer. Das schafft nicht jeder. Sie haben dem Wahlsieger von der AfD gratuliert. Und Sie haben gesagt: „Das ist Demokratie.“

Sie haben also mehr Größe gezeigt als viele andere, die an diesem Abend im Fernsehen waren. Besonders klein war Luigi Pantisano von der Linken, als er den AfD-Chef Tino Chrupalla als „Flachzange“ beschimpfte.

Jeder weiß, dass Sie nicht der Alleinschuldige am CDU-Desaster sind. Es kam viel zusammen.

Die Richtung, in die es geht, bestimmt das Volk. Die Mehrheit will keine Pantisanos. Sie will auch keine Nazis.

Viele wollen ein Deutschland, wie Gerhard Schröder es einst an Angela Merkel übergeben hatte, mit maßvoller Migration, konkurrenzfähiger Wirtschaft, guter Infrastruktur und sicheren Parks.

Wegen der Brandmauer kann die CDU dem Volk das nicht liefern. Deshalb setzen immer mehr Leute ihre Hoffnungen in die AfD. Ob zu Recht, wird man sehen.

Wie gesagt: Das ist Demokratie. Ein weiser Satz, Herr Schulze.

Herzlich Ihr

Harald Martenstein

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