16 Juli 2023

Medien verwechseln Boden- mit Lufttemperatur - Absicht?

Vorhersage: Hitze in Südeuropa - 48 Grad Celsius möglich (u.a.Tagesschau.de)
Stand: 13.07.2023 14:44 Uhr
Es wird heiß in Südeuropa - laut der Raumfahrtbehörde ESA womöglich so heiß wie noch nie seit Aufzeichnungsbeginn. In Italien könnten in den kommenden Tagen 48 Grad am Boden erreicht werden, auch in Griechenland steigen die Temperaturen.
Den Menschen in Südeuropa steht ein heißes Wochenende bevor: Vielerorts steigen die Temperaturen auf mehr als 40 Grad. Der europäischen Raumfahrtbehörde ESA zufolge könnten in den kommenden Tagen sogar die höchsten Temperaturen erreicht werden, die jemals in Europa gemessen wurden. Auf Sizilien seien 48 Grad möglich.
Das ist das 48-Grad-Märchen der Medien!
Jeder, der schon mal Barfuß über heißen Asphalt oder Sand gelaufen ist, weiß, dass das im Hochsommer sehr heiß werden kann. Deutlich heißer  als die Lufttemperatur. Zumal, wenn auch noch ein wenig Wind weht.
Jeder, der eine Wetter-App bedienen kann, widerlegt derartige Meldungen mit einem Klick.
Am Sonntag, 16.07.2023, 15:42 Uhr, zeigte diese für Palermo auf Sizilien 33 Grad Lufttemperatur an und es wird auch nicht wärmer, also eine Temperatur, weswegen Millionen Deutsche Urlaub in Südeuropa machen.

13 Juli 2023

Deutsche Klimapolitik - Desaster mit Ansage (Cicero)

Deutsche Klimapolitik -
Desaster mit Ansage (Cicero)
Der klimapolitische Sonderweg Deutschlands schadet massiv der Wirtschaft und hat kaum einen nennenswerten Einfluss auf die globale Erderwärmung. Nur durch globale Kooperationen könnte der Klimawandel aufgehalten werden. Doch die moralische Hochnäsigkeit der Bundesregierung zerschlägt viel Porzellan.
VON JOACHIM WEIMANN am 13. Juli 2023 (Joachim Weimann ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der UNI Magdeburg)
Machen wir eigentlich alles richtig bei unserer Klimapolitik? Um diese Frage beantworten zu können, muss man das Klimaproblem aus einer erhöhten Warte betrachten. Vogelperspektive reicht dabei nicht, man muss den ganzen Globus in den Blick nehmen. Tut man das, erkennt man, dass der Klimawandel ein Problem ist, dem einzelne Länder oder kleine Gruppen von Ländern vollkommen hilflos gegenüberstehen. Ihr Einfluss auf das Klima ist zu gering, als dass sie durch eigenes Handeln irgendeine Wirkung auf die zukünftigen Temperaturen entfalten könnten. Das gilt auch für Deutschland und die EU.
Um es an einem Beispiel deutlich zu machen: Von 2020 bis 2021 stieg die globale CO2-Emission um das Dreifache der gesamten Emission Deutschlands. Wären wir 2021 klimaneutral geworden, wäre der Anstieg global immer noch doppelt so hoch ausgefallen wie die gesamten Jahresemissionen Deutschlands. Wir sind tatsächlich für das globale Klima praktisch ohne Bedeutung. Auch die EU hat nur einen sehr geringen Einfluss auf das Klima. Selbst wenn sie tatsächlich klimaneutral würde – aufhalten könnte sie die Erwärmung auf keinen Fall.

05 Juli 2023

Dieter Nuhr - Cancel-Cultur gibt es nicht? Von wegen...

Dieter Nuhr - Cancel-Cultur gibt es nicht? Von wegen...
"Immer wieder höre ich: „Cancel Culture gibt es nicht.“ Das ist natürlich Quatsch. Dass sie bei mir nicht erfolgreich ist, bedeutet ja nicht, dass es sie nicht gibt. Die früher häufig gehörte Forderung, meine Sendung einzustellen, ist heute perfideren Mechanismen gewichen. Heute wird versucht, mich durch stete Diffamierung als „rechter Comedian“ aus dem Kreis ernstzunehmender Stimmen auszuschließen.
Der Tagesspiegel schreibt begeistert über den Auftritt von Trevor Noah, einem Comedysuperstar in den USA. Wie lautet die Überschrift? „Der Anti-Nuhr“ - so, als sei ich das Gegenteil von Trevor Noah. Wieso mir unterstellt wird, ich sei sein Antipode, wird im Artikel mit keinem Wort erwähnt. Der Leser muss es sich, da ihm keine Fakten genannt werden, selber ausmalen. Wie könnte es denn aussehen, das Gegenbild zu einem schwarzen, lässigen, lustigen, antirassistischen Komiker? Welche Bilder sollen im Kopf des Lesers erscheinen? Es wird wohl ein weißer humorloser Rassist sein, oder?

04 Juli 2023

Der andere Blick: Der Sparplan des Finanzministers ist ein guter Anfang (NZZ)

Der andere Blick
Thema des Tages: Der Sparplan des Finanzministers ist ein guter Anfang (NZZ)
von Johannes C. Bockenheimer Wirtschaftsredaktor der «Neuen Zürcher Zeitung»
Seit anderthalb Jahren ist die deutsche Ampelkoalition im Amt, und wenn es in dieser Zeit um den Haushalt ging, wirkte sie seltsam entrückt von der Realität. Während Russland die Ukraine in den Krieg und Europa ins Chaos stürzte, während der Wohlstand der Bürger durch die Inflation aufgezehrt wurde und die Betriebe durch eine Energiekrise in eine Rezession schlitterten, hat man in den Ministerien der Bundesregierung von alldem scheinbar nichts mitbekommen.

03 Juli 2023

Berlin desolat - Ein Sonntagsspaziergang durch die deutsche Hauptstadt (Cicero)

Berlin desolat
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Ein Sonntagsspaziergang durch die deutsche Hauptstadt (Cicero)
Berlin ist, trotz Hauptstadtstatus und Wohlstandstransfer, zum Symbol des urbanen Zerfalls avanciert, sichtbar an der Vernachlässigung von Bildung, Wohnverhältnissen und innerstädtischer Architektur. Der Streifzug führt durch eine Zivilisationsform auf ihrer Schwundstufe. 
VON DOMINIK PIETZCKER am 28. Juni 2023
Sonntag, 9.00 Uhr. Heraus aus der bürgerlich wattierten Wohlstandsblase, hinein in die harte und ungeschminkte Wirklichkeit eines beunruhigend warmen Sommertages! Viele Menschen sind in Berlin-Neukölln noch nicht unterwegs. Eine Rentnerin in fleckiger beigefarbiger Jacke führt ihre vier Pudel spazieren. Vor dem Eingang einer Notapotheke steht ein blasses Mädchen mit ihrer übernächtigten Freundin. Jemand liegt eingesunken in einem Hauseingang. Es riecht nach Urin und Erbrochenem. Outrierte Nachtschwärmer mit roten Zombieaugen halten sich an leeren Sektflaschen fest und grimassieren. Vielleicht der nächste Kommunikationstrend?  

Frankreich zeigt, was Deutschlands Problemvierteln bevorstehen könnte (WELT+)

Frankreich zeigt, was Deutschlands Problemvierteln bevorstehen könnte (WELT+)
Ressortleiter Außenpolitik
Die Gewaltorgien in Frankreich sind keine Naturkatastrophe. Um etwas zu ändern, muss man das Problem benennen – in seiner sozialen, aber auch in der religiösen und kulturellen Dimension. Das ist auch ein Rezept für Deutschlands Problemviertel, die sich angesichts von Rekordzuwanderung womöglich in einer frühen Phase der französischen Entwicklung befinden.

Unter Volldampf - Das Heizungsgesetz wird durchs Parlament geprügelt (Cicero)

Unter Volldampf
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Das Heizungsgesetz wird durchs Parlament geprügelt (Cicero)
Mit aller Gewalt will die Ampelkoalition ihr umstrittenes Heizungsgesetz noch vor der Sommerpause durchs Parlament bringen. Wozu diese Eile? Ein so komplexes Vorhaben mit weitreichenden Auswirkungen muss in Ruhe diskutiert werden können.
VON DANIEL GRÄBER am 30. Juni 2023
Am Montagnachmittag ist im Deutschen Bundestag eine Expertenanhörung zur Änderung des Gebäudeenergiegesetzes geplant. Dieses Gesetzesvorhaben, das als „Habecks Heizhammer“ eine steile politische Karriere hinlegte und zum am heftigsten umstrittenen Plan der amtierenden Bundesregierung wurde, soll dann von Sachverständigen einschlägiger Branchen- und Lobbyverbände im Detail beurteilt werden. Doch erst am Freitag wurde der Entwurf vorgelegt.

02 Juli 2023

„Kosten und Nutzen in keinem Verhältnis “- Experte rechnet vor, warum Habecks Heiz-Wende ein Klima-Reinfall ist

„Kosten und Nutzen in keinem Verhältnis" bei 5,6% CO2-Einsparung bis 2030
Experte rechnet vor, warum Habecks Heiz-Wende ein Klima-Reinfall ist (Focus)
11.05.2023 von FOCUS-online-Redakteur Christian Böhm
Habecks Heizwende kostet Hunderte Milliarden Euro. Aber bringt die Umstellung auf Strom überhaupt etwas für das Klima? Der Ökonom Manuel Frondel bezweifelt das. Und auch Zahlen aus dem Wirtschaftsministerium belegen: Die Abkehr von Öl- und Gasheizungen drückt den CO2-Ausstoß erstmal nur langsam.
Das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG), das als Habecks Heizhammer populär wurde, erhitzt weiterhin die Gemüter. Bürger sehen ihr Wohneigentum gefährdet, Verbände und Opposition wettern gegen das inzwischen 170 Seiten dicke Bürokratiemonster.